Abschiebelager Manching/Ingolstadt (ARE 1)

Die ARE I besteht aus...


... der Max-Immelmann-Kaserne in Manching. Damit die gewünschten Abschiebungen möglichst effektiv durchgesetzt werden können, befinden sich dort diverse Behörden: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB), das Sozialamt und eine Außenstelle des Verwaltungsgerichts. Die Max-Immelmann-Kaserne (MIK) befindet sich in Manching total abgelegen. Der nächste Supermarkt ist 40 Minuten zu Fuß entfernt.

 

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..der Containerunterkunft P3. Sie befindet sich ebenfalls abgelegen im Gewerbegebiet in Ingolstadt.

 

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... der Containerunterkunft Marie-Curie-Straße. Sie liegt direkt neben dem Shopping-Paradies Ingolstadt Village. Exklusives Marken-Outlet-Shopping trifft auf Menschen, die sich nichts mehr leisten können.

 

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...der Containerunterkunft Neuburgerstraße in Ingolstadt. Umzingelt von einer Hauptverkehrsstraße liegt die Unterkunft direkt am „Audikreisel“ und gegenüber vom Einkaufsparadies „Westpark“. Hier musste die Regierung kreativ werden: Anfangs waren in den Abschiebelagern nur Menschen aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ untergebracht und dies laut geltendem Recht so lange wie nötig. Weil viele Menschen abgeschoben wurden, wurden die Lager leerer.
Deshalb wurde beschlossen, dort auch Menschen mit geringer Bleibeperspektive unterzubringen. Das betrifft Geflüchtete aus der Ukraine. Als nicht sicheres Herkunftsland deklariert, dürfen die Betroffenen maximal sechs Monate in einer ARE untergebracht sein.  „Blöd“, hat sich die Regierung gedacht und überlegte, wie sie die Menschen aus der Ukraine länger in der ARE festhalten könnte. Die Lösung war schnell gefunden: Sie wechselte einfach das Schild an der Unterkunft in der Neuburgerstraße um. Aus „ARE“wurde „Gemeinschaftsunterkunft ARE“. Sonst hat sich allerdings nichts geändert.

 

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ARE I:

Aktuelle Belegung: 753
Kapazität: 1.750
Endausbau: 2.900
(Stand: Ende Juli 2016)