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Abendzeitung, 03.01.2017

Abschiebung droht: Salehs Furcht vor der Rückkehr nach Afghanistan

Fünf Jahre lebt ein junger Flüchtling in Bayern, lernt Deutsch, findet einen Job und eine eigene Wohnung. Dann soll er plötzlich abgeschoben werden – und zerbricht an seiner Hoffnungslosigkeit.

Saleh Zazai ist ein Vorzeige-Flüchtling, ein leuchtendes Beispiel für gelungene Integration: Der 31-Jährige hat einen Arbeitsplatz, eine eigene Wohnung und sich nie etwas zuschulden kommen lassen. Er ist beliebt bei Vorgesetzten und Kollegen, spielt Volleyball im Verein – und soll trotz allem abgeschoben werden. Denn Saleh Zazai ist Afghane. Seine Verzweiflung und der psychische Druck sind so groß, dass er versucht hat, sich umzubringen.

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Süddeutsche Zeitung, 02.01.2017

Für Flüchtlinge wird es schwieriger, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen

Stephan Dünnwald, einer der Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats, kritisierte die aktuelle Asylpolitik der Staatsregierung als eine Entwicklung, die auf Jahre Schaden anrichten werde: "Damit werden nicht nur die Integrationsleistungen von Flüchtlingen, sondern auch jene von Ehrenamtlichen, Berufsschulen, Betrieben zunichte gemacht", sagte er. In ein bis zwei Jahren werde dann wieder darüber diskutiert, "was wir mit Zehntausenden geduldeten Flüchtlingen in Bayern machen, die eben nicht abgeschoben werden können". Dann aber sei wertvolle Zeit sinnlos verstrichen - sinnlos für die Betroffenen selbst, aber auch für die bayerische Gesellschaft.

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Süddeutsche Zeitung, 29.12.2016

Zur Untätigkeit verdammt

München, Freising

Junge Flüchtlinge, die keine gute Bleibeperspektive haben, dürfen keine Ausbildung mehr machen. Reinhard Kastorff vom Moosburger Helferkreis kritisiert dies als "schikanöses Vorgehen

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Süddeutsche Zeitung, 20.12.2016

Bayern setzt bei Abschiebungen auf volle Härte

Der Fall liegt bei der Härtefallkommission. Trotzdem soll Ahmad Pouya abgeschoben werden

Bei der Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern aus Afghanistan lassen Bayerns Behörden derzeit offenbar alle bislang geltenden Schranken fallen. Am vergangenen Mittwoch wurde etwa Rahmat Khan in das Flugzeug nach Kabul gesetzt, obwohl der Landtag längst nicht über eine ihn betreffende Petition entschieden hatte. Nun soll offenbar auch der afghanische Musiker und Schauspieler Ahmad Shakib Pouya abgeschoben werden.

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Bayerischer Rundfunk, 18.12.2016

Abschiebepraxis in "besonderen Aufnahmeeinrichtungen"

Menschen aus vermeintlich „sicheren Herkunftsstaaten“ des Westbalkans werden derzeit pauschal aus Deutschland abgeschoben. Oftmals unter fragwürdigen Vorzeichen und unter Verfahrensregeln, die auch vom UN-Flüchtlingshilfswerk beanstandet werden. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung ist die Unterbringung von Menschen, die längst hier lebten, in sogenannten "besonderen Aufnahmeeinrichtungen".

 

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Bayerischer Rundfunk, 18.12.2016

Reaktion auf Abschiebungen

Kirchenasyl in Haßfurt

Als Reaktion auf die aktuelle Abschiebepraxis hat die evangelisch-lutherische Gemeinde im unterfränkischen Haßfurt einem jungen Afghanen und zwei Jesiden aus dem syrisch-irakischen Grenzgebiet Kirchenasyl gewährt.

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Süddeutsche Zeitung, 16.12.2016

Dramen bei der Abschiebung

Am frühen Donnerstagmorgen kurz vor fünf Uhr ist Rahmat Khan auf dem Flughafen von Kabul gelandet. Er hätte gerne darauf verzichtet, Zeitzeuge eines historischen Ereignisses zu werden. Khan und weitere etwa 30 abgelehnte Asylbewerber waren am Mittwochabend im Rahmen der "ersten bundesweiten Sammelabschiebung nach Afghanistan" abgeflogen, wie das Innenministerium bekannt gab.

 

 

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Der Tagesspiegel, 15.12.2016

De Maizière nennt Abschiebung von Afghanen "richtig und notwendig"

Die umstrittene Praxis werde "behutsam" fortgesetzt, sagt de Maizière

Der Bayerische Flüchtlingsrat berichtete von dem Afghanen Kefayat N., der in Dingolfing nachts um drei Uhr aus dem Fenster sprang, als die Polizei ihn festnehmen wollte. Er wurde in eine Klinik eingeliefert. Stephan Dünnwald, Sprecher des Flüchtlingsrats, ging dennoch davon aus, dass auch N. in das Flugzeug nach Afghanistan gesetzt wurde – „dann eben mit einem Gips“, sagte er dem Tagesspiegel.

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Bayerischer Rundfunk, 14.12.2016

Erste Charterflüge starten Richtung Afghanistan

Die Bundesregierung beginnt laut Recherchen offenbar mit Sammelabschiebungen von abgelehnten afghanischen Asylbewerbern. Nach Medienberichten soll heute der erste Charterflug mit 50 Afghanen von Frankfurt nach Kabul starten.

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Süddeutsche Zeitung, 12.12.2016

Nach Flughafen-Vorladungen: Kleine diplomatische Krise mit Senegal

Wenn die Grünen-Politikerin Barbara Lochbihler an diesem Montag in Paris aus dem Flugzeug steigt, wird ihr das zurückliegende Wochenende in den Knochen stecken. Lochbihler, die außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Grünen im Europäischen Parlament, musste aufgebrachten Senegalesen Rede und Antwort stehen. Abgeordnete der dortigen Nationalversammlung drängten mit Fragen auf sie ein: Was denn da los sei in Bayern? Und wie man dazu komme, dort lebende Senegalesen so einfach im Hauruck-Verfahren an den Flughafen zu beordern, ohne ihnen zu sagen, was man überhaupt von ihnen will?

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