Pressespiegel

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Presseartikel.

InFranken, 17.01.2018

Über 100 Bewohner der Aufnahmeeinrichtung demonstrieren in Bamberg

Flüchtlinge haben am Mittwoch gegen die Bedingungen in der Aufnahmeeinrichtung in Bamberg demonstriert. OB Starke hörte sich die Sorgen der Menschen an.

Über 100 Menschen sind am Mittwoch von der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (AEO) im Osten von Bamberg zum Maxplatz gezogen, um gegen die aus ihrer Sicht unmenschlichen Bedingungen in der AEO zu protestieren. Vor dem Rathaus erreichten sie, dass Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) sich ihre Forderungen anhörte. "Auch wenn die Stadt nicht der richtige Ansprechpartner ist, muss sie trotzdem ein offenes Ohr für die Sorgen haben", erklärte der OB. Er wolle sich die Forderungsliste der Bewohner geben lassen und diese mit dem Leiter der AEO durchgehen, um herauszufinden, ob die Beschwerden stimmen und eventuell Abhilfe geschaffen werden müsse.

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da Hog´n, 21.12.2017

Flüchtlingsprotest in Deggendorf – und die CSU fischt weiter am rechten Rand

Punkt eins: Das Recht in einem Land um Asyl zu bitten, hat nichts mit „Gastfreundschaft“ zu tun, sondern ist ein Menschenrecht. Ebenso wie ein Staat dafür zu sorgen hat, dass Asylsuchende während der Dauer ihres Verfahrens menschenwürdig untergebracht werden. Punkt zwei: Jeder Mensch in diesem demokratischen Staat hat – laut Verfassung – das Recht auf freie Meinungsäußerung und besitzt das Recht, sich zu öffentlichen Versammlungen zusammenzuschließen. Eine Gruppe von diesem Recht ausschließen zu wollen, da deren Meinung nicht mit der eigenen konform geht, ist eine interessante, jedoch schlichtweg falsche Auslegung von Demokratie. Punkt drei: Die Forderung, Flüchtende, die sich nicht an diese CSU-Räson halten, sollten gefälligst in ihr Heimatland zurückkehren, ist – mit Verlaub – durch und durch ekelhaft und widerwärtig.

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Süddeutsche Zeitung, 20.12.2017

"Wenn acht Leute auf 15 Quadratmetern leben, kann man von Hygiene nicht mehr reden"

Flüchtlinge und Unterstützer demonstrierten am Mittwoch vor einer Einrichtung für abgelehnte Asylbewerber in Deggendorf. Die Menschen fordern eine bessere Unterkunft und einen Stopp der Abschiebungen.

Seit der Hungerstreik bekannt ist, wabern Fragen durch die Öffentlichkeit: Wie schlimm sind die Zustände im Transitzentrum wirklich? Wie ernst meinen es die Flüchtlinge mit dem Hungerstreik? Was wollen sie damit bezwecken?

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Süddeutsche Zeitung, 19.12.2017

"Wir sind bereit, bis zum Tod zu hungern"

Im niederbayerischen Deggendorf haben am Montag etwa 145 Asylbewerber nach eigenen Angaben ihren am Wochenende begonnenen Hungerstreik fortgesetzt. Einem Sprecher zufolge verweigern die erwachsenen Flüchtlinge aus dem westafrikanischen Sierra Leone im Transitzentrum Deggendorf bereits seit Samstag die Nahrungsaufnahme. "Es gärt dort seit einer Razzia, die die Polizei da kürzlich gemacht hat", sagt der örtliche evangelische Pfarrer Gottfried Rösch, zu dem die Asylbewerber Vertrauen gefasst haben.

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Taz, 18.12.2017

150 Flüchtlinge im Hungerstreik

Asylbewerber verweigern seit dem Wochenende die Nahrungsaufnahme. Sie üben Kritik an den schlechten Zuständen in den „Abschiebelagern“.

