Kundgebung gegen die Sammelabschiebung nach Afghanistan

Am kommenden Montag ist die mittlerweile 4. Sammelabschiebung nach Afghanistan angesetzt. Auch diesmal startet der Flieger vom Münchner Flughafen. Wir wollen und können das nicht einfach so hinnehmen. Die humanitäre Situation in Afghanistan ist immer noch katastrophal! Deshalb kommt Alle zur Kundgebung gegen die Sammelabschiebung zum Münchner Flughafen.

Kommt und unterstützt den Protest
Afghanistan is not safe! – keine Abschiebungen nach Afghanistan!

 

Kundgebung
Flughafen München, MAC-Forum
Montag 27.3.2017, 19.00 Uhr

Kirchenasyl nicht strafbar

Auch in Bayern gewähren PfarrerInnen nach reiflicher Gewissensentscheidung Flüchtlingen den Schutz eines Kirchenasyls. Sie stellen damit ein Korrektiv der deutschen Behörden dar, weil sie menschenunwürdige Entscheidungen in Härtefällen hinterfragen und Zeit verschaffen, um eine gütliche Einigung mit den Behörden zu erreichen. Zu diesem Vorgehen gibt es Absprachen zwischen den Kirchen und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und auch die Innenminister von Bund und Bayern haben erklärt, das Kirchenasyl zu respektieren.
Doch nun werden immer mehr Fälle bekannt, in denen bayerische Staatsanwaltschaften Ermittlungsverfahren gegen PfarrerInnen wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt einleiten. Auch Bayerns Justizminister Winfried Bausback erklärt unter Verweis auf die aktuelle Rechtslage, dass dies nun einmal strafbar sei und die Staatsanwaltschaften deshalb ermitteln müssten.
Die aktuelle Rechtslage gibt dies jedoch gar nicht her: Die PfarrerInnen melden die Kirchenasyle selbst bei den Behörden, damit diese wissen, wo sich die Flüchtlinge aufhalten. Flüchtlinge im Kirchenasyl können sich deshalb gar nicht des illegalen Aufenthalts strafbar machen, somit ist auch eine Beihilfehandlung gar nicht möglich.

Die CSU ist stolz auf die christliche Prägung Bayerns. Dass jedoch gerade hier gegen praktizierende Christinnen und Christen ermittelt wird, weil sie ihrem christlichen Gewissen folgen und Menschen vor behördlichen Fehlentscheidungen schützen, ist in besonderem Maße absurd. Wir fordern Justizminister Bausback auf, seine Wachhunde zurückzupfeifen und die laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren umgehend einzustellen!

Medienberichte:  

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Pfarrerin ein (Bayerischer Rundfunk, 24.03.2017)

Hände weg vom Kirchenasyl! (Bayerischer Flüchtlingsrat, 24.03.2017)

Bayerische Pfarrer im Visier der Justiz (Augsburger Allgemeine, 24.03.2017)

Ermittlungen gegen Pfarrer "Frechheit" (Die Welt, 23.03.2017)

Bischöfe beharren auf Regeln für Kirchenasyl (Süddeutsche Zeitung, 23.03.2017)

Kirchenasyl: mehr Ermittlungen (Fränkischer Tag, 23.03.2017)

Bayern ermittelt gegen Pfarrer, die Kirchenasyl gewährenNeues Deutschland, 23.03.2017)

Staatsanwaltschaften nehmen bayerische Pfarrer ins Visier (Abendzeitung, 23.03.2017)

Recht gegen Gesetz (Süddeutsche Zeitung, 22.03.2017)

Regionalbischöfin und Erzbischof verteidigen Pfarrerin (Bayerischer Rundfunk, 22.03.2017)

Ermittlungen wegen Kirchenasyl in drei Fällen (Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017)

Keine Kriminalisierung von Kirchenasyl! (BAG Asyl in der Kirche, 20.03.2017)

Bedford-Strohm verteidigt Kirchenasyl (Süddeutsche Zeitung, 19.03.2017)

"Das riecht mir sehr nach Einschüchterung" (Süddeutsche Zeitung, 18.03.2017)

Kirchenasyl: Ermittlungen gegen Pfarrerin aus Haßfurt (Fränkischer Tag, 17.03.2017)

Flüchtlingshelfer*innen sind keine Abschiebehelfer*innen!

