Pressemitteilungen

Nach Gewaltvorwürfen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Securitychef im ANKER-Zentrum Bamberg

Bayerischer Flüchtlingsrat fordert sofortige Entlassung der Sicherheitsdiensfirma Fair Guards Security aus dem Bamberger ANKER-Zentrum

Wir sehen, dass die Abschottung der Bayerischen Lager für Geflüchtete dazu führt, dass Gewalt gegen die Bewohner*innen nur schwer aufgedeckt werden kann und nicht adäquat nachverfolgt wird. Sicherheitsdienst und Regierung arbeiten hier so eng zusammen, dass eine Aufarbeitung der Problematik nicht erwünscht ist. In Bamberg kommt hinzu, dass sogar die Führungsebene des dort arbeitenden Sicherheitsdienstunternehmens in die Gewalt gegen Geflüchtete verstrickt istBereits seit 2017 gibt es immer wieder Berichte über gewaltsames und rassistisches Verhalten von Mitarbeitenden von Fair Guards Security gegenüber Geflüchteten. Diese Firma weiter zu beschäftigen ist nicht mehr haltbar. Aus diesem Grund fordern wir die sofortige Entlassung des Sicherheitsdienstunternehmens Fair Guards Security aus dem ANKER-Zentrum Oberfranken und eine Abschaffung der gewaltbegünstigenden Massenunterkünfte.

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Nürnberger Ausländerbehörde soll menschenfreundlicher werden

Wohlfahrtsverbände und Menschenrechtsorganisationen verfassen offenen Brief an den Nürnberger Stadtrat Der Nürnberger Ausländerbehörde steht voraussichtlich ein Wechsel bevor: Olaf Kuch, der die Behörde aktuell leitet, soll zum Stadtrechtsdirektor befördert werden, weshalb die Leitungsstelle vakant wird (wir haben bereits am 29.04.2020 berichtet). Die Ausländerbehörde Nürnberg war bisher bekannt für ihre besonders harten Entscheidungen sowie eine restriktive […]

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Bayerischer Flüchtlingsrat begrüßt Ermittlungen zur Security-Gewalt im ANKER-Zentrum Bamberg

Von angeblich deeskalierendem Verhalten beim Bamberger Sicherheitsdienst keine Spur

Spätestens seit 2017 gibt es regelmäßig Vorwürfe gegenüber der Sicherheitsdienstfirma Fair Guards Security wegen Gewalt gegenüber GeflüchtetenWir haben mehrere Fälle dokumentiert, in welchen Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers von gewaltsamen Übergriffen berichtet haben. In den wenigsten Fällen wurde Anzeige erstattet, da die Geflüchteten Angst vor weiteren gewaltvollen Konsequenzen durch den Sicherheitsdienst haben. Wenn Anzeige erstattet wurde, dann liefen die Ermittlungen ins Leere. Auch die Regierung von Oberfranken hat die Hinweise regelmäßig ignoriert. Dass nun Ermittlungen eingeleitet wurden, begrüßen wir sehr. Wir hoffen, dass jetzt Bewegung in die Sache kommt, den Betroffenen endlich geglaubt wird und die Verantwortlichen zur Rechnung gezogen werden!

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Bamberg: Mit Sicherheit KEIN gutes Gefühl

Handyvideo zeigt, wie ein Sicherheitsdienstmitarbeiter des ANKER-Zentrums Bamberg einen Bewohner gegen den Kopf tritt | Bayerischer Flüchtlingsrat erstattet Anzeige und fordert Abschaffung der Missstände

Die Bilder zeigen deutlich, dass Fair Guards Security von einer professionellen, interkulturell geschulten und deeskalierenden Arbeit meilenweit entfernt ist. Diese Firma ist für den Einsatz in einem Flüchtlingslager nicht geeignet, das Verhalten ihrer Mitarbeiter zeugt von Machtmissbrauch und menschenverachtender RepressionDie bayerische Staatsregierung ist für die Gewalt, die Geflüchtete hier erleben müssen, mit verantwortlich. Wer große Lager schafft, schafft Konflikte. Innenminister Joachim Herrmann forciert seit Jahren den Einsatz von Sicherheitsdiensten, um Konflikte zu entschärfen, die aus der Unterbringung in großen Lagern entstehen. Doch auch hier zeigt sich, dass Sicherheitsdienste keine Probleme lösen, sondern sogar verursachen. Diese Konflikte lassen sich nur mit der Schließung der Lager lösen, nicht jedoch mit gewaltvoller Unterdrückung und Entrechtung!

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Appell an die Innenminister*innen: Landesaufnahmeprogramme für Flüchtlinge jetzt!

PRO ASYL, Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Jugendliche ohne Grenzen und Landesflüchtlingsräte fordern anlässlich der Innenministerkonferenz vom 17.-19. Juni 2020 die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus europäischen und außereuropäischen Flüchtlingslagern

Die Aufnahmezusage von bis zu 400 Minderjährigen und ihrer Angehörigen aus den griechischen Elendslagern nach Deutschland – so begrüßenswert sie im Einzelfall ist – ist nichts mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Kapazitäten der EU-Hotspots sind um ein Vielfaches überschritten (31.891 Schutzsuchende bei einer Kapazität von 6.095 Plätzen, Stand 05.06.2020), es gibt weder ausreichende sanitäre Anlagen noch eine funktionierende Gesundheitsversorgung.

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