Die Lage in den sogenannten Transitzentren für Flüchtlinge mit geringer Bleibeperspektive kann sehr schnell eskalieren. Das zeigen die Ereignisse seit dem Wochenende in der Unterkunft im niederbayerischen Deggendorf: Dort befinden sich nach Angaben der Flüchtlinge rund 150 Menschen aus Sierra Leone seit Samstag im Hungerstreik und im „Streik der geschlossenen Türen“ – neben Nahrung verweigern sie auch ihre minimalst bezahlten Beschäftigungsmöglichkeiten in dem Camp, die Kinder gehen nicht in den angebotenen Schulunterricht.

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BR24, 18.12.2017

Angeblicher Hungerstreik: Regierung weist Kritik zurück

Nach Angaben des Bayerischen Flüchtlingsrates sind seit dem Wochenende etwa 200 Menschen im Transitzentrum Deggendorf im Hungerstreik - aus Protest gegen ihre Unterbringung. Am Mittwoch soll es eine Demo geben. Allerdings ist immer noch nicht bestätigt, ob die Bewohner tatsächlich hungern. Die Regierung weist alle Vorwürfe zurück.

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Frankfurter Rundschau, 13.12.2017

Ohne Gepäck direkt nach Kabul

Ein junger Afghane wird aus Bayern abgeschoben. Er soll ein „hartnäckiger Identitätsverweigerer“ sein. Doch sein Anwalt erhebt jetzt Vorwürfe gegen Behörden und Polizei

Auch der evangelische Landesbischof Bayerns, Heinrich Bedford-Strohm, äußerte Kritik. Das Vorgehen sei „nicht zu rechtfertigen“, schrieb er am Mittwoch auf Facebook. Ein Sprecher des bayrischen Innenministeriums bezeichnete die Abschiebung auf Anfrage als „rechtmäßig“. Salimi habe seine Geburtsurkunde erst nach mehrfacher Aufforderung vorgelegt. Die Abschiebung sei zudem von einer Entscheidung des Verwaltungsgericht in Bayreuth gedeckt. Und der Sprecher fügte hinzu: „Bayern steht für eine konsequente Abschiebepraxis.“

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Bayerischer Rundfunk, 11.12.2017

Verzweifelte Flüchtlinge im Transitzentrum Manching-Ingolstadt

Das Transitzentrum in Manching und Ingolstadt ist umstritten. Immer wieder kommt es zu Tumulten. Hier sind vor allem abgelehnte Asylbewerber oder solche mit geringen Bleibeperspektiven untergebracht.

Das Leben im Transitzentrum Manching und Ingolstadt ist vor allem eines: perspektivlos. Die Menschen dort haben fast keine Chance in Deutschland bleiben zu dürfen. Heißt also: warten auf die Abschiebung. Aber das passiert nicht nach wenigen Wochen, die Menschen müssen viele Monate in Ungewissheit verbringen.

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Donaukurier, 07.12.2017

"Wir leben hier wie Gefangene"

Asylbewerber aus Nigeria beschweren sich über die Zustände im Transitzentrum - Wachleute in der Kritik

Vor allem die Wachleute kritisiert Raphael: "Sie behandeln uns schwarze Flüchtlinge wie Tiere." Er gibt der Security auch eine Mitschuld an der Eskalation der Gewalt am Mittwochvormittag in einem Raum der Taschengeldausgabe.

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Frankfurter Rundschau, 06.12.2017

Abschiebeflug nach Kabul gestartet

Vom Flughafen Frankfurt startet eine Maschine mit 27 Afghanen nach Kabul. Hunderte protestieren gegen die Abschiebung.

560 Menschen haben nach Polizeiangaben am Mittwochabend am Flughafen gegen Abschiebungen wie diese demonstriert. Sarmina Stuman von der Gruppe „Afghan Refugees Movement“, die die Demonstration angemeldet hat, schätzt die Zahl auf mehr als 700. „Wir wollen Druck auf die hessische Landesregierung ausüben, damit sie einen Abschiebestopp nach Afghanistan verhängt“, sagt Stuman vor Beginn des Demozuges durch das Terminal.

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