Wir fordern: Schluss mit Einschüchterungsversuchen gegenüber Ehrenamtlichen!

Trotz bundesweiter Proteste hält die Regierung an ihrer menschenverachtenden Abschiebepraxis nach Afghanistan fest und plant voraussichtlich für Ende März die vierte Sammelabschiebung nach Kabul. Bei den vorangegangenen Terminen hat der Bayerische Flüchtlingsrat Unterstützer*innen über das Datum des Abschiebefluges informiert und dazu aufgerufen, potentiell Gefährdete zu warnen. Trotz Drohgebärden von Behördenmitarbeiter*innen und aus dem bayerischen Sozialministerium werden wir auch in Zukunft an dieser Praxis festhalten. Wir hoffen, Sie auch!

Rage against Abschiebung - WARM UP PARTY

 

Nächste Woche ist es soweit: Wir veranstalten eine Rage against Abschiebung WARM UP PARTY!
Stattfinden wird die Sause am 29.03. ab 20 Uhr im Kafe Marat München (Thalkirchnerstr. 102)

Zum Aufwärmen spielen LAST / MONDSTAUBMASCHINE / GUTS PIE EARSHOT

Der Erlös der Party kommt der konkreten Flüchtlingsarbeit zu Gute. Also kommt, trinkt, feiert und tanzt!

Infos zu den Bands finden Sie unter:
Mondstaubmaschine: www.facebook.com/Mondstaubmaschine und www.mondstaubmaschine.bandcamp.com
Guts Pie Earshot: https://www.facebook.com/guts.pie.earshot/ und www.gutspieearshot.de/

Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen

Flüchtlinge aus Afghanistan sind von Abschiebung bedroht - jedoch nicht alle, die Mehrheit von ihnen ist vor der Abschiebung sicher. Mit seinen Warnhinweisen klärt der Bayerische Flüchtlingsrat auf, wer überhaupt von der Abschiebung bedroht ist und welche rechtlichen Möglichkeiten es noch gibt, doch noch eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen.
Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Weitere Informationen zu möglichen Asylfolgeanträgen finden Sie in einer Stellungnahme von Rechtsanwalt Hubert Heinhold
Heinhold: Afghanistan Abschiebungen und Folgeantrag >>>

Den Drohbrief des Bayerischen Sozialministeriums an die Wohlfahrtsverbände in Bayern finden Sie hier >>>

Medienberichte:  

Abschiebungen in Bayern vereitelt? (Fokus Online, 17.03.2017)

Empörung über Sozialministerium (Süddeutsche Zeitung, 08.03.2017)

Asylsozialberatung: Was dürfen die Flüchtlingsberater? (Bayerischer Rundfunk, 08.03.2017)

Ministerium mahnt Wohlfahrtsverbände (Süddeutsche Zeitung, 07.03.2017)

Sozialministerium droht Wohlfahrtsverbänden (Bayerischer Rundfunk, 07.03.2017)

Sozialministerium wird nervös und droht den Wohlfahrtsverbänden, den Geldhahn zuzudrehen (Bayerischer Flüchtlingsrat, 07.03.2017)

Einladung zum Informationstag für afghanische Geflüchtete in Bayern

Not Save - Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Am Samstag, 11.03.2017 findet im Bellevue di Monaco ein Informationstag für afghanische Geflüchtete statt. Rechtsanwältin Iris Ludwig wird die Teilnehmer*innen über das Asylverfahren informieren und rechtliche Optionen erklären, die bei einem negativen Ausgang des Asylverfahrens möglich sind. Es werden praktische Hinweise zum Asylverfahren, zu Anträgen auf Aufenthaltserlaubnis bei langem Aufenthalt in Deutschland, zu Folgeanträgen und Tipps im Umgang mit Behörden sowie Informationen zu Abschiebungen gegeben.

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an afghanische Geflüchtete und wird in Dari und Paschtu übersetzt. Die Plätze sind begrenzt. Deshalb bitten wir, dass aus einem Ort ein oder zwei Vertreter*innen geschickt werden, die das Wissen dann an viele andere weitergeben können.

