Pressemitteilungen

Hier finden Sie die Pressemitteilungen des Bayerischen Flüchtlingsrats. Pressemitteilungen von oder in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen werden extra gekennzeichnet.

12.12.2018

Große Lager schaffen große Probleme

Bayerischer Flüchtlingsrat kritisiert Verhältnisse in Massenlagern, einseitige Berichterstattung und Unverhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes in Bamberg

Bayerischer Flüchtlingsrat: „Die unverhältnismäßigen Einschüchterungsversuche durch das gewaltsame Eindringen in die Privatsphäre der Bewohner*innen und die Verhaftung Unbeteiligter fallen da unter den Tisch. Wir fordern zu einer Berichterstattung auf, die auch die Seite der Geflüchteten zu Wort kommen lässt.“

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23.11.2018

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Flüchtlingsunterkünfte begünstigen Gewalt

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Bayerischer Flüchtlingsrat fordert rechtlich verbindliche und flächendeckende Umsetzung der Gewaltschutzkonzepte

Bayerischer Flüchtlingsrat: Über 40% der Asylbewerber*innen in Deutschland sind laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) weiblich. In Bayern werden sie in Anker Zentren und teilweise in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht- gemischtgeschlechtlich. Frauenspezifische Einrichtungen gibt es kaum. Es fehlt an Privatsphäre, Rückzugsmöglichkeiten und Schutz. Aus angeblichen Brandschutz- oder Belegungsgründen können Zimmer und sanitäre Anlagen nicht in allen Einrichtungen abgeschlossen werden. Stattdessen wird mehr Sicherheitspersonal eingesetzt.

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14.11.2018

Abschiebung wider aller Vernunft und Menschlichkeit

18. Sammelabschiebung nach Afghanistan – trotz verschärfter Sicherheitslage und zahlreicher Anschläge / Unter den Betroffenen sind schwer psychisch Kranke und gut integrierte junge Männer

Gestern fand die 18. Sammelabschiebung nach Afghanistan statt, diesmal vom Flughafen Leipzig/Halle. In dem Flug saßen 40 Personen, mindestens 12 davon kamen aus Bayern.

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13.11.2018

Abschiebung trotz Verzweiflung und Krankheit

Unter den Verhafteten für die für heute geplante Abschiebung nach Afghanistan sind viele Fälle, die suizidgefährdet und krank sind

Bayerischer Flüchtlingsrat: "All diese jungen Afghanen könnten hier in Bayern ihren Weg machen, doch allein die Androhung der Abschiebung lässt viele der Menschen, die schon viel durchgemacht haben, zusammenbrechen. Diese bayerische Politik ist menschenfeindlich und sture Paragraphenreiterei der Ausländerbehörde. Wir fordern von der bayerischen Regierung eine Politik, die Integration nicht länger bestraft und auch Rücksicht auf Krankheiten nimmt."

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12.11.2018

Die 18. Sammelabschiebung nach Kabul soll morgen stattfinden

Die neue Regierung macht da weiter, wo die alte aufgehört hat

Bayerischer Flüchtlingsrat: "Die Politik der bayerischen Staatsregierung ist zunehmend realitätsfern. Die Staatsregierung interessiert nicht nur die Kriegssituation in Afghanistan nicht. Es ist der Regierung auch egal, ob der Abschiebewahn Ehrenamtliche verbittert, die Wirtschaft gerade auf dem Land im Regen stehen lässt, und zunehmend Afghanen in Verzweiflung und Suizidversuche drängt."

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05.11.2018

CSU setzt in der Asylpolitik mit den Freien Wählern alles durch

ANKER-Zentren, Abschiebungen, Sachleistungen, Arbeitsverbote und gemeinnützige Beschäftigung statt Ausbildung und reguläre Arbeit / Flüchtlingsrat: „Ein Totalausfall für eine menschliche Asylpolitik“

Bayerischer Flüchtlingsrat: Dieser Koalitionsvertrag ist in der Asylpolitik ein Totalausfall. Wo menschenwürdige Aufnahme und humane Lebensbedingungen notwendig wären, wollen CSU und Freie Wähler nur Repression, Lagerunterbringung und Verbote aller Art. Die Freien Wähler behaupten, mit ihnen gäbe es kein weiter so wie bisher. Der Blick in die asylpolitischen Vereinbarungen belehrt uns eines Besseren: Die CSU setzt ihre menschenfeindliche Asylpolitik mit Billigung der Freien Wähler fort. Büßen müssen es die vielen betroffenen Flüchtlinge!

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02.11.2018

AnKER-Zentren und Massenlager müssen sofort geschlossen werden!

Bayerischer Flüchtlingsrat: Massenlager und AnKER-Zentren scheinen sich immer mehr zu einem rechtsfreien Raum zu entwickeln, in dem Sicherheitskräfte walten können wie sie wollen und die Polizei in die Privatsphäre der Bewohner*innen eindringt und wahllos Menschen inhaftiert. Wir fordern eine sofortige Schließung aller AnKER-Zentren und Massenlager.

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26.10.2018

Flüchtlingsrat erhebt Zweifel an der Darstellung der Polizei zu den Vorfällen in Stephansposching und fordert Aufklärung

Unangemessene Maßnahme zur Machtdemonstration

Bayerischer Flüchtlingsrat: „Wir kritisieren die Machtdemonstrationen der Polizei vom Mittwoch sowie das immer brutalere und überzogene Vorgehen der Polizei in Flüchtlingslagern. Es handelt sich hier nicht um Schwerkriminelle, sondern um Menschen, die Angst vor einer Abschiebung haben und sich auch aufgrund dessen in einer schwierigen und stressigen Lebenssituation befinden. Wir fordern von der Polizei Aufklärung für den unverhältnismäßigen Einsatz."

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17.10.2018

Demonstration „Freiheit statt Abschiebung“

20.10.2018: Demonstration von eritreischen Geflüchteten in Bamberg vom ANKER-Zentrum in die Innenstadt gegen Abschiebungen nach Eritrea und die Dublin III Verordnung

Bayerischer Flüchtlingsrat: „Wir sehen hier einen negativen Einfluss der ANKER-Zentren in Bayern. Sie sind nicht nur auf Ablehnung der Asylanträge getrimmt, sondern schränken auch den Zugang zu Informationen und rechtlicher Beratung massiv ein. Die Geflüchteten sind deshalb den Behörden ausgeliefert und können sich juristisch kaum gegen ihre Ablehnung wehren.“

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16.10.2018

„Bayerische Asylpolitik endlich humanisieren!“

Bayerischer Flüchtlingsrat zum massiven Stimmverlust der CSU / Eckpunktepapier für Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen veröffentlicht

Bayerischer Flüchtlingsrat: Wir freuen uns, dass so viele Wähler*innen die Situation der Flüchtlinge in Bayern mitbedacht und Parteien gewählt haben, die einen humaneren Kurs in der Asylpolitik vertreten. Jetzt ist es an der Zeit, in den Sondierungen und Koalitionsverhandlungen die gebotene Chance zu nutzen und endlich die integrationsfeindliche Asylpolitik in Bayern in humane und vernünftige Bahnen zu lenken. Wir fordern deshalb den vollen Einsatz für ein Ende der Afghanistanabschiebungen, die Schließung der ANKER-Zentren und einen unbürokratischen Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge!

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