Pressespiegel

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Presseartikel.

Süddeutsche Zeitung, 04.06.2005

Boykott gegen „Junkfood"

Erneuter Streit um Essenspakete für Flüchtlinge

Sie klappern die Geschäfte rund um den Hauptbahnhof ab, fahren zur Großmarkthalle und bitten um Spenden von Lebensmitteln, die sonst weggeworfen würden. Dann laden sie die Pakete ins Auto und bringen sie in die Emma-Ihrer-Straße.

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Bayern 1 Mittagsmagazin, 24.05.2005

„Wir wollen selber bestimmen, was wir essen“

Flüchtlinge in der Emma-Ihrer-Straße verweigern Annahme von Essenspaketen

20 Flüchtlingsheime gibt es in München. Darin wohnen Menschen aus den verschiedensten Nationen zusammen, teilsweise erst kurz, teilweise schon Jahre. Versorgt werden sie durch Lebensmittelpakete und Sachspenden der Landesregierung. 64 Flüchtlinge im Heim in der Emma-Ihrer-Strasse verweigern seit mittlerweile drei Wochen die Annahme dieser Essenspakete.

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Münchner Merkur, 11.05.2005

Geld statt Gurke

Flüchtlinge boykottieren die Annahme von Essenspaketen

Eine Gurke. Eine Banane. Eine Packung Toastbrot. "Und jetzt sagen Sie mir mal, was ich daraus kochen soll!", schimpft Richard Joseph Kingo. Vielleicht Gurke auf Toast, mit einem Hauch Bananensoße? Kingo lacht höhnisch auf. Er hat sie satt, die Essenspakete, die er in der Gemeinschaftsunterkunft an der Emma-Ihrer-Straße bekommt. So satt, dass er sich dem Boykott angeschlossen hat.

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Süddeutsche Zeitung, 05.11.2004

Zu viel Reis, zu wenig Öl

In Münchens Flüchtlingsunterkünften leben 3600 Menschen aus aller Welt - ein Problem ist die Versorgung mit Speis und Trank / Den Prozess um in Paketen abgepacktes Essen für Asylbewerber hat Oberbayern verloren

„Dass hier lauter asoziale Leute leben, ist Blödsinn", sagt Herr M., Mitarbeiter des Asylantenheims in der Emma-Ihrer-Straße, der sich gerade in Rage spricht und seinen Namen nicht gerne in der Zeitung liest.

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Süddeutsche Zeitung, 19.05.2004

Gericht fordert Staat heraus

Münchner Kammer hält Gesetz für verfassungswidrig

Wie wird man unerwünschte Gäste los? Man macht es ihnen so ungemütlich, dass sie freiwillig wieder gehen. Nach diesem Rezept behandelt die Staatsregierung nur widerwillig geduldete Ausländer, die sie nicht einfach abschieben darf.

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Frankfurter Rundschau, 07.04.2004

"Vorsicht bei Anwesenheit von Menschenrechtsgruppen"

Interne Dokumente des Bundesgrenzschutzes zeigen, wie die Beamten fünf Jahre nach dem Erstickungstod des Sudanesen Aamir Ageeb bei Abschiebungen vorgehen sollen

Vor fünf Jahren erstickte der Sudanese Aamir Ageeb während einer Abschiebung vom Frankfurter Flughafen, weil Beamte ihn gefesselt und in den Sitz gedrückt hatten. Interne BGS-Bestimmungen, die der FR vorliegen, sollen solche Todesfälle verhindern, doch Zwang ist weiter an der Tagesordnung.

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Süddeutsche Zeitung, 27.03.2004

Landgericht düpiert KVR und Amtsrichter

"So einfach kann man einen 16-Jährigen nicht nach Stadelheim stecken" / Abschiebehaft des jugendlichen Kosovaren ohne eingehende Prüfung widerspricht der Rechtslage

Die Ohrfeigen tragen das Aktenzeichen 13 T 5162/04. Dahinter verbirgt sich ein 16-jähriger Junge. Valenton heißt er, stammt aus dem Kosovo, und soll zusammen mit seiner Mutter und den beiden jüngeren Geschwistern möglichst bald in seine Heimat abgeschoben werden, die er vor zehn Jahren zuletzt gesehen hat.

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Süddeutsche Zeitung, 24.03.2004

Junger Kosovare wieder auf freiem Fuß

Der 16-jährige Valenton aus dem Kosovo wurde gestern auf Anordnung des Landgerichts aus der Abschiebehaft entlassen. Wie berichtet, war der Jugendliche, der mit seiner Familie seit zehn Jahren in München lebt, in der vergangenen Woche aus dem Klassenzimmer heraus verhaftet und nach Stadelheim gebracht worden.

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Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004

Wie das Gesetz es befiehlt

Trotz schwerer Unruhen: Der 16-jährige Valenton soll mit seiner Familie in den Kosovo abgeschoben werden

Das Tor ist leer. Valenton ist bisher drin gestanden und den Bällen hinterher gehechtet. Der Torwart der "Harras Bulls", einer Mannschaft der Interkulturellen Münchner Straßenfußball-Liga, sitzt jetzt in Stadelheim in Abschiebehaft. Valenton ist 16 Jahre alt, er war sechs, als er mit seiner Familie geflohen ist

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Jungle World, 11.02.2004

Jeder drückt auf seine Weise

Fast fünf Jahre nach dem gewaltsamen Tod Aamir Ageebs stehen drei BGS-Beamte vor Gericht

Elf Plastikfesseln, ein fünf Meter langes Seil, vier Klettbänder mit Durchzugsösen, ein handelsüblicher Motorradhelm ohne Visier, eine Decke und ein Kissen – mit diesen Mitteln malträtierten Beamte des Bundesgrenzschutzes (BGS) Aamir Ageeb, um ihn gegen seinen Willen in den Sudan abschieben zu können.

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