Wann: Samstag, 11.03.2017 | 12.00 - 14.00 Uhr mit Dari Übersetzung | 15.00 - 17.00 Uhr mit Paschtu Übersetzung
Wo: Bellevue di Monaco | Adresse: Müllerstraße 2, in 80469  München, U -Bahn 1 oder 2 bis Frauenhofer Straße oder Sendlinger Tor, Tram 16/17 Müllerstraße

Veranstaltungsankündigung in Paschtuبلن لیک

Veranstaltungsankündigung in Dariدعوت نامه

Die Rechtsanwältin wird während der Veranstaltung keine Einzelfallberatung machen und auch keine Mandate annehmen. Es können nur allgemeine Hinweise und Informationen erklärt werden. Es werden deshalb nur allgemeine Fragen beantwortet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber die Plätze sind begrenzt. Die Veranstaltung ist für afghanische Geflüchtete kostenfrei, andere Personen können bei freien Plätzen teilnehmen (Gebühr: 5 Euro). Fahrtkosten können leider nicht erstattet werden.

Demonstration: Keine Abschiebungen nach Afghanistan

Samstag 11.03.2017, 13 Uhr, Start: Bahnhof Bamberg

 

AFGHANISTAN IST NIRGENDS SICHER – ABSCHIEBESTOPP JETZT!


Abschiebungen in Kriegs- und Krisenländer wie Afghanistan UN-Berichten zufolge war 2016 das blutigste Jahr in Afghanistan – seit Beginn der Aufzeichnung (2009).

Mindestens 11.418 Zivilisten wurden getötet oder verletzt, fast ein Drittel davon Kinder. Allein die Opfer des IS-Terrors haben sich im vergangenen Jahr verzehnfacht.

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Zur Pressemitteilung von Freund statt Fremd und Netzwerk Bildung und Asyl 2017

Medienberichte:  

Bamberger gegen Abschiebung (Süddeutsche Zeitung, 12.03.2017)

800 Menschen demonstrieren in Bamberg gegen Abschiebung nach Afghanistan (Fränkischer Tag, 11.03.2017)

11. März in Bamberg: Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan (Der neue Wiesenbote, 10.03.2017)

Sternfahrt der bayerischen Helferkreise

Viele Helferkreise in Bayern sind erbost über die derzeitige bayerische Asylpolitik, die die wichtige Arbeit der Helferkreise konterkariert.

An der gemeinsamen Sternfahrt der Helferkreise beteiligten sich am Samstag ca. 1000 Menschen. Asyl im Oberland hatte zu einer gemeinsamen Sternfahrt nach München aufgerufen um so auf die Missstände der bayerischen Asylpolitik aufmerksam zu machen.
Die Sternfahrt soll öffentlichkeitswirksam auf die Tutzinger Resolution hinweisen, die voraussichtlich einige Tage später an Herrn Innenminister Herrmann übergeben wird. Die Tutzinger Resolution, die von mehr als 200 Helferkreisen unterzeichnet wurde, fordert die Aufhebung von Arbeitsverboten für Asylsuchende, keine Restriktionen bei Bildungsangeboten und Ausbildung sowie keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Ausführliche Informationen sowie einen Pressespiegel finden Sie hier >>>

Ausführliche Informationen zur Sternfahrt finden Sie hier >>>

Die Tutzinger Resolution finden Sie hier >>>

 

Inzwischen hat der bayerische Innenminister das Gespräch abgesagt. Die Enttäuschung bei den Vertreter*innen von über 200 Helferkreisen in Bayern ist groß. Die Pressemitteilung der Organisator*innen des dritten Oberbayerischen Asylgipfels in Tutzing finden Sie hier >>>

