Pressemitteilungen

Hier finden Sie die Pressemitteilungen des Bayerischen Flüchtlingsrats. Pressemitteilungen von oder in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen werden extra gekennzeichnet.

27.04.2016

Rassismus vom Amt

In Erding wird Flüchtlingen Bargeld verweigert

Bayerischer Flüchtlingsrat: Schäbig kann ein Zustand sein, aber auch eine Haltung. In Erding versucht man gerade, gegenüber Flüchtlingen beide Möglichkeiten in Deckung zu bringen. Die Einführung einer Geldkarte, mit der man kein Geld bekommen kann, sondern auf einen 100% bargeldlosen Kaufverkehr verpflichtet wird, zeugt von umfassender Schäbigkeit bei der verantwortlichen Verwaltung des Landkreises.

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27.04.2016

Das Lager als natürliche Wohnstätte

Sozialministerin Emilia Müller will dezentrale Unterbringung massiv einstampfen

Bayerischer Flüchtlingsrat: „Bei einem Bearbeitungsstau der Asylentscheidungen des Bundesamtes von mehreren hunderttausend Fällen ist es zynisch, Flüchtlinge absehbar über Jahre in Sammellagern zu isolieren. Die Folgeschäden werden den Freistaat wesentlich mehr kosten, als er hier einspart. Außerdem hat der Bayerische Flüchtlingsrat bereits seit Jahren ausgerechnet, dass die Unterbringung in Sammellagern weitaus teurer als die Unterbringung in Wohnungen ist“, so Stephan Dünnwald. „Es ist endlich an der Zeit, dass die Lagerpflicht in Bayern abgeschafft wird.

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21.04.2016

Isolation der Sonderlager durchbrechen - Unterstützung ermöglichen

Infozelt am Samstag, den 23.04. direkt neben der Unterkunft am Audikreisel

Bayerischer Flüchtlingsrat: Seit letzten Herbst gibt es in Manching, Ingolstadt und Bamberg die sogenannten „Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen (ARE)“. Hier werden Menschen aus den angeblich „Sicheren Herkunftsstaaten“ in Schnellverfahren gedrängt, die eine individuelle Prüfung der Asylgründe nicht mehr zulassen.

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18.04.2016

Zwangsweise Wohnsitzauflagen sind integrationsfeindlich

Studie des Flüchtlingsrats zeigt: Integration in den Arbeitsmarkt wird durch Wohnsitzauflagen behindert

Bayerischer Flüchtlingsrat: „Grundsätzlich gilt: dort, wo Flüchtlinge schon während des Verfahrens wenig Unterstützung bekommen, schäbig untergebracht oder behandelt werden, wo Integrationsangebote nicht geschaffen werden, dort wollen Flüchtlinge nach der Anerkennung schnellstmöglich weg. Dort, wo die Integration gelingt, dort werden die Flüchtlinge auch nach der Anerkennung gern bleiben,“ so Dünnwald.

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08.04.2016

Integration als eine Drohgebärde des Staates: Willkommenskultur geht anders

Bayerischer Flüchtlingsrat: Der Bayerische Flüchtlingsrat lehnt den Entwurf des ‚Integrationsgesetzes‘ der bayerischen Staatsregierung strikt ab. Er bedient Ressentiments und lässt all das wieder aufleben, was sich in den letzten dreißig Jahren an negativen Bezügen zum Umgang mit Integration angesammelt hat.

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07.04.2016

Geflüchtete Roma und Romnija werden in Sonderlagern in Bamberg und Manching massiv ausgegrenzt

Internationaler Tag der Roma am 8. April / Flüchtlingsrat: „Humane Behandlung und ein faires Asylverfahren müssen auch für Roma und Romnija gelten!“

Bayerischer Flüchtlingsrat: Die Bundesregierung entzieht sich ihrer Verantwortung für alle nach Deutschland Geflüchteten ein faires Asylverfahren und eine humane Behandlung bereitzustellen. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen NS-Vergangenheit sind diese Zustände nicht hinnehmbar. Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert dies aufs Schärfste.

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24.02.2016

Balkan-Flüchtlinge: Herrmann argumentiert unlauter

Zahl der Balkan-Flüchtlinge schon vor Eröffnung der Balkan-Sonderlager massiv zurückgegangen / Abschreckung unnötig

Bayerischer Flüchtlingsrat: Die bayerischen Balkan-Sonderlager wurden zu einer Zeit eingerichtet, als die Zahlen der Balkan-Flüchtlinge längst eingebrochen waren. Diesen Rückgang der Zahlen jetzt auf die harte bayerische Linie zurückzuführen, wie es der bayerische Innenminister tut, ist unlauter. Die Lager in Bamberg und Manching stehen heute halb leer, nur damit Bayern seine Abschreckungspolitik inszenieren kann. Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf, sie endlich zu schließen und als reguläre Erstaufnahmeeinrichtungen neu zu eröffnen, die dringend benötigt werden!

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18.02.2016

Balkanlager Manching: Beratung wird gekürzt

Regierung von Oberbayern drängt Caritas aus Balkan-Sonderlager Manching / Flüchtlingsrat: Ausbau der ergebnisoffenen Beratung durch Wohlfahrtsverbände dringend erforderlich

Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert massiv den Abbau dieser dringend notwendigen Beratungsarbeit der Caritas im Balkan-Sonderlager und dessen Kaschierung als „niederschwellige Sozialbetreuung“. Ein niederschwelliges Angebot zeichnet sich dadurch aus, dass es ohne hohe Zugangshürden zu erreichen ist, und bedeutet nicht, dass man es so zusammenkürzen kann, dass eine Hilfe nicht mehr möglich ist. Stattdessen fordert er den massiven Ausbau der Beratung, um überhaupt sinnvoll arbeiten zu können

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11.02.2016

Afghanistan-Abschiebungen sind nicht zu rechtfertigen

Bundesinnenministerium plant Sammelabschiebung nach Afghanistan noch im Februar 2016 / Flüchtlingsrat: „De Maizière erkauft Bereitschaft zur ‚Eindämmung des Migrationsdrucks’“

Bayerischer Flüchtlingsrat: Was Bundesinnenminister de Maizière treibt, ist an Zynismus kaum zu überbieten. Mit viel Geld hat sich der reiche Onkel aus dem Westen, in Stahlhelm und kugelsichere Weste gewandet, die Bereitschaft der afghanischen Regierung erkauft, den ‚Migrationsdruck’ einzudämmen. Jetzt will er sofort Sammelabschiebeflieger nach Afghanistan schicken. Wer in dieser Weise das Leben von Menschen für die Flüchtlingsabwehr missbraucht, hat auf dem Posten eines Innenministers nichts verloren!

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03.02.2016

Flüchtlingsrat lehnt Asylpaket II strikt ab

Balkanlager Bamberg und Manching werden nun in Transitzentren umgewandelt / „Lagerzäune wurden nur sozialdemokratisiert“

Bayerischer Flüchtlingsrat: Die Bundesregierung will jetzt eine große Zahl von Flüchtlingen in Transitzonen unterbringen und in Schnellverfahren abfertigen. Die CSU hat diese Abschiebelager durchgesetzt, die SPD hat sie lediglich in euphemistische ‚bestimmte Aufnahmeeinrichtungen’ umbenannt und die Lagerzäune sozialdemokratisiert. Die Insassen bleiben nicht mehr am realen Stacheldraht hängen, sondern an den virtuellen, bürokratischen Stadtgrenzen

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