Die bayerischen Abschiebelager

Seit Herbst 2015 gibt es in Bamberg und Ingolstadt/Manching die sogenannten Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen (ARE). Seitdem werden Menschen vor allem aus den Westbalkanstaaten und der Ukraine in die Sonderlager eingewiesen. Viele haben zuvor über Monate bis zu mehreren Jahren in Bayern gelebt und die Kinder sind in die Schule bzw. den Kindergarten gegangen. Plötzlich mussten sie jedoch in die Sonderlager umziehen.

Ziel der Bayerischen Regierung ist es, dort Menschen denen eine „schlechte Bleibeperspektive“ unterstellt wird, möglichst schnell zur „freiwilligen Ausreise“ zu drängen oder abzuschieben. Schäbigste, menschenunwürdige Bedingungen sollen den Betroffen deutlich machen, dass sie hier keine Chance haben. Die Asylanträge sollen in Schnellverfahren bearbeitet werden. Bewohnerinnen und Bewohner, werden isoliert, haben kaum Zugang zu Sozial- oder Rechtsberatung und sind schutzlos der Behördenwillkür ausgeliefert. Das Konzept der Regierung geht auf: Wöchentlich kommt es zu zum Teil rechtswidrigen Sammelabschiebungen von hauptsächlich Familien.

Der Bayerische Flüchtlingsrat setzt sich für Schließung der Abschiebelager ein und fordert ein gerechtes, individuelles Asylverfahren und eine menschenwürdige Behandlung für alle Geflüchteten, egal woher sie kommen.

Hier findet ihr umfangreiche Informationen zu den bayerischen Abschiebelagern.

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