Pressespiegel

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Presseartikel.

Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004

Wie das Gesetz es befiehlt

Trotz schwerer Unruhen: Der 16-jährige Valenton soll mit seiner Familie in den Kosovo abgeschoben werden

Das Tor ist leer. Valenton ist bisher drin gestanden und den Bällen hinterher gehechtet. Der Torwart der "Harras Bulls", einer Mannschaft der Interkulturellen Münchner Straßenfußball-Liga, sitzt jetzt in Stadelheim in Abschiebehaft. Valenton ist 16 Jahre alt, er war sechs, als er mit seiner Familie geflohen ist

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Jungle World, 11.02.2004

Jeder drückt auf seine Weise

Fast fünf Jahre nach dem gewaltsamen Tod Aamir Ageebs stehen drei BGS-Beamte vor Gericht

Elf Plastikfesseln, ein fünf Meter langes Seil, vier Klettbänder mit Durchzugsösen, ein handelsüblicher Motorradhelm ohne Visier, eine Decke und ein Kissen – mit diesen Mitteln malträtierten Beamte des Bundesgrenzschutzes (BGS) Aamir Ageeb, um ihn gegen seinen Willen in den Sudan abschieben zu können.

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Frankfurter Rundschau, 10.02.2004

"Ageeb schrie nach Luft"

Zeugin schildert Kampf des Abschiebehäftlings im Flugzeug

Kurz vor seinem Tod hat Aamir Ageeb mehrmals laut nach Luft geschrieen. Das sagte am Montag vor dem Frankfurter Schöffengericht eine Passagierin des Fluges aus, bei dem der Abschiebehäftling 1999 erstickt war.

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Frankfurter Rundschau, 05.02.2004

Pilot hielt Ageeb für "Mörder"

Schwere Vorwürfe gegen BGS in Prozess um Tod des Sudanesen

Im Prozess um den Tod des 1999 bei einer Flugabschiebung erstickten Sudanesen Aamir Ageeb hat eine Flugbegleiterin die drei angeklagten BGS-Beamten schwer belastet. Der Flugkapitän sagte, Grenzschützer hätten Ageeb als "Mörder" bezeichnet - eine klare Fehlinformation.

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Süddeutsche Zeitung, 03.02.2004

Tod eines Asylbewerbers aus dem Sudan

Prozessauftakt in Frankfurt / Angeklagte BGS-Beamte verweigern die Aussage

Vor dem Amtsgericht Frankfurt hat am Montag der Prozess gegen drei Beamte des Bundesgrenzschutzes (BGS) begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen die fahrlässige Tötung des 30-jährigen Asylbewerbers Aamir Ageeb vor, der am 28. Mai 1999 in den Sudan abgeschoben werden sollte.

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taz, 03.02.2004

Beamte improvisierten tödlich

Fast fünf Jahre nach dem Erstickungstod des Sudanesen Ageeb sind drei Beamte wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der gefesselte und geknebelte Mann starb im Flugzeug nach Khartum. Die Beamten hatten sich auf "eigene Erfahrungen" verlassen

Drei Bundesgrenzschutzbeamte müssen sich seit gestern wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht in Frankfurt am Main verantworten. Sie sind angeklagt, am 18. Mai 1999 den Tod des Sudanesen Aamir Ageeb verschuldet zu haben.

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Frankfurter Rundschau, 03.02.2004

Wie ein verschnürtes Bündel

Im Frankfurter Prozess um den Tod eines Abschiebehäftlings schildern BGS-Zeugen die Praxis der "Rückführung"

Von "Begleitung" ist an diesem Vormittag die Rede, von "Maßnahmen" zur "sicheren Rückführung" des "Rückzuführenden", von "Sicherung", Begriffe, die auf verbal bereinigten Seitenstraßen der Bürokratie mitunter an dem vorbeiführen, worum es im Prozess gegen drei BGS-Beamte vor dem Frankfurter Amtsgericht geht: den qualvollen Tod des 30 Jahre alten sudanesischen Staatsbürgers Aamir Ageeb am 28. Mai 1999.

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Süddeutsche Zeitung, 02.02.2004

Rote Karte für die Unterkunft

Flüchtlinge demonstrieren gegen Wohnverhältnisse

Brach und trostlos sieht es am Schwankhardtweg aus. Wäre nicht auf dem ehemaligen Flughafengelände in Riem eine staatliche Gemeinschaftsunterkunft für rund vierhundert Flüchtlinge entstanden, würden sich wohl selten Einheimische dorthin verirren.

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Süddeutsche Zeitung, 02.02.2004

Griff gelockert

Tod eines Flüchtlings vor Gericht – Abschiebepraxis geändert

Fast fünf Jahre ist es her, dass Amir Ageeb zu Tode kam; nun stehen jene Männer vor Gericht, die dafür verantwortlich sein sollen. Das Amtsgericht Frankfurt verhandelt vom heutigen Montag an gegen drei Beamte des Bundesgrenzschutzes (BGS), die am 28. Mai 1999 den Sudanesen abschieben sollten.

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Pegnitz-Zeitung, 30.01.2004

Verzweifelte Flüchtlinge

Verzweiflung im Asylantenheim in Hormersdorf: Weil die 17 Flüchtlinge in der einsamen Unterkunft im Schnaittacher Oberland einfach nicht mehr weiter wissen und mit der „totalen Isolation“, wie sie es nennen, nicht mehr klarkommen, haben sie diese Woche die Annahme der Essenspakete verweigert und waren zu einer spontanen Protestaktion mit dem Bus nach Lauf gefahren, wo sie auch die Pegnitz-Zeitung aufsuchten.

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