Integration statt Abschiebung!

Zahlreiche Organisationen kritisieren die Flüchtlingspolitik in Bayern als rückwärtsgewandt und integrationsfeindlich

 

Beim Thema Flüchtlinge dominieren in Bayern zunehmend Abschiebung und Ausgrenzung. Auch wenn die angekündigte Steigerung der Abschiebezahlen ausblieb, ist die Bilanz Anlass zur Sorge. Die Staatsregierung hat in den letzten Jahren massiv in Abschiebung und Ausreisedruck investiert. Transitzentren sollen eine hohe Zahl Flüchtlinge in Großlagern von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließen. Kinder und Jugendliche werden systematisch vom regulären Schulunterricht ausgeschlossen.
Die Bemühungen um Integration von Flüchtlingen stagnieren bestenfalls. Viele Flüchtlinge dürfen nach Abschluss der Integrationsklasse keine Ausbildung beginnen. Bayernweit dominieren Arbeits- und Ausbildungsverbote.

Der Bayerische Flüchtlingsrat und 18 weitere Organisationen, Verbände und Initativen fordern eine Umkehr in der Flüchtlingspolitik.

In einem offenen Brief an die Bayerische Staatsregierung wird die aktuelle desintegrierende und ausschließende Flüchtlingspolitik beschrieben sowie die daraus resultierenden Forderungen formuliert.
Der offene Brief wurde im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch, 14.03.2018 im Bellevue di Monaco vorgestellt.