Münchner Merkur, 06.06.2005
Boykott von Essenspaketen geht weiter
Münchner Merkur: Der Boykott von Essenspaketen durch 58 Flüchtlinge in der
Asylunterkunft an der Emma-Ihrer-Straße in Neuhausen geht in den
zweiten Monat. Seit 3. Mai kämpfen die Asylbewerber mit der
Flüchtlingshilfe „Karawane" und dem Bayerischen Flüchtlingsrat gegen
die Zwangsversorgung mit Essenspaketen. Wie die „Karawane" mitteilte,
soll Sozialministerin : Christa Stewens demnächst 2.000
Protestpostkarten erhalten. Die Karawane forderte erneut endlich
Bargeld auszugeben. Die Essenspakete seien eine Bevormundung und
unzureichend, betont die „Karawane". Die Asylbewerber müssten zukaufen,
obwohl sie von den Paketen. leben können sollten.
Wie in den meisten anderen Bundesländern solle der Freistaat deshalb Bargeld zur Selbstversorgung auszahlen.
Der Protest wird laut „Karawane" mit Geld- und Lebensmittelspenden
unterstützt. Die Flüchtlinge seien jetzt zufriedener, da sie genug
Obst, Gemüse und frisches Brot erhielten.
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