Kundgebung: Solidarität mit Geflüchteten

Weitere Infizierungen stoppen – Lagerpflicht abschaffen! Regensburg | Di, 23.06. | 17.00 – 18.00 Uhr | Dieselstr. 3

Die Regensburger Gruppen AsA, BgA, BI Asyl und Seebrücke rufen gemeinsam zur Kundgebung auf. Auch wenn die Quarantäne in der GU Dieselstraße und im ANKER-Zentrum wieder aufgehoben ist und die Lager als „coronafrei“ gelten, besteht das Grundproblem der Mehrbettzimmer und damit einhergehend des hohen Infektionsrisikos weiter. Anknüpfend an die Kundgebung vom 28. Mai werden wir mit Geflüchteten aus den Lagern unseren Forderungen erneut öffentlich Nachdruck verleihen und berichten und bewerten, was seither diesbezüglich von der Regierung der Oberpfalz als Betreiberin der Lager und der Stadt Regensburg, die ebenso gefordert ist, unternommen wurde und was nicht. Auch das RKI empfiehlt, Geflüchtete in Einzelzimmern unterzubringen und auch die wissenschaftliche Coronastudie der Uni Bielefeld kritisiert die Lagerunterbringung.

Wir fordern:

  • Testung aller Bewohner*innen und Angestellten
  • Für positiv Getestete und deren Familienangehörige: räumlich abgetrennte Quarantänehäuser, menschenwürdige und familiengerechte Unterbringung
  • Regelmäßig zeitnahe Informationen für die Geflüchteten in ihrer jeweiligen Sprache
  • Stabile WLAN-Anbindung in ausreichender Kapazität
  • Versorgung mit ausgewogener Ernährung, wenn Geflüchtete nicht einkaufen können
  • Sozialberatung und psychologische Unterstützung
  • Einzelzimmerunterbringung für alleinstehende Personen (in Regensburg)
  • Sofortige Auszugserlaubnis für alle in Arbeit und dualer oder schulischer Ausbildung
  • Keine negative Auswirkung auf Aufenthaltsstatus bei wg. Corona ausgesprochenen Kündigungen
  • Ende der erzwungenen Lagerunterbringung für Alle

Mund-/Nasenschutz tragen, kein Körperkontakt, 1,5 m Mindestabstand beachten, TN wegen Corona auf 100 beschränkt.