Aktuelle Informationen zu Afghanistan

Die Bundesregierung hat am 26. August 2021 die Evakuierungen eingestellt. Wir haben keinen direkten Kontakt zum Auswärtigen Amt, weiteren deutschen konsularischen Vertretungen oder Einfluss auf Evakuierungs- und Ausreisemöglichkeiten. In dringenden Einzelfällen können Sie natürlich dennoch eine Mail an kontakt@fluechtlingsrat-bayern.de schreiben.
Das Auswärtige Amt aktualisiert fortlaufend Informationen zu Afghanistan. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Website des Auswärtigen Amtes. Hier finden Sie die Informationen des Auswärtigen Amtes auf Dari.

Aktuelle Informationen zu Ausreisen aus Afghanistan in Dari als PFD (Stand 04. Oktober 2021).

Ab dem 26.08.21 hat die Bundesregierung Evakuierungsflüge aus Afghanistan eingestellt. Es ist unklar, ob und wie gefährdete Personen weiter unterstützt werden können. Das Auswärtige Amt aktualisiert fortlaufend Informationen zu Afghanistan. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Website des Auswärtigen Amtes. Derzeit gibt es ausschließlich Visa- und Ausreiseangebote für Ortskräfte sowie besonders gefährdete Afghan:innen, die bis zum Do, 26.08.2021 eine Aufnahmezusage vom Auswärtigen Amt erhalten haben. Wir empfehlen dennoch, sich weiter beim Auswärtigen Amt sowie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu melden. Leider müssen wir darauf hinweisen, dass die Erfolgsaussichten solcher Anzeigen im Moment mehr als gering sind.

Aktuelle Informationen zu Ausreisen aus Afghanistan in Dari als PFD (Stand 04. Oktober 2021). Bitte beachten Sie, dass sich die Lage laufend ändert und die Übersetzungen ggf. nicht auf dem aktuellsten Stand sind. Wir bemühen uns aber, alle neuen Informationen zeitnah einzupflegen.

Ortskräfte (die für die Bundeswehr oder Institutionen der Entwicklungshilfe, Menschenrechtsorganisationen o.ä.) gearbeitet haben, sollen sich auf jeden Fall bei ihren ehemaligen Arbeitsgeber:innen melden.

Ortskräfte, die für das Auswärtige Amt gearbeitet haben: okv@kabu.auswaertiges-amt.de
Ortskräfte der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit): okv-afghanistan@giz.de (personenbezogen) und afghanistan-info@giz.de (allgemein)
Ortskräfte, die für das BMZ gearbeitet haben: okv@bmz.bund.de
Ortskräfte, die für das BMVg gearbeitet haben: RSMESEinsWVStOKV@bundeswehr.org
Weitere bedrohte Afghan:innen können sich auf dem Portal www.diplo.de/bues melden. Wie das Auswärtige Amt mit den Meldungen weiter verfährt, ist unklar. Es ist außerdem möglich, sich an die allgemeine Adresse buergerservice@diplo.de zu wenden. Die Adresse (040-krise19@diplo.dewird bald nicht mehr bedient (Stand 21.09.2021). Weiter hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Formular zur Kontaktaufnahme eingerichtet.

Das Auswärtige Amt aktualisiert fortlaufend Informationen zu Afghanistan. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Website des Auswärtigen Amtes.

Hier finden Sie nützliche Informationen des deutschen Caritasverbandes e.V. zu Ortskräften, gefährdeten Personen und dem Familiennachzug (Stand 27.10.2021)

Weitere bedrohte Afghan:innen können sich auf dem Portal www.diplo.de/bues melden. Wie das Auswärtige Amt mit den Meldungen weiter verfährt, ist unklar. Es ist außerdem möglich, sich an die allgemeine Adresse buergerservice@diplo.de zu wenden. Die Adresse (040-krise19@diplo.dewird bald nicht mehr bedient (Stand 21.09.2021).
Weiter hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Formular zur Kontaktaufnahme eingerichtet.