Aktionswochen gegen Abschiebelager

Mit den Aktionswochen vom 2.–14. März 2017 möchten wir über das System der Abschiebelager und die Situation der Menschen in Ingolstadt informieren und mit Ihnen in Austausch treten. Seit Herbst 2015 gibt es in Manching/Ingolstadt und Bamberg sogenannte Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen (ARE). Bei diesen Einrichtungen handelt es sich um Abschiebelager. Anfangs wurden dort nur Menschen aus den Westbalkanstaaten eingewiesen, da ihre Länder zu sicheren Herkunftsstaaten deklariert wurden und ihnen deswegen eine schlechte Bleibeperspektive unterstellt wurde. Viele haben zuvor über Monate bis zu mehreren Jahren in Bayern gelebt. Mit der Begründung der schlechten Bleibeperspektive werden dort seit einiger Zeit auch Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht. Ziel der bayerischen Regierung ist es, diese Geflüchteten in Asylschnellverfahren abzulehnen und abzuschieben oder zur „freiwilligen“ Ausreise zu drängen.
Mit den Aktionswochen wollen wir unseren Protest gegen die Isolierung und Entrechtung in den Abschiebelagern auf die Straße tragen. Wir verurteilen die zermürbende Abschreckungs- und Abschiebepolitik der Bundesregierung aufs schärfste! Abschiebelager abschaffen! Jetzt!

Monitoring zur derzeitigen Qualität der Anhörungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Zwischenstand: Monitoring zur derzeitigen Qualität der Anhörung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Die Anhörung ist das zentrale Element des Asylverfahrens. Anhand der vorgetragenen Umstände und persönlichen Gründe für die Flucht, wird über den Asylantrag in Deutschland entschieden. In den vergangenen Monaten erreichen uns zunehmend Berichte über strukturelle Mängel sowie Probleme während der Anhörung.
Um diese Schwachstellen bei der Anhörung ausfindig zu machen und zu dokumentieren, hat der Bayerische Flüchtlingsrat ein Beschwerdeformular erstellt. Das Beschwerdeformular sowie eine erste Zwischenauswertung finden Sie hier >>>

 

Leitfaden und Informationen zur Anhörung

Leitfaden des Niedersächsischen Flüchtlingsrats zur Anhörung >>>

Kurzes Video zur Anhörungsvorbereitung in mehreren Sprachen >>>

Anhörungsbegleitung durch Arrival Aid >>>

Auch die Refugee Law Clinic bietet in verschiedenen Orten Beratung an.

 

Unterstützen Sie uns bei der Ermittlung von Problemen in Zusammenhang mit der Anhörung und schildern Sie uns Ihre Erlebnisse! Das Beschwerdeformular finden Sie hier >>>

 

Bitte beachten Sie, dass es sich bei unserem Angebot vorrangig um ein Monitoring handelt und keine offizielle Beschwerde im Einzelfall ersetzen kann.

 

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Demonstration: am Mittwoch, 22.02.17, um 19:00 Uhr im Zentralbereich des Terminal 1, Münchner Flughafen. Kommt zahlreich und protestiert mit uns gegen die menschenverachtende Abschiebepolitik!

Die im Raum stehende Sammelabschiebung nach Afghanistan am Mittwoch den 22.02.17 findet vom Münchner Flughafen aus statt! Dagegen werden wir morgen Abend vor Ort demonstrieren: Wir solidarisieren uns mit allen afghanischen Geflüchteten! Keine Abschiebungen – nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin!
 
Wo & Wann: 22.02.17 | 19 Uhr | Flughafen München – Terminal 1 – Zentralbereich
 
Die Bundesregierung und auch die bayerische Staatsregierung halten vorerst an ihrer menschenverachtenden Politik fest und planen weitere Sammelabschiebungen nach Afghanistan, nachdem bereits am 14. Dezember 2016 und am 23. Januar 2017 insgesamt 60 Menschen nach Afghanistan abgeschoben wurden.

Trotz der Tatsachen, dass in Afghanistan Krieg herrscht, dass monatlich zahlreiche Zivilist*innen bei Bombenanschläge sterben und dass sich die Situation in der vergangenen Zeit im ganzem Lande wieder dramatisch verschlechtert hat, verweisen die politisch Verantwortlichen der deutschen Abschiebepolitik auf vermeintlich „sichere“ Gebiete in Afghanistan und auf angebliche „innerstaatliche Fluchtalternativen“. Doch Afghanistan ist auch und vor allem für abgeschobene Geflüchtete nirgendwo sicher! Und bereits jetzt gibt es mehr als eine Millionen Binnenflüchtlinge in Afghanistan, die unzureichend oder gar nicht versorgt und geschützt werden können!
 
Abschiebungen nach Afghanistan sind trotz der inzwischen breiten gesellschaftlichen Zustimmung für eine „härtere Abschiebepolitik“ immer noch heftig umstritten! Wir müssen gemeinsam und lautstark dafür sorgen, dass der Rückhalt für diesen widerlichen Kurs der Bundesregierung weiter schwindet! Wir solidarisieren uns mit allen afghanischen Geflüchteten! Keine Abschiebungen – nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin!

