Neues Deutschland, 07.07.2017

Bayern beinhart

Kein anderes Bundesland in Deutschland gebärdet sich dermaßen als kompromissloser Abschieber


Selten konnte man eindrucksvoller beobachten, welche menschlichen Tragödien mit einer Abschiebungen verbunden sind, als am 31. Mai 2017. An einer Berufsschule in Nürnberg hat die Polizei damals den 21-jährigen Afghanen Asef N. abgeholt - gegen den erbitterten Widerstand seiner Mitschüler. Ausgerechnet am Tag des dramatischem Bombenanschlags in der Hauptstadt Kabul sollte er in sein Heimatland abgeschoben werden, aus dem er einst nach Deutschland geflohen ist. Der Protest seiner Mitschüler wurde später durch die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray niedergeschlagen, als sie über einen längeren Zeitraum den Abtransport behinderten. Zuvor hatte die Regierung von Mittelfranken einen abgelehnten Bescheid verzögert zugestellt, um die Nutzung von etwaigen Rechtsmitteln zu verhindern.

Quelle: Neues Deutschland

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