Pressespiegel

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Presseartikel.

Pro Asyl, 23.01.2018

Jede Woche Dutzende von Toten in Afghanistan – doch es wird weiter abgeschoben

Erst am Wochenende hat ein schwer bewaffnetes Kommando, vermutlich der Taliban, den bislang größten Anschlag im Jahr 2018 in Kabul verübt. Mehr als 20 Menschen wurden im Hotel Intercontinental getötet. Mit diesem Anschlag haben die Taliban wieder einmal demonstriert, dass sie überall und zu jeder Zeit in Kabul zuschlagen können und die Vorstellung der deutschen Asylbehörden Lügen gestraft, es gebe sichere Gebiete im Lande.

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BR 24, 23.01.2018

Abschiebung ausgesetzt

Junger Flüchtling aus Afghanistan darf vorerst in Kempten bleiben

Die Nachricht kam in letzter Minute: Der junge Afghane aus Kempten, der heute nach Kabul hätte abgeschoben werden sollen, darf erst einmal in Deutschland bleiben. Ihm drohe in seiner Heimat die Steinigung, sagen die Unterstützer des 21-Jährigen.

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Frankfurter Rundschau, 23.01.2018

Erneuter Abschiebeflug gen Kabul

Trotz der Kämpfe in der afghanischen Hauptstadt soll eine Maschine mit Flüchtlingen und Migranten vom Flughafen Düsseldorf starten.

Der Vorfall ist ein weiterer Beleg dafür, wie instabil die Sicherheitslage in Afghanistan ist. Trotzdem soll an diesem Dienstagabend vom Flughafen Düsseldorf wieder ein Flugzeug mit Abschiebehäftlingen Richtung Kabul starten. Die Flüchtlingsräte in Nordrhein-Westfalen und Bayern sagten der FR, dass sie davon ausgingen, dass die Abschiebungen stattfinden würden. An Bord der Maschine sollen ihren Informationen zufolge mindestens zehn Personen sein, neun aus Bayern und einer aus Nordrhein-Westfalen. Unter den neun Flüchtlingen aus Bayern sollen ein Straftäter sowie mehrere Flüchtlinge sein, die Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht begangen haben sollen. Bei einem der Fälle aus Bayern gebe es erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Abschiebung, so Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat, da sich die Person derzeit in der geschlossenen Psychiatrie befinde.

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Welt, 22.01.2018

Ein Kandidat sitzt derzeit in der Psychiatrie

Aus Bayern seien bisher acht Kandidaten bekannt, sagte der Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats, Stephan Dünnwald. Außerdem solle ein Mann aus Baden-Württemberg abgeschoben werden. Ein Kandidat aus Nordrhein-Westfalen stehe ebenfalls auf der Liste, hieß es vom Flüchtlingsrat NRW. Zu Passagieren aus anderen Bundesländern gab es zunächst keine Angaben.

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Süddeutsche Zeitung, 21.01.2018

Helfer sind von Politik enttäuscht

"Die Frustration ist groß", sagen Unterstützer von Asylbewerbern

Dass Asylbewerber kaum arbeiten dürfen und jetzt auch noch Stellen für die Asylsozialberatung gestrichen werden, darunter leiden nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch ihre ehrenamtlichen Helfer. Das zeigte sich beim 5. Asylgipfel der Helferkreise in Oberbayern, zu dem rund 200 Teilnehmer aus den Unterstützerkreisen nach München kamen. "Die Frustration ist groß", sagte Pfarrer Jost Herrmann, Koordinator des Unterstützerkreises in Weilheim und Mitorganisator des Treffens, "der Hauptgrund aufzuhören, ist die bayerische Politik".

