Aktionswochen gegen Abschiebelager in Ingolstadt 02.-14. März 2017

 

PROGRAMMÜBERSICHT:

 

Donnerstag 02.03.17 - Mittwoch 14.03.17
Ausstellung: „Inside Abschiebelager“
Eröffnung am Donnerstag 02.03.17 um 19.00 Uhr Taschenturmstr. 4

Samstag 04.03.17
AKTIONSTAG:


DISKUSSION: „BUT THIS IS HELL“
13:00 Uhr | Neuburger Kasten, Fechtgasse 6

DEMO: „ABSCHIEBELAGER ABSCHAFFEN!“
15:00 Uhr | Paradeplatz


FILM & DISKUSSION: „THE AWAKENING“
von und mit Kenan Emini (Alle bleiben)
19:00 Uhr | Neuburger Kasten, Fechtgasse 6


Dienstag 07.03.17
VORTRAG: „OFFENSICHTLICH UNBEGRÜNDET“
Zur Situation der Roma mit Nadia Wehrle (Madhouse)
19:00 Uhr | Vronis Ratschhaus, Donaustr. 1

Samstag 11.03.17
INNENSTADTAKTION: „Ingolstadt dreht auf“
Open Air Ausstellung und Live-HipHop von K.A.G.E.
11:00-15:00 Uhr | Fußgängerzone vor Modehaus Xaver Mayr

 

*Bei allen Veranstaltungen besteht ein Einlassvorbehalt.
Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an:
InfObus Bayerischer Flüchtlingsrat:
Tel: 089 - 76 22 34 | infobus@fluechtlingsrat-bayern.de

 

Hier der Flyer als PDF mit ausführlicher Programmbeschreibung: Flyer Aktionswochen

 

Facebook:

Aktionswochen: https://www.facebook.com/events/1806482142926399/

Demonstration, 04.03.: https://www.facebook.com/events/171590316673030/

 

AUFRUF AN ALLE SOZIALARBEITER*INNEN IN BAYERN!

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Demonstration: am Mittwoch, 22.02.17, um 19:00 Uhr im Zentralbereich des Terminal 1, Münchner Flughafen. Kommt zahlreich und protestiert mit uns gegen die menschenverachtende Abschiebepolitik!

Die im Raum stehende Sammelabschiebung nach Afghanistan am Mittwoch den 22.02.17 findet vom Münchner Flughafen aus statt!
 
Dagegen werden wir morgen Abend vor Ort demonstrieren: Wir solidarisieren uns mit allen afghanischen Geflüchteten! Keine Abschiebungen – nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin!
 
Wo & Wann: 22.02.17 | 19 Uhr | Flughafen München – Terminal 1 – Zentralbereich

 
Die Bundesregierung und auch die bayerische Staatsregierung halten vorerst an ihrer menschenverachtenden Politik fest und planen weitere Sammelabschiebungen nach Afghanistan, nachdem bereits am 14. Dezember 2016 und am 23. Januar 2017 insgesamt 60 Menschen nach Afghanistan abgeschoben wurden.
 
Trotz der Tatsachen, dass in Afghanistan Krieg herrscht, dass monatlich zahlreiche Zivilist*innen bei Bombenanschläge sterben und dass sich die Situation in der vergangenen Zeit im ganzem Lande wieder dramatisch verschlechtert hat, verweisen die politisch Verantwortlichen der deutschen Abschiebepolitik auf vermeintlich „sichere“ Gebiete in Afghanistan und auf angebliche „innerstaatliche Fluchtalternativen“. Doch Afghanistan ist auch und vor allem für abgeschobene Geflüchtete nirgendwo sicher! Und bereits jetzt gibt es mehr als eine Millionen Binnenflüchtlinge in Afghanistan, die unzureichend oder gar nicht versorgt und geschützt werden können!
 
Abschiebungen nach Afghanistan sind trotz der inzwischen breiten gesellschaftlichen Zustimmung für eine „härtere Abschiebepolitik“ immer noch heftig umstritten! Wir müssen gemeinsam und lautstark dafür sorgen, dass der Rückhalt für diesen widerlichen Kurs der Bundesregierung weiter schwindet! Wir solidarisieren uns mit allen afghanischen Geflüchteten! Keine Abschiebungen – nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin!

Warnung: Nächster Sammelcharter nach Afghanistan wohl am 22.02.17

AFGHANISTAN IST #KEINSICHERESLAND

 

Wir fordern die Bundesregierung auf, von Abschiebungen nach Afghanistan sofort Abstand zu nehmen und allen Afghan_innen eine Bleibeperspektive zu gewähren. Abschiebungen nach Afghanistan bedeuten für die Betroffenen, Abschiebungen in lebensgefährliche Zuständen. Über 1.600 Tote und mehr als 3.500 Verletzte unter der afghanischen Zivilbevölkerung im ersten Halbjahr 2016 sprechen eine deutliche Sprache.

