Pressespiegel

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Frankfurter Rundschau, 03.02.2004

Wie ein verschnürtes Bündel

Im Frankfurter Prozess um den Tod eines Abschiebehäftlings schildern BGS-Zeugen die Praxis der "Rückführung"

Von "Begleitung" ist an diesem Vormittag die Rede, von "Maßnahmen" zur "sicheren Rückführung" des "Rückzuführenden", von "Sicherung", Begriffe, die auf verbal bereinigten Seitenstraßen der Bürokratie mitunter an dem vorbeiführen, worum es im Prozess gegen drei BGS-Beamte vor dem Frankfurter Amtsgericht geht: den qualvollen Tod des 30 Jahre alten sudanesischen Staatsbürgers Aamir Ageeb am 28. Mai 1999.

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Süddeutsche Zeitung, 02.02.2004

Rote Karte für die Unterkunft

Flüchtlinge demonstrieren gegen Wohnverhältnisse

Brach und trostlos sieht es am Schwankhardtweg aus. Wäre nicht auf dem ehemaligen Flughafengelände in Riem eine staatliche Gemeinschaftsunterkunft für rund vierhundert Flüchtlinge entstanden, würden sich wohl selten Einheimische dorthin verirren.

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Süddeutsche Zeitung, 02.02.2004

Griff gelockert

Tod eines Flüchtlings vor Gericht – Abschiebepraxis geändert

Fast fünf Jahre ist es her, dass Amir Ageeb zu Tode kam; nun stehen jene Männer vor Gericht, die dafür verantwortlich sein sollen. Das Amtsgericht Frankfurt verhandelt vom heutigen Montag an gegen drei Beamte des Bundesgrenzschutzes (BGS), die am 28. Mai 1999 den Sudanesen abschieben sollten.

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Pegnitz-Zeitung, 30.01.2004

Verzweifelte Flüchtlinge

Verzweiflung im Asylantenheim in Hormersdorf: Weil die 17 Flüchtlinge in der einsamen Unterkunft im Schnaittacher Oberland einfach nicht mehr weiter wissen und mit der „totalen Isolation“, wie sie es nennen, nicht mehr klarkommen, haben sie diese Woche die Annahme der Essenspakete verweigert und waren zu einer spontanen Protestaktion mit dem Bus nach Lauf gefahren, wo sie auch die Pegnitz-Zeitung aufsuchten.

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taz, 23.01.2004

Ungeklärt und fern der Heimat

Das heimliche Ausreisezentrum von Engelsberg

Jan S. ist ein Problemfall für die Behörden. Sie haben seinen Asylantrag abgelehnt, können ihn aber nicht abschieben, solange sie nicht wissen, wohin. Neuerdings schickt Bayern "Ungeklärte" wie Jan S. bevorzugt ins beschauliche Engelsberg. Er sagt: "Vielleicht hoffen sie, dass ich abhaue"

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Süddeutsche Zeitung, 10.01.2004

Hämisches Lob vom falschen Diktator

Hohen Besuch – gleichermaßen überraschend wie unwillkommen – hat gestern das Münchner Verwaltungsgericht bekommen. Gnassingbe Eyadema, seit bald 37 Jahren autokratischer Machthaber der westafrikanischen Republik Togo, schaute am Mittag kurz in der Bayerstraße vorbei.

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Fürther Nachrichten, 09.12.2003

"Ich befürchte das Allerschlimmste"

Mann im Ausreisezentrum leidet unter schwerer Psychose, seine Freunde sorgen sich

Vor gut einem Jahr eröffnete das so genannte Ausreisezentrum an der Fürther Hafenstraße. Flüchtlingsorganisationen sprechen konsequent vom "Lager" und prangern menschenunwürdige Zustände für die Bewohner darin an, während Bayerns Innenminister Günther Beckstein vor wenigen Monaten eine positive Bilanz zog.

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Süddeutsche Zeitung, 08.12.2003

Angst vor dem Diktator

Ein Exil-Oppositioneller soll zurück nach Togo, vor dessen Regime er einst floh

Der Termin hat ihm schlaflose Nächte bereitet: Heute, am 9. Dezember, muss Akakpo Dossou im Kreisverwaltungsreferat vorsprechen. Es geht um nichts weniger als seine Abschiebung nach Togo.

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Süddeutsche Zeitung, 06.12.2003

Münchner Exil-Togoer in Angst

Protest gegen die "Schreibtischtäter" / Flüchtlingsorganisation fordert Abschiebestopp

Die Passanten wirken erstaunlich gleichgültig, angesichts der zwanzig Körper, die blutüberströmt und bizarr verrenkt auf den Stufen liegen. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) war am Freitag Schauplatz einer Polit-Performance von Mitgliedern der Flüchtlingsorganisation Karawane.

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Nürnberger Zeitung, 22.11.2003

Ab ins oberbayerische Hinterland

Heftige Kritik von Menschenrechtsverbänden - Innenministerium wiegelt ab

Das bayerische Innenministerium liegt derzeit im Streit mit Flüchtlingsorganisationen. Nach Ansicht des Bayerischen Flüchtlingsrates und der Organisation "res publica" hat die Behörde in Oberbayern eine abgespeckte Version des "Ausreisezentrums" eingerichtet.

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