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Süddeutsche Zeitung, 18.01.2018

"Die Staatsregierung lässt auf Biegen und Brechen Afghanen einsammeln"

Trotz der prekären Sicherheitslage in Afghanistan werden weiter Flüchtlinge in ihr Heimatland abgeschoben. Am 23. Januar wollen Bund und Länder das nächste Flugzeug mit abgelehnten Asylbewerbern nach Kabul schicken. Der Chef des Bayerischen Flüchtlingsrats, Stephan Dünnwald, rechnet damit, dass mindestens 15 Afghanen, die zuletzt im Freistaat lebten, von der Abschiebung betroffen sein werden. Einer der Männer ist der 21-jährige Yosufi E., dem in Afghanistan die Steinigung droht.

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InFranken, 17.01.2018

Über 100 Bewohner der Aufnahmeeinrichtung demonstrieren in Bamberg

Flüchtlinge haben am Mittwoch gegen die Bedingungen in der Aufnahmeeinrichtung in Bamberg demonstriert. OB Starke hörte sich die Sorgen der Menschen an.

Über 100 Menschen sind am Mittwoch von der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (AEO) im Osten von Bamberg zum Maxplatz gezogen, um gegen die aus ihrer Sicht unmenschlichen Bedingungen in der AEO zu protestieren. Vor dem Rathaus erreichten sie, dass Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) sich ihre Forderungen anhörte. "Auch wenn die Stadt nicht der richtige Ansprechpartner ist, muss sie trotzdem ein offenes Ohr für die Sorgen haben", erklärte der OB. Er wolle sich die Forderungsliste der Bewohner geben lassen und diese mit dem Leiter der AEO durchgehen, um herauszufinden, ob die Beschwerden stimmen und eventuell Abhilfe geschaffen werden müsse.

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da Hog´n, 21.12.2017

Flüchtlingsprotest in Deggendorf – und die CSU fischt weiter am rechten Rand

Punkt eins: Das Recht in einem Land um Asyl zu bitten, hat nichts mit „Gastfreundschaft“ zu tun, sondern ist ein Menschenrecht. Ebenso wie ein Staat dafür zu sorgen hat, dass Asylsuchende während der Dauer ihres Verfahrens menschenwürdig untergebracht werden. Punkt zwei: Jeder Mensch in diesem demokratischen Staat hat – laut Verfassung – das Recht auf freie Meinungsäußerung und besitzt das Recht, sich zu öffentlichen Versammlungen zusammenzuschließen. Eine Gruppe von diesem Recht ausschließen zu wollen, da deren Meinung nicht mit der eigenen konform geht, ist eine interessante, jedoch schlichtweg falsche Auslegung von Demokratie. Punkt drei: Die Forderung, Flüchtende, die sich nicht an diese CSU-Räson halten, sollten gefälligst in ihr Heimatland zurückkehren, ist – mit Verlaub – durch und durch ekelhaft und widerwärtig.

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Süddeutsche Zeitung, 20.12.2017

"Wenn acht Leute auf 15 Quadratmetern leben, kann man von Hygiene nicht mehr reden"

Flüchtlinge und Unterstützer demonstrierten am Mittwoch vor einer Einrichtung für abgelehnte Asylbewerber in Deggendorf. Die Menschen fordern eine bessere Unterkunft und einen Stopp der Abschiebungen.

Seit der Hungerstreik bekannt ist, wabern Fragen durch die Öffentlichkeit: Wie schlimm sind die Zustände im Transitzentrum wirklich? Wie ernst meinen es die Flüchtlinge mit dem Hungerstreik? Was wollen sie damit bezwecken?

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Süddeutsche Zeitung, 19.12.2017

"Wir sind bereit, bis zum Tod zu hungern"

Im niederbayerischen Deggendorf haben am Montag etwa 145 Asylbewerber nach eigenen Angaben ihren am Wochenende begonnenen Hungerstreik fortgesetzt. Einem Sprecher zufolge verweigern die erwachsenen Flüchtlinge aus dem westafrikanischen Sierra Leone im Transitzentrum Deggendorf bereits seit Samstag die Nahrungsaufnahme. "Es gärt dort seit einer Razzia, die die Polizei da kürzlich gemacht hat", sagt der örtliche evangelische Pfarrer Gottfried Rösch, zu dem die Asylbewerber Vertrauen gefasst haben.

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