Deshalb hat sich ein breites bundesweites Bündnis aus Aktivist_innen, Flüchtlingsinitiativen, Organisationen und Verbänden aus über 10 Bundesländern zusammengeschlossen um laut zu sagen: ABSCHIEBESTOPP NACH AFGHANISTAN - JETZT!

Infos und Warnhinweise finden Sie hier >>>

Informationen zum Folgeantrag finden Sie hier (RA Heinhold) >>>

Medienberichte:  

Afghanistanexperte zum Lagebericht des Auswärtigen Amtes: Thema verfehlt (Pro Asyl, 22.02.2017)

Sammelabschiebung aus München (Stern, 22.02.2017)

Es ist auch eine Art Suizidprogramm (Deutschlandfunk, 22.02.2017)

Sammelabschiebung nach Afghanistan vom Müncher Flughafen (Abendzeitung, 21.02.2017)

Abschiebungen nach Afghanistan? Einfach zum schämen (Süddeutsche, 19.02.2017)

Sicherheitslage ist nirgendwo gut (Tagesschau, 18.02.2017)

NRW stoppt Abschiebungen nach Afghanistan (Die Zeit, 18.02.2017)

Afghanistan - der bayerische Abschiebewahnsinn geht weiter (Bayerischer Flüchtlingsrat, 17.02.2017)

Nach Afghanistan: Sammelabschiebung aus München geplant (tz, 16.02.2017)

150 Menschen protestieren in Bayreuth gegen Abschiebungen nach Afghanistan (InFranken, 12.07.2017)

Nein, zur Abschiebung nach Afghanistan (Mittelbayerische Zeitung, 12.02.2017)

Abschieben, wir schaffen das! (Mittelbayerische Zeitung, 12.02.2017)

Proteste gegen Abschiebung (Süddeutsche Zeitung, 12.02.2017)

Früherer Verfassungsgerichtspräsident Papier kritisiert "rigorose Abschiebungen" (Donaukurier, 12.02.2017)

Ein Klima der Panik - ganz besonders in Bayern (Bayerischer Rundfunk, 11.02.2017)

Protest in Nürnberg: "Afghanistan ist nicht sicher" (Nürnberger Nachrichten, 11.02.2017)

Hunderte protestieren gegen Afghanistan-Abschiebungen (Nürnberger Nachrichten, 11.02.2017)

Hunderte Augsburger protestieren gegen Abschiebungen (Augsburger Allgemeine, 11.02.2017)

Demonstrationen in Nürnberg (BR - Frankenschau, 10.12.2017)

Bundesweites Bündnis fordert Abschiebestopp nach Afghanistan (Bayerischer Flüchtlingsrat, 09.02.2017)

Austellungseröffnung "Inside Abschiebelager" im Bamberger Rathaus

Das Abschiebelager in Bamberg heißt jetzt nicht mehr „Ankunfts- und Rückführungseinrichtung“. Es wurde in eine größere Einrichtung mit Aufnahmeeinrichtung für den Regierungsbezirk Oberfranken sowie Ankunftszentrum integriert. Geändert hat sich an den Zuständen des Abschiebelagers mit all seinen Grausamkeiten wenig.

 

Die Ausstellung „Inside Abschiebelager“ lässt die Geflüchteten selbst zu den Lebensbedingungen in den beiden Sonderlagern Bayerns zu Wort kommen.

Dies sowie weitere Kritikpunkte an den Abschiebelagern werden auf zahlreichen Tafeln dargestellt. Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotos und Statements, die die Bewohner*innen angefertigt haben.

 

Vergangenen Donnerstag eröffnete das Solidarity4all Bündnis, das im Sommer ein Protestcamp organisiert hatte, in Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen, wie dem AstA und dem SDS, die Ausstellung im Bamberger Rathaus. Dabei wurde auch der Bayerische Repressionspreis an die Stadtverwaltung Bamberg, die die Proteste im letzten Jahr stark eingeschränkt hatte, verliehen.

 

Die Ausstellung ist bis zum 27.02.2017 im Bamberger Rathaus zu besichtigen.

Danach wandert die Ausstellung nach Ingoldstadt, wo sie am 02.03.2017 im Rahmen der Aktionswochen eröffnet wird.

Büro Nordbayern ist umgezogen!

Nachdem wir unsere alten Räumlichkeiten in der Humboldstr. 132 leider verlassen mussten, hat der Bayerische Flüchtlingsrat-Büro Nordbayern nun endlich ein schönes neues Büro gefunden und ist bereits vor einigen Tagen umgezogen.

