Süddeutsche Zeitung, 19.12.2017

"Wir sind bereit, bis zum Tod zu hungern"

Im niederbayerischen Deggendorf haben am Montag etwa 145 Asylbewerber nach eigenen Angaben ihren am Wochenende begonnenen Hungerstreik fortgesetzt. Einem Sprecher zufolge verweigern die erwachsenen Flüchtlinge aus dem westafrikanischen Sierra Leone im Transitzentrum Deggendorf bereits seit Samstag die Nahrungsaufnahme. "Es gärt dort seit einer Razzia, die die Polizei da kürzlich gemacht hat", sagt der örtliche evangelische Pfarrer Gottfried Rösch, zu dem die Asylbewerber Vertrauen gefasst haben.

Als Motiv für den sich ausweitenden Protest vermutet Rösch: "Es ist dieser Druck, zu Wort kommen zu wollen, und keiner hört sie an." Hinzu trete die ständige Angst vor der Abschiebung, "die in einem Transitzzentrum doch alle haben".

 

Quelle: Süddeutsche Zeitung

 

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