Medienberichte:  

Afghanistanexperte zum Lagebericht des Auswärtigen Amtes: Thema verfehlt (Pro Asyl, 22.02.2017)

Sammelabschiebung aus München (Stern, 22.02.2017)

Es ist auch eine Art Suizidprogramm (Deutschlandfunk, 22.02.2017)

Sammelabschiebung nach Afghanistan vom Müncher Flughafen (Abendzeitung, 21.02.2017)

Abschiebungen nach Afghanistan? Einfach zum schämen (Süddeutsche, 19.02.2017)

Sicherheitslage ist nirgendwo gut (Tagesschau, 18.02.2017)

NRW stoppt Abschiebungen nach Afghanistan (Die Zeit, 18.02.2017)

Afghanistan - der bayerische Abschiebewahnsinn geht weiter (Bayerischer Flüchtlingsrat, 17.02.2017)

Nach Afghanistan: Sammelabschiebung aus München geplant (tz, 16.02.2017)

150 Menschen protestieren in Bayreuth gegen Abschiebungen nach Afghanistan (InFranken, 12.07.2017)

Nein, zur Abschiebung nach Afghanistan (Mittelbayerische Zeitung, 12.02.2017)

Abschieben, wir schaffen das! (Mittelbayerische Zeitung, 12.02.2017)

Proteste gegen Abschiebung (Süddeutsche Zeitung, 12.02.2017)

Früherer Verfassungsgerichtspräsident Papier kritisiert "rigorose Abschiebungen" (Donaukurier, 12.02.2017)

Ein Klima der Panik - ganz besonders in Bayern (Bayerischer Rundfunk, 11.02.2017)

Protest in Nürnberg: "Afghanistan ist nicht sicher" (Nürnberger Nachrichten, 11.02.2017)

Hunderte protestieren gegen Afghanistan-Abschiebungen (Nürnberger Nachrichten, 11.02.2017)

Hunderte Augsburger protestieren gegen Abschiebungen (Augsburger Allgemeine, 11.02.2017)

Demonstrationen in Nürnberg (BR - Frankenschau, 10.12.2017)

Bundesweites Bündnis fordert Abschiebestopp nach Afghanistan (Bayerischer Flüchtlingsrat, 09.02.2017)

"Inside Abschiebelager" im Bamberger Rathaus

Das Abschiebelager in Bamberg heißt jetzt nicht mehr „Ankunfts- und Rückführungseinrichtung“. Es wurde in eine größere Einrichtung mit Aufnahmeeinrichtung für den Regierungsbezirk Oberfranken sowie Ankunftszentrum integriert. Geändert hat sich an den Zuständen des Abschiebelagers mit all seinen Grausamkeiten wenig.

 

Die Ausstellung „Inside Abschiebelager“ lässt die Geflüchteten selbst zu den Lebensbedingungen in den beiden Sonderlagern Bayerns zu Wort kommen.

Dies sowie weitere Kritikpunkte an den Abschiebelagern werden auf zahlreichen Tafeln dargestellt. Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotos und Statements, die die Bewohner*innen angefertigt haben.

Vergangenen Donnerstag eröffnete das Solidarity4all Bündnis, das im Sommer ein Protestcamp organisiert hatte, in Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen, wie dem AstA und dem SDS, die Ausstellung im Bamberger Rathaus. Dabei wurde auch der Bayerische Repressionspreis an die Stadtverwaltung Bamberg, die die Proteste im letzten Jahr stark eingeschränkt hatte, verliehen.

 

Die Ausstellung ist bis zum 27.02.2017 im Bamberger Rathaus zu besichtigen.

Danach wandert die Ausstellung nach Ingoldstadt, wo sie am 02.03.2017 im Rahmen der Aktionswochen eröffnet wird.

not safe - Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Die monatelangen Drohungen der Bundesregierung verstärkt nach Afghanistan abschieben zu wollen, wurden nach jahrelangem faktischen Abschiebestopp in die Tat umgesetzt. Bereits zum dritten Mal ging ein ein Abschiebecharter von Deuschland nach Afghanistan. Ein Großteil der abgeschobenen Afghanen kamen aus Bayern. Bei vielen Personen konnten die Abschiebungen durch Verwaltungsgerichte ausgesetzt werden. Viele der betroffenen Personen leben seit vielen Jahren in Deutschland, hatten eine feste Arbeit oder eine Ausbildung in Aussicht.