Unser neuen Räume befinden sich in der Gugelstr. 83, 90459 Nürnberg. An der Telefonnummer und den Öffnungszeiten hat sich nichts geändert - wir sind nach wie vor  Dienstag und Donnerstag von 10-12 und 13-15  Uhr unter 0911- 99 44 59 46 erreichbar.

 

Ihr Team des Bayerischen Flüchtlingsrats - Büro Nordbayern

Abschiebungen nach Afghanistan - aktuelle Berichte und Informationen


Die monatelangen Drohungen der Bundesregierung verstärkt nach Afghanistan abschieben zu wollen, wurden nach jahrelangem faktischen Abschiebestopp in die Tat umgesetzt. Bereits zum dritten Mal ging ein ein Abschiebecharter von Deuschland nach Afghanistan. Ein Großteil der abgeschobenen Afghanen kamen aus Bayern. Bei vielen Personen konnten die Abschiebungen durch Verwaltungsgerichte ausgesetzt werden. Viele der betroffenen Personen leben seit vielen Jahren in Deutschland, hatten eine feste Arbeit oder eine Ausbildung in Aussicht.

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

Im Folgenden haben wir Informationen über die aktuelle Situation zu Afghanistan sowie die not safe - Kampagne zusammengestellt. Weiter finden Sie Hinweise welche Personen direkt von Abschiebungen nach Afghanistan betroffen sein könnten und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

 

 

Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan

SAMSTAG, 21.01.2017, 13:00 UHR - 16:00 UHR
AUFTAKT STACHUS, MÜNCHEN

Abschiebungen in ein Land, das von Krieg gebeutelt ist, für das Reisewarnungen gelten und in dem noch nicht einmal deutsche Soldaten ihre Stützpunkte ausreichend schützen können? Undenkbar?- Für uns ja, aber die Bundesregierung und besonders auch die bayerische Staatsregierung sieht das anders! Gegen diese Abschiebepolitik müssen wir kämpfen! Wir wollen keine Abschiebungen, nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin! Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die für Bleiberecht einstehen und sich gegen Abschiebungen einsetzen! Schluss mit Abschiebungen - JETZT!

Daher rufen Jugendliche ohne Grenzen, die Karawane München und der Bayerische Flüchtlingsrat zu einer Demonstration in München auf, um ein Zeichen der Solidarität gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu setzen und der bayerischen Landesregierung zu zeigen, dass wir ihre Abschiebepolitik unerträglich
finden.

Medienberichte:

Müncher Demo gegen Abschiebungen nach Afghanistan (Abendzeitung, 22.01.2017)

Demo „gegen Abschiebungen nach Afghanistan“ (Fokus, 21.01.2017)

Keine Abschiebungen nach Afghanistan! (Bayerischer Flüchtlingsrat, 20.01.2017)

Was tun bei einem negativen Bescheid

Was können Sie tun, wenn Sie einen negativen Bescheid vom BAMF oder eine Abschiebungsandrohung erhalten? Hier finden Sie einige Hinweise.

 

Die Hinweise als PDF:

deutsch

persisch

englisch

 

Petition: Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Liebe Schutzsuchende aus Afghanistan, wir stehen an Ihrer Seite! Wir wissen aus zahlreichen persönlichen Begegnungen und Gesprächen, dass viele von Ihnen in großer Sorge sind, seit kürzlich die EU und die korrupte afghanische Regierung ein Rücknahmeabkommen geschlossen haben. Afghanistan erhält über vier Jahre verteilt 13 Milliarden Euro - die in den Taschen der Eliten verschwinden werden - und nimmt im Gegenzug 80.000 afghanische Flüchtlinge zurück, ein großer Teil davon aus Deutschland. Ein unmenschlicher Deal, staatlich abgesegnetes Unrecht, Menschenhandel in großem Maßstab.

Wir erklären hiermit öffentlich: Für den Fall, dass die Bundesregierung tatsächlich Sie und andere afghanische Flüchtlinge in Ihr von Krieg zerfressenes Herkunftsland abschieben will, werden wir uns solchen UnrechtsMaßnahmen widersetzen. Wir stehen an Ihrer Seite und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Sie zu schützen. Wir werden Ihnen helfen, die Umstände Ihrer Verfolgung und Flucht und Ihre persönliche Situation öffentlich zu machen, ebenso die aktuelle Situation in Afghanistan.

Hier die Petition zeichnen>>>

Umfrage zur Unterbringung von Geflüchteten in Rosenheim

Im Rahmen eines Studienprojektes hat eine Studentin der Sozialen Arbeit an der ksfh München eine Umfrage zur Unterbringung von Geflüchteten in Rosenheim durchgeführt und ausgewertet. Dabei wurden insgesamt 62 Geflüchtete zu ihrer Wohnsituation befragt, die in Stadt und Land Rosenheim untergebracht sind.