Das Auswärtige Amt aktualisiert fortlaufend Informationen zu Afghanistan. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Website des Auswärtigen Amtes

Hier finden Sie nützliche Informationen des deutschen Caritasverbandes e.V. zu Ortskräften, gefährdeten Personen und dem Familiennachzug (Stand 27.10.2021)

Journalist:innen (auch ohne Bezug zu Deutschland) können sich an Nothilfe@reporter-ohne-grenzen.de wenden. Weitere bedrohte Afghan:innen können sich auf dem Portal www.diplo.de/bues melden. Wie das Auswärtige Amt mit den Meldungen weiter verfährt, ist unklar. Es ist außerdem möglich, sich an die allgemeine Adresse buergerservice@diplo.de zu wenden. Die Adresse (040-krise19@diplo.dewird bald nicht mehr bedient (Stand 21.09.2021). Weiter hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Formular zur Kontaktaufnahme eingerichtet.

Das Auswärtige Amt aktualisiert fortlaufend Informationen zu Afghanistan. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Website des Auswärtigen Amtes

Personen die einen gültigen Aufenthaltstitel für Deutschland haben, können damit einreisen. Bei abgelaufenen Aufenthaltstiteln wenden Sie sich bitte an die deutschen Botschaften in Islamabad oder Neu Delhi. Diese können Visa für eine Weiterreise ausstellen.

Weitere bedrohte Afghan:innen können sich auf dem Portal www.diplo.de/bues melden. Wie das Auswärtige Amt mit den Meldungen weiter verfährt, ist unklar. Es ist außerdem möglich, sich an die allgemeine Adresse buergerservice@diplo.de zu wenden. Die Adresse (040-krise19@diplo.dewird bald nicht mehr bedient (Stand 21.09.2021). Weiter hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Formular zur Kontaktaufnahme eingerichtet.

Das Auswärtige Amt aktualisiert fortlaufend Informationen zu Afghanistan. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Website des Auswärtigen Amtes

Personen mit einer deutschen Staatsangehörigkeit, sollen sich auf der Krisenvorsorgeliste Elefand eintragen und unbedingt unter afg.diplo.de registrieren. Ferner kann das Auswärtige Amt über das Bürgertelefon unter 030-5000 2000 sowie über das Kontaktformular erreicht werden.

Personen, denen vom Auswärtigen Amt eine Ausreise in Aussicht gestellt wurde, sollen vom Auswärtigen Amt kontaktiert werden. Die Kommunikation läuft über einen externen Dienstleister (info@vaoffice.org), die die Vorbereitungen der Ausreise unterstützen. Weiter ist es empfehlenswert, sich an die oben genannten Kontakte (z.B. bei Ortskräften die jeweiligen Arbeitgeber) wenden. Weiter kann sich auf dem Portal www.diplo.de/bues gemeldet werden. Es ist außerdem möglich, sich an die allgemeine Adresse buergerservice@diplo.de zu wenden. Die Adresse (040-krise19@diplo.dewird bald nicht mehr bedient (Stand 21.09.2021). Aunfahmezusagen vom Auswärtigen Amt, erfolgen über folgende E-Mail-Adresse: notification@vaoffice.org. Bei Zusagen von anderen Mailadressen, bitte die Seriösität prüfen (es sind Fälschungen im Umlauf) und ggf. beim Auswärtigen Amt nachfragen.

Personen die eine Aufnahmezuge erhalten haben und sich bereits in einem anderen Land befinden, sollten mit der jeweiligen deutschen Botschaft vor Ort Kontakt aufnehmen. Hier finden Sie Kontakte zu den Botschaften in Usbekistan, Tadschikistan, Iran, Indien, Pakistan und Katar.
Weiter hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Formular zur Kontaktaufnahme eingerichtet.

Das Auswärtige Amt aktualisiert fortlaufend Informationen zu Afghanistan. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Website des Auswärtigen Amtes

Hier finden Sie nützliche Informationen des deutschen Caritasverbandes e.V. zu Ortskräften, gefährdeten Personen und dem Familiennachzug (Stand 27.10.2021)

Personen die bereits einen Antrag auf Familienzusammenführung gestellt haben, müssen laut Auswärtigem Amt weiter auf eine Antwort der zuständigen Botschaft warten. Wir empfehlen dennoch, sich mit Beratungsstellen/Anwält:innen sowie der Ausländerbehörde und/oder dem Bayerischen Innenministerium und ggf. auch mit der zuständigen Botschaft in Verbindung zu setzen. Vielleicht können einige Abläufe im Visaverfahren beschleunigt werden.

