Corona-Impfungen: mehrsprachige Informationen

Mehrsprachige Informationen zu den Corona-Impfungen von Geflüchteten / Bayerisches Impfkonzept ausbaufähig

Geflüchtete in Sammelunterkünften können, wie berichtet, keine Mindestabstände zu anderen Bewohner:innen der Unterkünfte einhalten und sind deshalb einem massiv erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Deshalb wurden sie, aber auch die Mitarbeiter:innen in Unterkünften, in Priorisierungsgruppe 2 eingruppiert, ihre Impfung hat bereits begonnen.

Mehrsprachige Informationen zu den Impfungen werden vom Robert-Koch-Institut herausgegeben und aktualisiert. Dieses Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff liegt in folgenden Sprachen vor:
deutsch | deutsch – einfache Sprache | albanisch | arabisch | bulgarisch | dari | englisch | farsi | französisch | griechisch | italienisch | kroatisch | kurdisch | paschtu | persisch | polnisch | rumänisch | russisch | serbisch | spanisch | tigrinisch | türkisch | urdu | vietnamesisch |
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

Videos über die Impfungen gegen das Coronavirus hat auch handbookgermany auf seiner Website veröffentlicht. Sie liegen in folgenden Sprachen vor:
englisch | französisch | farsi | paschtu | arabisch

Die Regierung von Unterfranken hat ebenfalls mehrsprachige Videos veröffentlicht, um die Bewohner:innen des ANKER-Zentrums Schweinfurt/Geldersheim für die Impfung zu motivieren:
Impfclip gesamt | russisch | somali | französisch | arabisch | englisch

Die British Islamic Medical Association hat verschiedene Mythen über alles zum Coronavirus gesammelt und entkräftet. Diese sind ebenfalls in verschiedenen Sprachen verfügbar:
englisch | deutsch | urdu | arabisch | tamil | französisch | somali | polnisch | rumänisch | kurdisch | malayisch | türkisch

Wir rufen alle Geflüchteten dazu auf, sich gegen Corona impfen zu lassen. Zwar werden die Impfungen von staatlichen Stellen organisiert, von denen häufig wenig Gutes zu erwarten ist. Es ist jedoch äußerst sinnvoll, sich impfen zu lassen, um selbst nicht schwer an Corona zu erkranken und andere Geflüchtete nicht anzustecken. Bitte machen Sie deshalb mit!

Die Beteiligung wird jedoch nicht unbedingt leicht gemacht. Nur in ANKER-Zentren und in Unterkünften für besonders vulnerable Geflüchtete können sich die Bewohner:innen von Impfteams vor Ort impfen lassen. Auch in großen Sammellagern ist das der Fall, wenn dort mindestens 150 Geflüchtete untergebracht sind und mindestens 50 von ihnen auch „impfwillig“ sind. Die Bewohner:innen aller weiteren Unterkünfte müssen sich in der Regel selbständig um einen Impftermin kümmern.

Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert, dass Bayern eine große Zahl von Geflüchteten in Sammellagern unterbringt und sie damit einem massiven Infektionsrisiko aussetzt. Deshalb müssen die Vor-Ort-Impfungen in deutlich mehr Unterkünften angeboten werden als im Impfkonzept angestrebt. Zudem müssen dringend Vertrauenspersonen der Geflüchteten, seien es haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingsberater:innen oder Menschen, die muttersprachlich über die Impfungen informieren können, eingebunden werden, um eine hohe Impfbereitschaft zu erreichen!

Das bayerische Impfkonzept für Flüchtlingslager und -unterkünfte finden Sie hier