Süddeutsche Zeitung, 23.03.2018

In Bayern kümmert sich jetzt der "schwarze Sheriff" um die Flüchtlinge

Dem Innenministerium sind nun die Themen Asyl und Integration zugeteilt worden. Joachim Herrmann hatte sechs Abteilungen abgeben müssen. Wohlfahrtsverbände sorgen sich, dass Herrmann den Druck erhöht, um Asylbewerbern Leistungen zu kürzen


Integration sei keine primär ordnungspolitische Aufgabe, sagt Michael Bammessel, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege Bayern. Wenn die Staatsregierung Zugewanderte vor allem als Sicherheitsthema sehe, sei das "ein unheilvolles Signal des Misstrauens". Alexander Thal vom Bayerischen Flüchtlingsrat befürchtet, dass Integrationspolitik dem alleinigen Ziel der Abschreckung und Abschiebung untergeordnet wird. Zu seinen Ängsten gehört, dass Herrmann den Druck erhöht, um Asylbewerbern Leistungen zu kürzen und die Migrationsberatung zu einer reinen Rückkehrberatung wird.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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