Personen, die noch keinen Antrag auf Familienzusammenführung gestellt haben, können dies bei den Botschaften in Islamabad oder Neu Delhi tun. Leider gibt es aktuell noch keine Informationen, dass auch andere deutsche Auslandsvertretungen Anträge auf Familiennachzüge bearbeiten. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) kann auch weiterhin bei Anträgen unterstützen: info.fap.af@iom.int.

Neue Anträge zum Familiennachzug sind in der aktuellen Situation vermutlich schwierig. Leider umfasst der Familiennachzug nach wie vor nur die sog. Kernfamilie (minderjährige Kinder, Ehegatten, Eltern von minderjährigen Kindern). Nur im sog. Ortskräfteverfahren, kann es unter Umständen Ausnahmen geben. Weiter kann es etwas Erleichterungen beim Nachweis von Sprachkenntnissen geben. Sprachkenntnisse müssen nicht mehr zwangsläufig durch das Goehte-Institut, sondern können „alternativ“ nachgewiesen werden. Was genau akzeptiert wird, ist bislang unklar.

Sie können versuchen, über das Auswärtige Amt (evtl. in Verbindung mit dem jeweiligen Innenministerium) eine Aufnahmezusage gem. §22 AufenthG zu erhalten. Dies sollte besonders für schutzbedürftige Frauen versucht werden, die in Bayern lebende Angehörige haben, konkret Ehefrauen, ggf. Schwestern, Kinder bis zum 21. Lebensjahr ( evtl. auch Männer unter 21 Jahren, die im Familienverbund leben) mit besonderer Gefährdungslage.

Der §36 Abs. 2 AufenthaltsG bietet grundsätzlich die Möglichkeit ein Visum für „sonstige“ Familienangehörige beantragen zu können. Hierzu muss eine außergewöhnliche Härte vorliegen. In der Vergangenheit wurde diese Möglichkeit von Seiten der Behörden leider sehr restriktiv behandelt.

Hier finden Sie nützliche Informationen des deutschen Caritasverbandes e.V. zu Ortskräften, gefährdeten Personen und dem Familiennachzug (Stand 27.10.2021)

Wichtig: Immer die Namen aller betroffenen Personen, Geburtsdaten, Passnummern (Austellungs- und Ablaufdatum), Staatsangehörigkeiten und Erreichbarkeiten (Telefon/Mail) sowie Adresse angeben! Bei Fallmeldungen bitte immer den individuellen Deutschlandbezug (falls vorhanden), politische/gesellschaftliche Aktivität (am besten mit Nachweisen) und die individuelle Bedrohung beschreiben.

Weitere Informationsmöglichkeiten zur Ausreise und Evakuierung

Das Bundesinnenministerium hat einen FAQ zum Themenkomplex Afghanistan erstellt (Stand 08.10.2021)

Der Niedersächsische Flüchtlingsrat informiert auf seiner Website aktuell und ausführlich in den Sprachen deutsch, dari und englisch zu Möglichkeiten einer Ausreise aus Afghanistan. Die Informationen gibt es hier.

Handbook Germany stellt aktuelle Informationen zur Ausreise auf deutsch, farsi, paschtu und englisch zur Verfügung.

Der UNHCR stellt Informationen mit Hinweisen, Kontaktaufnahmen und Relocationsprogrammen anderer Länder zur Verfügung. Kontakt zu den UNHCR-Vertretungen in anderen Ländern.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellt auf der Website Informationen für die Beratungspraxis zur Verfügung.

Pro Asyl hat Hinweise für afghanische Geflüchtete und Berater*innen erstellt.

Hier finden Sie nützliche Informationen des deutschen Caritasverbandes e.V. zu Ortskräften, gefährdeten Personen und dem Familiennachzug (Stand 27.10.2021)

Pro Asyl hat die wichtigsten Fakten zur Aufnahme aus Afghanistan nach § 22 Satz 2 Aufenthaltsgesetz veröffentlicht.

