Münchner Merkur, 19.09.2017

Asyl: Arbeitgeber klagen über "Amtswillkür"

Einige Firmen würden gerne Asylbewerber einstellen. Doch diesen fehlt häufig die Arbeitserlaubnis. Sogar mitten in der Ausbildung wird die Erlaubnis entzogen

Münchner Merkur: Mehrere Unternehmer sind sauer über Stellen, die sie nicht besetzen können, obwohl sie ihre Wunschkandidaten gefunden haben. „Wir haben im Landkreis Erding 1,9 Prozent Arbeitslosigkeit. Wir kriegen keine Mitarbeiter“, klagt Siegfried Ebert in einer Pressekonferenz, zu der die Aktionsgruppe Asyl (AGA) eingeladen hatte.

Der Inhaber von Vinoi Textilpflege in Erding sieht in solchen Behördenentscheidungen eine „rigorose, menschenverachtende Härte“. Er berichtet von zwei nigerianischen Mitarbeitern, die er wegen fehlender Erlaubnisse nicht weiter beschäftigen kann, und einem afghanischen Lehrling, der eventuell seine Ausbildung nach einem Jahr abbrechen muss. Wochen nach Beginn des Lehrjahrs warten Ebert und der junge Asylbewerber immer noch auf die Verlängerung der Arbeitserlaubnis.

 

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