Pressespiegel

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Presseartikel.

Zeit online, 16.05.2018

Ankerzentren: Bundesländer verweigern Seehofer die Unterstützung

Horst Seehofer möchte noch im Sommer Ankerzentren für Flüchtlinge einrichten. Doch nach Informationen der ZEIT will sich neben Bayern nur Sachsen daran beteiligen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Einrichtung von Ankerzentren bis August gefordert, doch die meisten Bundesländer haben daran offenbar kein Interesse. Auf Anfrage der ZEIT bestätigte nur der Freistaat Sachsen, sich neben Bayern an der Pilotphase für die neuen Einreise- und Abschiebezentren beteiligen zu wollen. Das Bundesinnenministerium hatte zunächst mitgeteilt, dass auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen erste Ankerzentren errichtet würden. Das wiesen die beiden Landesregierungen in der ZEIT jedoch zurück

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Donaukurier, 16.05.2018

Nur für Zaungäste

Asylbewerber lassen während Presserundgang im Transitzentrum ihrer Frustration freien Lauf

Die Stimmung im Transitzentrum ist sehr gereizt, Frustration greift mit Macht um sich. Davon bekamen gestern gut 50 Journalisten bei einer geführten Tour durch die einstige Immelmann-Kaserne einen unverblümten Eindruck: Dutzende Asylbewerber nutzten die Präsenz der Reporter, um wütend ihre Lebensumstände zu beklagen. Kurzfristig entglitt den Regierungsvertretern die Kontrolle über den als Paradevorführung gedachten Presserundgang

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Augsburger Allgemeine, 15.05.2018

Aufruhr im Vorzeige-Flüchtlingslager Manching

Für das Innenministerium ist das Transitzentrum in Manching Vorbild für die geplanten Ankerzentren. Bei einem Pressetermin protestierten die Bewohner

Das Transitzentrum in Manching mit seinen drei Außenstandorten in Ingolstadt und seinen aktuell rund 1100 Bewohnern soll nach der Vorstellung von Bundesinnenminister Horst Seehofer Vorbild sein für die bundesweit geplanten Ankerzentren. Geht es nach den Menschen, die dort leben, dann gibt es dort nichts Vorbildhaftes. Das Essen? „Zu wenig, zu schlecht.“ Die Zimmer? „Viel zu klein.“ Die Ausstattung für Babys? „Es gibt nicht genug Windeln.“ Die Menschen sind aufgebracht, wütend. „Man wird verrückt hier“, sagt einer. Sie wollen raus aus dem Transitzentrum, in dem die meisten von ihnen schon viele Monate, manche gar mehr als ein Jahr leben. Einer hält ein Plakat hoch, auf dem steht: „Wir sind es leid, in Lagern zu leben.“ Martin Nell sagt: „Die Unterbringung ist völlig in Ordnung. Es ist eine menschenwürdige Situation, die wir gut verantworten können.“

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Mittelbayerische Zeitung, 15.05.2018

Blick hinter die Kulissen in Manching

Erstmals seit langem darf die Presse ins Transitzentrum Manching. Es könnte Modell werden für die umstrittenen Ankerzentren

Es ist der erste Presse-Termin seit langem – außer zugelassenen Helfern darf niemand einfach so auf das Gelände. Privatsphäre, das wird klar, haben die rund 1100 Menschen hier kaum. Und auch wenn sie das Gelände verlassen dürften: Der Zaun rund um die ehemalige Max-Immelmann-Kaserne, wo rund 400 Geflüchtete leben, vermittelt nicht gerade ein Gefühl von Freiheit, nach der sich die Menschen vermutlich bei ihrer Flucht gesehnt haben. „We need freedom“ („wir wollen Freiheit“) skandieren sie nun Richtung Pressetross. Frauen schieben Kinderwagen in die erste Reihe, klatschen und singen im Rhythmus. Auf einem Transparent, mit dem sie später vor dem Zaun mit Flüchtlingshelfern demonstrieren, steht: „We are tired of living in camps“

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Bayerischer Rundfunk, 15.05.2018

Flüchtlinge demonstrieren im Transitzentrum Manching

Bei einem Vor-Ort-Termin der Regierung von Oberbayern im Transitzentrum Manching ist es zu tumultartigen Szenen gekommen. Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne demonstrierten hunderte Flüchtlinge für bessere Lebensbedingungen

Der Termin war angekündigt. Eigentlich ist das Transitzentrum Manching für die Öffentlichkeit nicht zugänglich – doch heute durften Medienvertreter rein. Die Regierung von Oberbayern wollte über die Situation in der Einrichtung informieren. Der Besuch des Pressepulks wurde jedoch schnell gestört. Hunderte Flüchtlinge demonstrierten. Sie kritisierten die Zustände in den Camps. Die Flüchtlinge beklagen vor allem den langen Aufenthalt. Viele berichten, dass sie bereits seit zehn Monaten oder länger hier sind