Der Niedersächsische Flüchtlingsrat hat Anfang Juli Informationen zum sog. Ortskräfteverfahren bereitgestellt. Diese gibt es hier.

Auf diesem Pad werden aktuelle, allgemeine Informationen zur Unterstützung von bedrohten Afghan:innen gesammelt: https://kabul.int.igel-muc.de/

Aktuelle Informationen zu Ausreisen aus Afghanistan in Dari als PFD (Stand 04. Oktober 2021). Wir bemühen uns aber, alle neuen Informationen zeitnah einzupflegen.

Für manche afghanische Staatsbürger:innen besteht die Möglichkeit, in anderen Staaten einzureisen, da sie für diese Staaten gearbeitet haben oder Familienangehörige dort haben. Auch kann es sein, dass andere Staaten generell vereinfachte Visabedingungen anbieten. Wir empfehlen hier, sich vor Ort zu erkundigen, inwiefern eine Ausreise in einen anderen Staat möglich ist.

Generelle Informationen zur Ausreise in andere Staaten
Informationen zu Evakuierungs- und Ausreisemöglichkeiten in andere Staaten gibt es auf folgender Seite unter dem Link Leaving Afghanistan. Dort sind Informationen zu folgenden Ländern gelistet: Kanada, USA, Großbritannien, Deutschland, Niederlande, Dänemark, Belgien, Schweden, Tschechien, Spanien, Italien, Schweiz, Türkei, Indien, Pakistan, Iran, Usbekistan, Tajikistan, Kasachstan, China, Neuseeland, Vereinigte Arabische Emirate und Israel. Wir können über die Richtigkeit dieser Daten keine Auskunft geben.

Frankreich
Die Menschenrechtsorganisation Watizat aus Frankreich hat auf ihrer Facebookseite laufend aktualisierte Informationen zu einer Ausreise von Afghanistan nach Frankreich.

Großbritannien
Die britische Regierung hat Telefonnummern und E-Mailadressen für Menschen, die sich in Afghanistan befinden, zur Verfügung gestellt (Stand 21.8.21). Das Angebot richtet sich an Personen mit britischer Staatsangehörigkeit, Personen, die für britische Behörden und Organisationen gearbeitet haben, sowie bedrohte Personen ohne britische Staatsbürgerschaft.
Kontaktmöglichkeiten im Überblick | Aufnahmeprogramm der britischen Regierung

USA und Kanada
Die kanadische Regierung hat Informationen zu einer Ausreise nach Kananada auf ihrer Website zur Verfügung gestellt.

Auf der nichtoffiziellen Website Visa for Afghans werden Informationen gesammelt, wie Visumverfahren für USA, Kanada und zum Teil auch Deutschland durchlaufen werden können.

UNHCR-Informationen
Der UNHCR stellt Informationen mit Hinweisen, Kontaktaufnahmen und Relocationsprogrammen anderer Länder zur Verfügung. Kontakt zu den UNHCR-Vertretungen in anderen Ländern.

Der Weg zum Flughafen sowie die Situation am Flughafen sind gefährlich und chaotisch. Wir können hier keine Risiko- oder Gefahreneinschätzung geben. Derzeit finden keine Evakuierungsflüge der Bundesregierung statt. Der zivile Flugverkehr wurde in Teilen wieder aufgenommen. Bitte informieren Sie sich regelmäßig darüber, wie die Situation am Flughafen ist, ob zivile oder militärische Flüge aktuell starten und ob die Gates offen sind. Es gibt eine Hotline, die über die Situation am Flughafen berichtet: 030 18172911.

Aktuelle Informationen zu Ausreisen aus Afghanistan in Dari als PFD (Stand 04. Oktober 2021). Bitte beachten Sie, dass sich die Lage laufend ändert und die Übersetzungen ggf. nicht auf dem aktuellsten Stand sind. Wir bemühen uns aber, alle neuen Informationen zeitnah einzupflegen.

