Unterstützung für die Rückkehr von Fawad zu seiner Frau Elisa

Fawad wurde im Januar 2019 nach Afghanistan abgeschoben. Er und seine Verlobte waren kurz davor zu heiraten – bis die Abschiebung alle Pläne jäh zerstörte. Mittlerweile sind sie verheiratet und werdende Eltern. Nun versuchen die beiden alles, damit Fawad wieder nach Deutschland kommen kann. Wir möchten Sie hierbei unterstützen.

Eine Rückkehr ist aufwendig, zeit- und vor allem kostenintensiv. Der Kampf um die Rückkehr, hat die Zwei bereits sehr viel Geld gekostet. Zu anfallenden Anwaltskosten, Dokumentenbeschaffung, müssen nun auch noch Visa, Flug und Abschiebekosten bezahlt werden. Wer Fawad sowie weitere junge Afghanen bei der Rückkehr unterstützen will, kann das sehr auf Better Place machen. Zur Spendenplattform >>>

Die Geschichte von Fawad und Elisa

Am 07.01.2019 wurde Fawad P. aus Lohr am Main nach Afghanistan abgeschoben. Fawad lebte mehr als drei Jahre in Deutschland. Bis ihm die Arbeitserlaubnis entzogen wurde, arbeitete er in einem Imbiss. Mehrere Anträge auf eine Ausbildungserlaubnis blieben leider erfolglos. Fawad spielte beim TSV Sackenbach Fußball und galt dort als festes und wichtiges Mitglied im Verein. Darüber hinaus lebte Fawad in einer festen Beziehung mit Elisa, ebenfalls aus Lohr am Main. Mittlerweile sind die beiden werdende Eltern.

 

Das junge Paar war verlobt und hatten schon fast alle Unterlagen zusammen um heiraten zu können. Doch dann wurde Fawad abgeschoben. Elisa war dabei, als die Polizei Fawad am Morgen aus der Wohnung holte. Seitdem versuchen die beiden verzweifelt, eine Rückkehr nach Deutschland zu organisieren. „Es ist nicht einfach. Wenn wir täglich telefonieren, weinen wir -  weil die ganze Situation an unseren Nerven nagt,“ erzählt Elisa. Doch die Zwei kämpfen beharrlich weiter. Elisa hat etliche Gefahren und Kosten auf sich genommen und ist im März 2019 nach Kabul gereist um ihren Verlobten dort zu heiraten. Doch bis alle erforderlichen Dokumente vorhanden waren um die Eheschließung vor dem Standesamt anerkennen zu lassen, vergingen nochmal einige Monate. Schließlich müssen die Dokumente von diversen afghanischen Behörden bestätigt und dann noch ins Deutsche übersetzt werden.

 

Ein weiterer Stolperstein ist die Einreisesperre, die abgeschobenen Asylbewerber*innen auferlegt wird. So dürfte Fawad Deutschland und den Schengenraum für 36 Monate nicht betreten. Doch auch dies haben die Zwei bewältigt - die Einreisesperre wurde durch die zuständige Ausländerbehörde auf Antrag befristet. Das junge Paar wartete rund 15 Monate auf einen Termin bei der deutschen Botschaft in Islamabad in Pakistan. Mittlerweile hat Fawad einen Termin bekommen und kann Anfang April nach Islamabad reisen. Da die deutsche Botschaft in Afghanistan nach dem verehrenden Anschlag am 31. Mai 2017 immer noch nicht arbeitsfähig ist, müssen Afghanen Visaanträge bei den Botschaften in Pakistan oder Indien stellen.

 

In der Zwischenzeit wird die Situation für Fawad immer angespannter und gefährlicher. So wurde er bereits mehrmals Zeuge von Anschlägen und hat bereits Drohungen an sich und seine Familie erhalten. Fawads Bruder kam im September 2019 bei einem Anschlag der Taliban ums Leben.

Der bisherige Kampf um eine Rückkehr, hat das Paar bereits sehr viel Geld gekostet. Und es wird noch mehr werden. Für die Reise nach Pakistan, das Visaprozedere, der Flug nach Deutschland sowie die Abschiebekosten – werden Fawad und Elisa voraussichtlich noch einige Tausend Euro zahlen müssen.

 

Elisa und Fawad haben sich diese Situation nicht ausgesucht und hätten nie damit gerechnet, dass Fawad abgeschoben wird. Seitdem zeigen die beiden eine unermüdliche Kraft, Ausdauer und Durchhaltevermögen. Alle was sie möchten, ist in Sicherheit als kleine Familie zusammenleben zu können. Wir möchten die beiden bei ihrem Weg unterstützen - wenigstens durch einen finanziellen Beitrag. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Die menschenverachtende Politik Bayern zerstört Familien, Freundschaften und Partnerschaften. Wir wollen diesen unsinnigen und menschenfeindlichen bayerischen Weg nicht akzeptieren. Politisch wie auch im Einzelfall.

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