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Donaukurier, 15.05.2018

Tumult beim Presserundgang im Transitzentrum Ingolstadt

Asylbewerber demonstrieren gegen Zustände in Immelmann-Kaserne - Sicherheitskräfte schreiten ein

Am Dienstagvormittag ist es in der Immelmann-Kaserne in Oberstimm während eines Presserundgangs zu einem Tumult gekommen. Erst unterhielten sich die Asylbewerber mit den etwa 50 Journalisten über die ihrer Meinung nach menschenunwürdigen Zustände in dem Lager. Dann plötzlich begannen etwa 100 Afrikaner spontan zu demonstrieren. Sie riefen "We want freedom, we want peace!" und hielten Plakate in die Luft, auf denen stand: "Wir sind es leid, in Lagern zu leben." Sie forderten eine Verteilung auf kleinere Unterkünfte

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Donaukurier, 15.05.2018

"Lagerfreies Bayern"

Heute Protestkundgebung vor Transitzentrum

Das Bündnis "Lagerfreies Bayern" ruft am heutigen Dienstag, 15. Mai, zu einer Kundgebung gegen die Abschiebelager auf. Beginn ist um 11 Uhr vor der früheren Max-Immelmann-Kaserne in Manching. Sie dient als "Bayerisches Transitzentrum Manching/Ingolstadt". Hintergrund der Protestveranstaltung ist die geplante bundesweite Einführung sogenannter Anker-Einrichtungen nach dem Vorbild der Abschiebelager in Manching und Bamberg. Die Grünen fordern eine dezentrale Unterbringung aller Asylbewerber "statt Abschottung hinter Stacheldraht"

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Passauer Neue Presse, 10.05.2018

Herrmann: Bayern plant mehrere Ankerzentren für Flüchtlinge

In den bayerischen Anker- oder Transit-Zentren (Herrmann: "Der Name ist noch nicht entschieden") soll jeweils die Kapazitäten für 1500 Asylbewerber geschaffen werden. "Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es schwierig wird, das vernünftig zu steuern, wenn es mehr Menschen sind. In Bayern werden wir das aber als Richtwert zu Grunde legen", sagte Herrmann. Mit der Umsetzung wolle man "möglichst zügig vorankommen und noch in diesem Jahr dafür sorgen, dass alle neuankommenden Flüchtlinge dieses Verfahren durchlaufen". Dabei werde in Bayern der Betrieb "definitiv in der Hand des Landes sein", sagte der bayerische Innenminister. "Wir freuen uns, wenn der Bund das überall bestmöglich unterstützt. Aber es ist der ausdrückliche Wunsch der Regionen vor Ort, dass der Freistaat diese Einrichtungen betreibt

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Münchner Merkur, 10.05.2018

Herrmann will „Anker-Zentren“ für Flüchtlinge in allen Regierungsbezirken

Bayerns Innenminister hat nun neue Details zu den geplanten „Anker-Zentren“ genannt - offenbar soll jeder Regierungsbezirk eine solche Einrichtung erhalten

In Bayern sollen nach dem Willen der Landesregierung in allen Regierungsbezirken sogenannte Anker-Zentren für Flüchtlinge entstehen. „In Bayern haben wir mit der Zusammenführung der Behörden sowohl in Manching-Ingolstadt als auch in Bamberg sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der Passauer Neuen Presse. Diese Einrichtungen stünden Pate für das, was im Koalitionsvertrag festgeschrieben worden sei. „Bei uns soll es aber nicht bei diesen beiden Zentren bleiben: Wir planen derzeit, in allen Regierungsbezirken eine solche Einrichtung zu schaffen“, sagte er

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Mittelbayerische Zeitung, 10.05.2018

„Ankerzentrum“ für Asyl in Regensburg?

Innenminister Herrmann plant die neuen Flüchtlingseinrichtungen in allen Regierungsbezirken. Start: noch 2018.

Auch Regensburg und Deggendorf sind potenzielle Standorte für die bundesweit geplanten „Ankerzentren“ zur Beschleunigung von Asylverfahren. Das bestätigte jetzt der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Die Einrichtungen, aus denen Asylbewerber bei einem ablehnenden Bescheid direkt in ihre Heimat zurückgeführt werden sollen, sind nach seinen Worten in jedem bayerischen Regierungsbezirk angedacht. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir irgendwo eine völlig neue Einrichtung aus dem Boden stampfen. Vielmehr werden wir prüfen, ob in vorhandenen Einrichtungen, wie es sie bereits in Manching-Ingolstadt, Donauwörth, Bamberg, Regensburg, Deggendorf, Zirndorf oder Schweinfurt gibt, die notwendigen Behörden angesiedelt werden können“, sagt der CSU-Politiker

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