Aktuelle Informationen zu Ausreisen aus Afghanistan in Dari als PFD (Stand 04. Oktober 2021). Bitte beachten Sie, dass sich die Lage laufend ändert und die Übersetzungen ggf. nicht auf dem aktuellsten Stand sind. Wir bemühen uns aber, alle neuen Informationen zeitnah einzupflegen.

Hier finden Sie Seiten und Social-Media-Accounts, die über die aktuelle Lage in Afghanistan berichten.

Auswärtiges Amt: Themenschwerpunkt Afghanistan auf der Website des Auswärtigen Amts und Unterstützung für deutsche Staatsangehörige und weitere Schutzbedürftige

Social-Media-Accounts, die zur aktuellen Situation in Afghanistan informieren:

Natalie Amiri/ARD | Al Jazeera News | Waslat Hasrat-Nazimi/Deutsche Welle | Emran Feroz/Deutschlandfunk | BBC-Breaking News | Afghanistan Analysts Network | Thomas Ruttig | Erik Marquardt/Die Grünen | Deutsche Botschaft in Kabul | Auswärtiges Amt | Aufenthaltstatus/aktivistischer Account mit vielen Infos zur Unterstützung

Aktuelle Informationen zu Ausreisen aus Afghanistan in Dari als PFD (Stand 04. Oktober 2021). Bitte beachten Sie, dass sich die Lage laufend ändert und die Übersetzungen ggf. nicht auf dem aktuellsten Stand sind. Wir bemühen uns aber, alle neuen Informationen zeitnah einzupflegen.

Handykarten aufladen
Vielfach wurde im Netz berichtet, dass über die Website https://www.ding.com/de Prepaidkarten weltweit aufgeladen werden können. Da es zur Zeit in Afghanistan kaum die Möglichkeit gibt, an Bargeld etc. zu kommen, kann dies hilfreich sein, um Prepaidkarten von Afghan:innen in Afghanistan vom Ausland aus aufzuladen. Zum Aufladen wird die Handynummer sowie der jeweilige Mobilfunkanbieter benötigt. Bitte achten Sie darauf, Bestätigungsmails auf Ihre E-Mailadressen weiterzuleiten. Wir können zu dieser Funktion keine weitere Auskunft geben.

Datensicherheit
Tipps, um die eigene Online-Präsenz (Browser, Facebook etc.) vor Zugriffen der Taliban zu schützen. Dies ist auch für Unterstützende aus dem Ausland ratsam.

Spenden
Die Initiative Luftbrücke Kabul hat Flugzeuge gechartert, um nach Kabul zu fliegen und Evakuierungen zu unterstützen. Die Aktion ist auf Spenden angewiesen. Auf der Website finden sich zudem Anschreiben an deutsche Politiker:innen.

Der afghanische Frauenverein sowie Ärzte ohne Grenzen – Hilfen in Afghanistan rufen derzeit zu Spenden auf.

Die Website Afghanistanrelief.carrd.co hat einige Spendenmöglichkeiten von vorwiegend privaten und zivilgesellschaftlichen Organisationen gelistet. Über die jeweilige Arbeit vor Ort und Weitergabe der eingenommenen Gelder können wir keine Auskunft geben. Weiter sind auf dieser Seite Petitionen sowie Formbriefe zum Anschreiben von Politiker:innen gesammelt.

Petitionen
Luftbrücke für Afghan:istan – Retttung aller gefährdeter Menschen jetzt!
Schützt die Freiheit und Sicherheit von afghanischen Frauen und Mädchen!
Pro Asyl: Retten statt Reden. Weitere Aufnahme jetzt!

Aktuelle Informationen zu Ausreisen aus Afghanistan in Dari als PFD (Stand 04. Oktober 2021). Bitte beachten Sie, dass sich die Lage laufend ändert und die Übersetzungen ggf. nicht auf dem aktuellsten Stand sind. Wir bemühen uns aber, alle neuen Informationen zeitnah einzupflegen.

