Augsbuger Allgemeine, 21.04.2017

Staatsschutz ermittelt wegen Demo

Aktivisten protestieren gegen Abschiebepraxis

Konkreter Anlass für die Protestaktion war eine vollzogene und eine versuchte Abschiebung zweier Familien. Polizeibeamte hätten nach Darstellung des Bayerischen Flüchtlingsrates in der Karwoche den Vater der einen Familie und seine knapp zweijährige Tochter aus der Aufnahme und Rückführungseinrichtung (ARE) Ingolstadt-Manching abgeholt. Währenddessen hätte sich die psychisch kranke Mutter stationär im Klinikum Ingolstadt befunden. Zwei weitere Kinder seien in der Obhut des Jugendamtes gewesen. Letztlich sei diese Abschiebung noch gestoppt worden. In einem zweiten Fall sei eine Familie aber abgeschoben worden. Nur die Mutter blieb im Klinikum Ingolstadt zurück. Der Bayerische Flüchtlingsrat hatte das scharf als „Tabubruch“ kritisiert: „Das jetzige Vorgehen der Regierung von Oberbayern, einen Teil der Familie mit nachweislich schwer erkrankten Familienmitgliedern abzuschieben und zu trennen, zeigt, dass die Brutalität und der Skrupel bei Abschiebungen keine Grenzen mehr kennt.“


Quelle: Augsburger Allgemeine

 

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