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

Hier finden Sie Informationen und Materialen zur Kampagne not safe - Keine Abschiebungen nach Afghanistan, zur Situation afghanischer Geflüchteter sowie laufende und vergangene Aktionen gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Zur Facebookseite der Kampagne >>>
Die Kampagnenbeschreibung in Dari und Englisch >>>


weiterlesen >>>

Was tun bei einem negativen Bescheid

Was können Sie tun, wenn Sie einen negativen Bescheid vom BAMF oder eine Abschiebungsandrohung erhalten? Hier finden Sie einige Hinweise.

 

Die Hinweise als PDF:

deutsch

persisch

englisch

 

Petition: Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Liebe Schutzsuchende aus Afghanistan, wir stehen an Ihrer Seite! Wir wissen aus zahlreichen persönlichen Begegnungen und Gesprächen, dass viele von Ihnen in großer Sorge sind, seit kürzlich die EU und die korrupte afghanische Regierung ein Rücknahmeabkommen geschlossen haben. Afghanistan erhält über vier Jahre verteilt 13 Milliarden Euro - die in den Taschen der Eliten verschwinden werden - und nimmt im Gegenzug 80.000 afghanische Flüchtlinge zurück, ein großer Teil davon aus Deutschland. Ein unmenschlicher Deal, staatlich abgesegnetes Unrecht, Menschenhandel in großem Maßstab.

Wir erklären hiermit öffentlich: Für den Fall, dass die Bundesregierung tatsächlich Sie und andere afghanische Flüchtlinge in Ihr von Krieg zerfressenes Herkunftsland abschieben will, werden wir uns solchen UnrechtsMaßnahmen widersetzen. Wir stehen an Ihrer Seite und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Sie zu schützen. Wir werden Ihnen helfen, die Umstände Ihrer Verfolgung und Flucht und Ihre persönliche Situation öffentlich zu machen, ebenso die aktuelle Situation in Afghanistan.

Hier die Petition zeichnen>>>

Kampagne: GEMEINT SIND WIR ALLE!

Angesichts diverser Attacken und Provokationen von Nazis und RassistInnen hat sich nun auch in Nürnberg eine Kampagne gebildet. Unter dem Motto: Gemeint sind wir alle, wenn Nazis Menschen beleidigen und angreifen. Hier ist kein Platz für Nazis und Rassismus sollen sich möglichst viele Nürnbergerinnen und Nürnberger mit den davon Betroffenen solidarisieren und Stellung beziehen. Hier der Kampagnentext:

 

RassistInnen und Nazis treten immer offener und aggressiver auf. Tagtäglich werden Menschen von Nazis bedroht und angegriffen. Rassismus findet überall statt: In der Arbeit, in der Schule, in der Kneipe und auf der Straße. Auch in deiner Stadt, deiner Nachbarschaft, deinem Viertel.

 

ES TRIFFT EINZELNE, ABER GEMEINT SIND WIR ALLE!

Wir stehen für eine offene, lebenswerte Stadt. Ohne Gewalt, Angst und Einschüchterung!

HIER IST KEIN PLATZ FÜR NAZIS UND RASSISMUS.

Mit der Kampagne GEMEINT SIND WIR ALLE! wollen wir uns klar gegen Neonazis und Rassismus positionieren und uns mit den Betroffenen von Nazi-Angriffen solidarisieren.  Wir möchten möglichst viele Kneipen, Clubs, Restaurants, Läden, Organisationen, Schulen, Kinos, Bibliotheken und andere Einrichtungen in Nürnberg und ganz Bayern gewinnen und herzlich dazu einladen, endlich Farbe zu bekennen und öffentlich zu zeigen, dass wir dieses Treiben nicht als Normalzustand hinnehmen wollen und werden.

Unterstützen Sie uns dabei und machen Sie mit! DENN GEMEINT SIND WIR ALLE!

gefördert durch:    Bündnis für Demokratie und Toleranz