Beratungshinweise zu Afghanistan
Rechtsanwalt Hubert Heinhold der Kanzlei Wächtler und Kollegen hat eine Zusammenfassung von Hinweisen zu Afghanistan formuliert (Stand 22.8.2021). Auch Pro Asyl hat Beratungshinweise für Afghan:innen veröffentlicht (Stand 21.0.2021)

Abschiebungen
Abschiebungen nach Afghanistan sind bis auf weiteres ausgesetzt- aktuell muss keine Abschiebung befürchtet werden.

Asylverfahren
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat bereits mitgeteilt, das Entscheidungen in Asylverfahren von afghanischen Asylbewerber:innen „rückpriorisiert“ werden, um den neuen Lagebericht des Auswärtigen Amtes abzuwarten (unklar wann dieser erscheint).

Wer aktuell einen ablehnenden Bescheid vom Bundesamt erhält, sollte auf jeden Fall Rechtsmittel einlegen. Bereits laufende Klagen vor dem Verwaltungsgericht gegen den ablehnenden Asylbescheid werden vermutlich ausgesetzt bzw. „ruhend“ gestellt. Es gibt Fälle, wo Verwaltungsgerichte bei laufenden Klagen einen humanitären Schutz gem. §60 Abs. 5 AufenthG (Abschiebeverbot) angeboten haben. Wir empfehlen, sich hierzu von Anwält:innen beraten zu lassen, da es im weiteren Verlauf des Klageverfahrens Chancen geben kann, einen höheren Schutz zu erhalten.

Ausbildung und Arbeit
Alle, die einen Ausbildungsplatz haben und deren Antrag von der zuständigen Ausländerbehörde abgelehnt worden ist, sollen diesen Antrag noch einmal stellen. Es gibt nun keinen Grund mehr von Seiten der Ausländerbehörde, aufgrund einer möglichen Abschiebung eine Beschäftigungserlaubnis nicht zu erteilen. Ob das die Behörden auch so sehen, ist derzeit fraglich. Deshalb empfiehlt es sich, den Antrag für eine Beschäftigungserlaubnis und/oder Ausbildungsduldung mit einer Entscheidungsfrist von einer Woche zu versehen. Entscheidet die Ausländerbehörde nicht während dieser Frist, kann ein Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht gestellt werden. Bei bereits gestellten Anträgen auf Beschäftigungserlaubnis und/oder Ausbildungsduldung, über die die Ausländerbehörde noch nicht entschieden hat, kann ebenfalls mit kurzer Fristsetzung eine schnelle Entscheidung verlangt werden.

Bitte setzen Sie sich mit der nächsten Beratungsstelle und/oder Anwält:in in Verbindung, nutzen Sie auch die Beratungsangebote von Handwerkskammer und IHK.

Folgeverfahren
Bei vielen afghanischen Asylbewerber:innen mit abgelehntem Asylverfahren kann es in nächster Zeit Sinn machen, einen Asylfolgeantrag zu stellen. Ein Folgeantrag muss innerhalb von drei Monaten ab Kenntnis der neuen Sachlage gestellt werden. Dies KÖNNTE in manchen Fällen die Einnahme Kabuls, also der 15.08.2021, sein. Damit wäre die Frist zur Stellung eines Asylfolgeantrages der 15.11.2021. Der EuGH hat am 09.09.2021 ein Urteil gesprochen, nach dem die Frist, innerhalb der Folgeanträge gestellt werden müssen, nicht wirksam ist. Voraussichtlich wird auch hier das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstmal nicht entscheiden. Wir empfehlen, sich auf jeden Fall von Beratungsstellen oder Anwält:innen beraten zu lassen. Ein Folgeantrag kann anderen humanitären Aufenthaltserlaubnisse zum Erlöschen bringen. Diese sind §§ 22, 23 oder § 25 Abs. 3 bis 5 AufenthG. Aufenthaltstitel nach §25a, §25b sowie §23a AufenthG erlöschen jedoch nicht, bei der Stellung eines Folgeantrages. Weiter kann die Stellung bzw. die Annahme eines gestelltesn Folgeantrages den Duldungszeiten einer Beschäftigungsduldung entgegen stehen. Bei der Ausbildungsduldung ist die Rechtslage (Stand 27.10.21 unklar).

