Pressespiegel

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Bayerischer Flüchtlingsrat, 13.05.2019

Nach Tod im ANKER-Zentrum: Bayerischer Flüchtlingsrat fordert Aufklärung statt Eskalation

Nach dem Todesfall einer 31-jährigen im ANKER-Zentrum bleiben viele Fragen offen

Der Tod einer 31-jährigen Nigerianerin in einer Dependance des ANKER-Zentrums Regensburg am vergangenen Samstagmorgen wirft zahlreiche Fragen auf. Nachdem die Mutter dreier Kinder im Alter von drei bis neun Jahren leblos aufgefunden worden war, kam es während des Versuchs die Leiche abzutransportieren laut einigen Medienberichten zu Tumulten durch Bewohner*innen der Einrichtung. In der Folge war hier mehrfach die Rede von der „Identifizierung der Rädelsführer“. Kein Wort aber fiel bezüglich der Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes – angerückt waren mindestens 20 Streifenwagenbesatzungen.


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Sueddeutsche Zeitung, 07.05.2019

100 Jahre Abschiebehaft

Wie Bayern schon früh versuchte, unliebsame Ausländer über die Grenze zu schaffen

Felleke Bahiru Kum, nach seinem Studium in Regensburg mittlerweile Ingenieur für Biomedizin, ist ein scheuer Mensch. Doch geht es um Asylpolitik, verschafft er sich Gehör. So geschehen am Montag in München, um mit seinen Mitstreitern auf die Aktionswochen "100 Jahre Abschiebehaft" aufmerksam zu machen. Vor Jahren, so berichtete er, sollte er dreimal nach Äthiopien abgeschoben werden. Zwar konnte er jedes Mal die aus seiner Sicht lebensbedrohliche Abschiebung verhindern - nicht zuletzt dank der Piloten, die sich weigerten, bei einem solchen Abschiebeflug mitzumachen. Doch Felleke Bahiru Kum erlebte am eigenen Leib, was es heißt, in Abschiebehaft zu kommen, seinerzeit noch in einer herkömmlichen Justizvollzugsanstalt. Das war bereits 2006, aber: "Ich berate so viele Menschen und sehe, dass die Probleme seit Jahren dieselben bleiben", sagt er.

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TAZ, 25.11.2018

Um vier Uhr früh wird abgeschoben

Die bayerischen Ankerzentren sind ein Ort der Isolation und der Angst. Die Stimmung kann eskalieren – wie jetzt in Donauwörth.

Die Nächte sind immer das Schlimmste für Farhad S. und die sieben Mitbewohner, mit denen er in der Containeranlage in Ingolstadt das Zimmer teilt. „Bis drei Uhr oder auch bis fünf liegen wir wach, können nicht schlafen, flüstern miteinander“, erzählt der 23-jährige Mann aus Afghanistan auf Englisch. „Wir sind alle depressiv, wir haben alle psychischen Stress und denken darüber nach, wie es mit uns weitergeht.“

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24mmjournalism, 15.08.2018

To a War-torn Country – Deportation #15 to Afghanistan

On Tuesday August 14th, the German ‘Federal Ministry of the Interior’ organized yet another mass deportation to Afghanistan from Munich airport. 46 young men were deported to the country that has just recently made it to international news again as Taliban fighters attacked the city of Ghasni leaving dozens of civilians dead. In Munich downtown 600 demonstrators rally to protest the deportation. The Bavarian part of the conservative party ‘CSU’ keeps campaigning against refugees – also announcing recently, that Bavarian-organized mass deportations could take place some time soon.

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taz, 12.08.2018

Seehofer erschwert Flüchtlingshilfe

Kreuzzug gegen das Kirchenasyl

Noch nie gab es so viele Kirchenasylfälle in Deutschland wie derzeit. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will deshalb gegensteuern: Seit Anfang August gelten neue Regeln, die die Belastung der beteiligten Kirchengemeinden oft verdreifachen – und somit wohl zu einem Rückgang des Kirchenasyls führen werden.

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taz, 25.07.2018

Abschiebungen verhindern

Anleitung zum Ungehorsam

Per Facebook-Livestream haben in dieser Woche Tausende Menschen daran teilgenommen, wie die junge Schwedin Elin Ersson die Abschiebung eines Mannes nach Afghanistan im Flugzeug gestoppt hat. Über zwei Stunden weigerte sich Ersson, ihren Platz einzunehmen, schließlich konnte der Mann das Flugzeug verlassen. Ziviler Ungehorsam gegen Abschiebungen, gegen Racial Profiling oder rassistische Polizeigewalt ist nicht neu – die taz erklärt, wie’ s funktioniert.

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Süddeutsche Zeitung, 13.07.2018

Kinder in Ankerzentren

Die Regierung lässt Dutzende Fragen unbeantwortet


Mehrere Studien zeigen, dass die Unterbringung minderjähriger Flüchtlinge in Massenunterkünften für die kindliche Entwicklung in vielfacher Weise ungünstig ist. Im Koalitionsvertrag steht deshalb, dass für sie in den Ankerzentren eine "jugendgerechte Unterbringung zu gewährleisten" sei. Wie diese aussehen soll, darüber scheint sich in der Bundesregierung aber bislang keiner Gedanken gemacht zu haben.

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Deutschlandfunk, 11.07.2018

Rückkehrer brauchen viel Hilfe

Ein 23-jähriger aus Deutschland abgeschobener Afghane hat sich in Kabul erhängt. Dort war er von der Internationalen Organisation für Migration betreut worden. Die kümmert sich um zurückgekehrte Flüchtlinge - von denen viele unter starken psychischen Probleme leiden.

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Süddeutsche Zeitung, 08.07.2018

Flüchtlingsrat wirft Behörden Härte im Umgang mit Schutzbedürftigen vor

Am Freitagmorgen war Sulaiman Tarawally für 16 Minuten und 32 Sekunden wieder in Bayern - aber nur digital am Bildschirm. Per Liveschaltung berichtete er über seine Abschiebung nach Italien. Es war im Mai dieses Jahres, als er zunächst in Abschiebehaft kam und von seiner mittlerweile siebenjährigen Tochter getrennt wurde.

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nordbayern.de, 07.07.2018

Empörung über Abschiebung: Hochschwangere traumatisiert

Psychologin spricht von "Gewalt gegen Schwangere und Kinder"

Auch Wochen nach dem Versuch der Behörden, eine hochschwangere Frau abzuschieben, ist Susanne Simen, Oberärztin der Psychatrie im Nürnberger Klinikum Süd, zornig. Sie behandelt die Folgen solcher Polizeieinsätze.

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