Pressespiegel

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Süddeutsche Zeitung, 27.07.2005

Flüchtlingsrat kritisiert brutale Abschiebung

„Exzesse der Rücksichtslosigkeit" / Selbstmordgefährdete mit Gewalt in Flugzeug gebracht

Ein Vater wird vor den Augen seiner Frau in Handschellen abgeführt und ins Gefängnis gesteckt, obwohl er keine Straftat begangen hat. Seine Frau, Mutter von vier Kindern, versucht sich umzubringen und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Die Kinder, alle minderjährig, bleiben allein zurück.

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Landsberger Tagblatt, 15.07.2005

"Was sollen wir mit 40 Euro anfangen?"

Asylbewerber protestierten gestern gegen Essenspakete - Regierung: In 2006 soll ein Bestellsystem eingeführt werden

80 Asylbewerber aus vieler Herren Länder protestierten gestern Vormittag vor dem Zufahrtstor zur Gemeinschaftsunterkunft (GU) gegen die von der Regierung zugeteilten Essenspakete.

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Münchner Merkur, 02.07.2005

Weinkrampf am Flughafen

Freistaat schiebt Familie ab - Suizid-gefährdete Mutter kam direkt aus Psychiatrie

Erwin Bartsch hat resigniert. Der evangelische Gemeindepädagoge aus dem mittelfränkischen Zirndorf hat bis zuletzt gekämpft, dass die sechsköpfige Familie Avdija doch noch in Bayern bleiben kann - zumindest so lange, bis die schwer traumatisierte Mutter Eljheme (39) einigermaßen wiederhergestellt ist.

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Süddeutsche Zeitung, 02.07.2005

Pilot weigert sich, Familie abzuschieben

Die umstrittene Abschiebung einer sechsköpfigen Flüchtlingsfamilie aus dem Kosovo ist am Freitag vorerst geplatzt. Die Mutter erlitt nach dem Transport zum Münchner Flughafen einen Weinkrampf und brach zusammen. Nach Polizeiangaben weigerte sich daraufhin der Pilot der Adria Airways, die Familie nach Slowenien mitzunehmen.

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Junge Welt, 22.06.2005

Flüchtlinge entmündigt

Geld statt Sachleistungen gefordert: Seit sechs Wochen boykottieren Bewohner eines Sammellagers in München ihre Nahrungsmittelpakete

»Wir wollen Geld statt Sachleistungen« und »Das Recht auf Selbstbestimmung gilt auch für Nichtdeutsche« – diese Forderungen standen im Mittelpunkt der Aktionstage gegen Essenspakete für Flüchtlinge in München, die am Dienstag mit einer Kundgebung vor dem bayerischen Sozialministerium zu Ende gingen.

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Frankfurter Rundschau, 21.06.2005

Flüchtlinge verweigern Essenspakete

Boykottierer in Münchner Heim wollen nicht den Freistaat über ihre Ernährung bestimmen lassen

60 Flüchtlinge in einem Münchner Flüchtlingsheim verweigern bereits seit sechs Wochen die Annahme ihrer Essenspakete. Sie wollen stattdessen das Geld dafür ausbezahlt bekommen, um selbst bestimmen zu können, was sie essen. Das Bayerische Sozialministerium aber weigert sich.

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Münchner Merkur, 18.06.2005

Mini-Kompromiss in Debatte um Essenspakete

Podiumsdiskussion im Rathaus

Irgendwann bricht es aus Ahmed Darwisch heraus. „Wir sind nicht wegen dem Essen nach Deutschland gekommen", ruft der syrische Kurde ins Mikrofon. „Zuhause haben wir gegen die Regierung gekämpft." Dass er nun gegen Essenspakete kämpfen müsse, sei schon „komisch."

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Süddeutsche Zeitung, 15.06.2005

Bestenfalls ein Bestellsystem

Der Freistaat will an Essenspaketen festhalten

Zwei Tomaten, eine Zitrone, zwei Orangen, ein Glas Gewürzgurken, 200 Gramm Scheiblettenkäse, 100 Gramm Rinderbierwurst, zwei Becher Milchdessert, 250 Gramm Butter, ein Kilo Brot oder zehn Semmeln, 1,5 Liter Wasser, 1,5 Liter Limonade, l Liter H-Milch, ein Stück Hähnchen, sechs Eier, 500 Gramm Bulgur-Weizen.

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Neue Osnabrücker Zeitung, 10.06.2005

Wie freiwillig ist die Rückkehr?

Geht es nach den Vorstellungen von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU), dann soll das Heseper "Erfolgsmodell" der Rückkehrförderung von Asylbewerbern in allen Bundesländern Schule machen.

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Münchner Merkur, 09.06.2005

Streit um Essenspakete weitet sich aus

Flüchtlinge wollen Nahrung selbst wählen

Der Protest der rund 60 Flüchtlinge, die in der Barackenunterkunft an der Emma- Ihrer-Straße seit fünf Wochen die Annahme von Essenspaketen boykottieren, zieht weitere Kreise. Laut Matthias Weinzierl vom Bayerischen Flüchtlingsrat will sich eine zweite Münchner Unterkunft beteiligen.

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