dpa, 04.05.2010
Flüchtlingsrat pocht auf bessere Bedingungen
Der Bayerische Flüchtlingsrat hat kurz vor Beratungen des Landtags-Sozialausschusses über die Asylpolitik seine Forderung nach besseren Lebensbedingungen für Flüchtlinge bekräftigt. «Wir fordern die Abschaffung der Flüchtlingslager, ein Recht auf Arbeit für alle, bayernweite Bewegungsfreiheit und Bargeld statt Essenspakete», sagte Alexander Thal vom Flüchtlingsrat am Dienstag in München. Er erwarte, dass die Regierungskoalition aus CSU und FDP im Sozialausschuss am Donnerstag (6. Mai) neue Leitlinien zur Unterbringung von Flüchtlingen in Sammelunterkünften einbringt, die Verbesserungen bringen.
«Wir können uns nicht frei aussuchen, was wir essen. Mit den Essenspaketen wird uns eine bestimmte Art der Ernährung aufgezwungen», sagte Kabamba Ban Ibamba, der in einer Flüchtlingsunterkunft in Hauzenberg bei Passau untergebracht ist. Verschiedene Essgewohnheiten beispielsweise von afrikanischen und arabischen Flüchtlingen würden nicht respektiert. «Wir verlangen kein Fünf-Sterne-Hotel und auch kein Kaviar», betonte der Flüchtling aus dem Kongo.
Nach Angaben des Flüchtlingsrates gibt es in Bayern gegenwärtig rund 7600 Flüchtlinge, die in 117 Sammelunterkünften untergebracht sind.