Wer sich unsicher ist, sollte Beratungsstellen oder Rechtsanwält:innen aufsuchen. Ausführliche Informationen zum Asylfolgeantrag finden Sie auch in diesem Papier des Deutschen Caritasverbands e.V. sowie von dem Netzwerk Berlin hilft.

Duldung gem. §60b AufenthG
Alle die eine Duldung gem. §60b AufenthG „sog. Duldung light“ besitzen, sollten einen Antrag auf mindenstens eine Duldung gem. §60a AufenthG stellen.

Ortskräfte und weitere bereits evakuierte Personen
Personen die ein Visum nach §14 Abs. 2 in Verbindung mit §22 AufenthG eingereist sind, müssen und sollten keinen Asylantrag stellen. Sie haben ein Visum für 90 Tage und sollten während dieser Zeit einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel gem. §22 AufenthG bei der zuständigen Ausländerbehörde stellen. Ein Asylantrag kann den Anspruch auf einen Aufenthaltstitel gem. §22 verhindern. Im Einzelfall kann es Gründe geben, dennoch einen Asylantrag zu stellen (Chancen auf Flüchtlingseigenschaft und dann Famililennachzug). Jedoch sollte dies sorgfältig im Einzelfall abgewogen werden. Wir empfehlen, sich auf jeden Fall von Beratungsstellen oder Anwält:innen beraten zu lassen.

Ausstellung von Tazkira und Pässen
Das afghanische Konsulat in München ist zwar weiterhin in Betrieb, jedoch können derzeit keine Tazkiras oder Pässen beantragt werden. Gleiches gilt für das Konsulat in Bonn sowie die Botschaft in Berlin. Die Diakonie Deutschland hat Musterschreiben zur aktuellen Passbeschaffung von Afghan*innen erstellt.

Afghan:innen brauchen unsere Solidarität – Jetzt!

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert die Bundesregierung auf, alle Ortskräfte, die für deutsche Institutionen und Einrichtungen gearbeitet haben, sowie Menschenrechtsaktivist:innen, Familiennachzügler:innen und besonders vulnerable Gruppen sofort zu evakuieren. Es braucht jetzt sichere und legale Fluchtwege für alle Menschen in Afghanistan, die das Land verlassen wollen oder müssen.

Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die betroffenen Personen ausreisen sowie in andere Länder einreisen können. Wir fordern, die deutsche Vertretung in Islamabad/Pakistan massiv aufzustocken. Zudem müssen afghanische Staatsangehörige an allen deutschen Botschaften Visaanträge stellen können. Einreisepapiere für etwa einen Familiennachzug oder zur Aufnahme einer Arbeit und Ausbildung in Deutschland müssen unbürokratisch und schnell ausgestellt werden. Auf eine enge Auslegung der Voraussetzungen wie etwa Sprachkenntnisse oder die Vorlage von allen erforderlichen Unterlagern muss verzichtet oder humanitäre Visa ausgestellt werden. Relocation- und Resettlementprogramme müssen nun schnell und im großen Stil möglich gemacht werden. Hierzu zählen auch umfassende Landesaufnahmeprogramme durch die Bundesländer. Afghan:innen, die bereits in Deutschland sind und einen unsicheren Aufenthaltsstatus haben, müssen ein effektives Bleiberecht erhalten. Dazu gehört, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den Entscheidungsstopp zu Afghanistan aufhebt. Afghanischen Geflüchteten mit einem abgelehnten Asylantrag soll schnell ein Bleiberecht, etwa durch den §25.5 AufenthG, möglich gemacht werden.

Da die Zeit knapp ist, haben wir gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen und Einzelpersonen einen Offenen Brief an das Bayerische Innenministerium veröffentlicht. Auch Pro Asyl hat mit dem Papier „Flucht aus Afghanistan – Was Deutschland jetzt tun muss“ Forderungen und Positionen veröffentlicht. Der FluchforschungsBlog hat Handlungsempfehlungen zum „Schutz von Afghan:innen auf verschiedenen politischen Ebenen“ herausgegeben.

Die Bundesregierung hat unzählige Menschen in eine existenzielle Gefahr gebracht und muss spätestens jetzt handeln! EVAKUIERUNG – FLUCHTWEGE – AUFNAHME