Veranstaltungsreihe: Toolbox Asyl und Migration #3

WISSEN – AUSTAUSCH – HANDELN – Eine Vortragsreihe des Bayerischen Flüchtlingsrats

Unsere Vortragsreihe geht in die mittlerweile 3. Runde. Auch dieses Jahr beschäftigen wir uns mit allerhand Themen, rund um „Asyl und Migration“. Was haben Geflüchtete aus der Ukraine ohne ukrainischen Pass für Perspektiven? Gibt es noch Möglichkeiten, wenn jemand bereits eine Anerkennung in einem anderen EU-Staat hat? Bringt das neue Chancenaufenthaltsrecht eigentlich überhaupt was und wenn ja – für wen? Und dann gibt es immer länderspezifische Unterschiede, wie zum Beispiel bei Pakistan oder der Türkei.

Mit der Veranstaltungsreihe „Toolbox Asyl und Migration“, wollen wir uns mit alltäglichen Fragen und Fallstricken aus der Beratung und Unterstützung von Geflüchteten beschäftigen. Das Asyl- und Aufenthaltsrecht ist so restriktiv wie kompliziert. Zwischen Bundesländern, aber auch Regierungsbezirken und jeweiligen Ausländerbehörden gibt es enorme Unterschiede in der Entscheidungspraxis. Wir haben Praktiker:innen aus ganz Bayern gefragt und einige der meist gefragtesten Themen und Problemstellungen herausgesucht. Expert:innen aus den jeweiligen Bereichen, werden die rechtliche und praktische Situation beleuchten und sich Zeit nehmen, unsere Fragen zu beantworten.

Die Veranstaltungreihe richtet sich an Geflüchtete, Ehren- und Hauptamtliche. In der Regel finden die Veranstaltungen auf deutsch statt. Bei manchen Veranstaltungen gibt es eine Übersetzung – dies finden Sie in der unten stehenden Veranstaltungsbeschreibung.

Die Veranstaltungen finden online über Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Interesse melden Sie sich bitte über die untenstehenden Links an. Wir senden Ihnen die Zugangsdaten per E-Mail zu. Bei Fragen können Sie sich gerne an kontakt@fluechtlingsrat-bayern.de wenden.

Toolbox Asyl und Migration: Termine

Aufenthaltsperspektiven für Drittstaatler*innen aus der Ukraine

Am 31. August 22 endete für viele Drittstaatenangehörige aus der Ukraine die Möglichkeit, sich rechtmäßig ohne Aufenthaltstitel in Deutschland aufzuhalten. Der Aufenthalt gemäß §24 Aufenthaltsgesetz ist für einen Großteil der Geflüchteten ohne ukrainischen Pass nicht möglich. Doch was gibt es für Möglichkeiten für Drittstaatler*innen, die Voraussetzungen einen mittel- oder langfristigen Aufenthalt in Deutschland zu schaffen?

Wie läuft das mit der Aufnahme eines Studiums oder einer Arbeit? Unter welchen Voraussetzungen kann ein §24 AufenthG doch klappen? Und wie ist das mit dem Asylverfahren?

Am Dienstag, den 29. November, wird Rechtsanwältin Anna Frölich einen rechtlichen Input zu dieser Thematik geben und gemeinsam mit uns, offene Fragen diskutieren.

Di, 29.11.2022 | 18.00 – 19.30 Uhr | Rechtsanwältin Anna Frölich
Die Veranstaltungen finden online über Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung über unser Formular. Wir senden Ihnen die Zugangsdaten per E-Mail zu.

Drittstattenverfahren – Was tun mit einer Anerkennung aus einem anderen EU-Staat
„Der Antrag wird als unzulässig abgelehnt“. Viele kennen diese Formulierung, wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Asylantrag ablehnt. Doch was bedeutet eigentlich „unzulässig“? Damit teilt das BAMF mit, dass es den Asylantrag nicht annimmt. Das kommt vor allem bei Asylfolgeanträgen und Dublin-Verfahren vor. Doch es gibt noch etwas anderes. Die sogenannten Verfahren von International Schutzberechtigten – also Menschen, die bereits in einem anderen EU-Staat eine Anerkennung erhalten haben. Umgangssprachlich häufig „Drittstaatenverfahren“ genannt. Die Drittstaatenregelung hat nochmal viele andere Nachteile. Es gibt zum Beispiel keine Überstellungsfrist wie im Dublin-Verfahren. Weiter zeigen BAMF und Verwaltungsgerichte weniger Akzeptanz bei der Feststellung von systemischen Mängeln in dem jeweiligen Land. Auch können manchmal enorme finanzielle Sanktionen der Sozialleistungen folgen.

Was tun, wenn die Abschiebung eines international Schutzberechtigten droht? Was kann vielleicht schon vor einer Ablehnung des Asylantrag getan werden? Was bringt eine Klage vor dem Verwaltungsgericht? Gibt es überhaupt Perspektiven, sich gegen eine Abschiebung nach beispielsweise Griechenland, Italien oder Bulgarien zu wehren? All dies wollen wir am Dienstag, den 06. Dezember mit Rechtsanwältin Maria Kalin diskutieren. Neben einem Input zu den rechtlichen Grundlagen, besprechen wir praktische Tipps und Tricks und haben daneben viel Zeit für eure Fragen.

Di, 06.12.2022 | 18.00 – 19.30 Uhr | Rechtsanwältin Maria Kalin
Die Veranstaltungen finden online über Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung über unser Formular. Wir senden Ihnen die Zugangsdaten per E-Mail zu.

Das neue Chancenaufenthaltsrecht – Was kann es, für wen kommt es in Betracht?
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Di, 13.12.2022 | 18.00 – 19.30 Uhr | Rechtsanwältin Antonella Giamattei
Die Veranstaltungen finden online über Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
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