 

Hier können Sie die Ergebnisse der Umfrage nachlesen >>>

 

Kampagne: GEMEINT SIND WIR ALLE!

Angesichts diverser Attacken und Provokationen von Nazis und RassistInnen hat sich nun auch in Nürnberg eine Kampagne gebildet. Unter dem Motto: Gemeint sind wir alle, wenn Nazis Menschen beleidigen und angreifen. Hier ist kein Platz für Nazis und Rassismus sollen sich möglichst viele Nürnbergerinnen und Nürnberger mit den davon Betroffenen solidarisieren und Stellung beziehen. Hier der Kampagnentext:

 

RassistInnen und Nazis treten immer offener und aggressiver auf. Tagtäglich werden Menschen von Nazis bedroht und angegriffen. Rassismus findet überall statt: In der Arbeit, in der Schule, in der Kneipe und auf der Straße. Auch in deiner Stadt, deiner Nachbarschaft, deinem Viertel.

 

ES TRIFFT EINZELNE, ABER GEMEINT SIND WIR ALLE!

Wir stehen für eine offene, lebenswerte Stadt. Ohne Gewalt, Angst und Einschüchterung!

HIER IST KEIN PLATZ FÜR NAZIS UND RASSISMUS.

Mit der Kampagne GEMEINT SIND WIR ALLE! wollen wir uns klar gegen Neonazis und Rassismus positionieren und uns mit den Betroffenen von Nazi-Angriffen solidarisieren.  Wir möchten möglichst viele Kneipen, Clubs, Restaurants, Läden, Organisationen, Schulen, Kinos, Bibliotheken und andere Einrichtungen in Nürnberg und ganz Bayern gewinnen und herzlich dazu einladen, endlich Farbe zu bekennen und öffentlich zu zeigen, dass wir dieses Treiben nicht als Normalzustand hinnehmen wollen und werden. Unterstützen Sie uns dabei und machen Sie mit!

DENN GEMEINT SIND WIR ALLE!

gefördert durch:    Bündnis für Demokratie und Toleranz

Asylrechtsschulung

 

Im Rahmen des Projektes Vor Ort des Bayerischen Flüchtlingsrats bieten wir im Januar 2017 zwei Asylrechtsschulungen mit Rechtsanwalt Dominic Bender und Asylverfahrensberaterin Maria Bethke an.



Am 13.01.2017 von 10.00 - 16.30 Uhr in Ingolstadt, in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung und der IG Metall Ingolstadt

Am 14.01.2017 von 10.00 - 16.30 Uhr in Würzburg, in Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung und der Akademie Frankenwarte

 

Ausführliche Informationen zu den Schulungen und das Anmeldeformular finden sie hier >>>

 

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Recht auf Arbeit und Ausbildung statt Ausgrenzung

 

Durch die Kategorisierung bestimmter Staaten als sogenannte sichere Herkunftsländer werden die Betroffenen massiv diskriminiert und entrechtet. Geflüchtete aus den sogenannten „sicheren“ Herkunftsländern unterliegen in Bayern einem rigiden Arbeits- und Ausbildungsverbot. Teilhabe und eine Integration in den Arbeitsmarkt sind nicht gewünscht.

Mit dem Innenministeriellen Schreiben vom 01.09.2016 werden nun auch Geflüchtete mit einer vermeintlich „schlechten Bleibeperspektive“ von dem Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt ausgegrenzt.

Bayern grenzt aus, statt zu unterstützen

Diese Verbote sind nicht im Einklang mit der EU Aufnahmerichtlinie, mit dem Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, mit dem Internationalen Pakt für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Die bayerische Landesregierung treibt diese Ausschlussmechanismen seit Jahren voran, ebenso wie weitere Projekte der Ausgrenzung wie die Abschiebelager in Bamberg und Manching sowie das geplante bayerische Integrationsgesetz. Mit dieser Politik der Abschreckung, Ausgrenzung und Isolation muss endlich Schluss sein!

Wir fordern:

  • Aufhebung der Arbeits- und Ausbildungsverbote! Schluss mit Ausgrenzung!
  • Zurücknahme des Schreibens des bayerischen Innenministeriums vom 01.09.2016
  • Keine Blockade von Integrationsleistungen bei Arbeit oder Ausbildung, stattdessen:
  • Generelle Zustimmung der Ausländerbehörden zu Ausbildungsplatzangeboten für alle Asylsuchenden und Geduldeten
  • Abschaffung der Kategorie der „sicheren“ Herkunftsstaaten

 

Medienberichte:
Abschieben geht in Bayern vor Ausbilden (Der Funkstreifzug - B5 aktuell, 25.11.16)

 

Flüchtlingsproteste sind wichtig, notwendig und absolut legitim!

Aus aktuellem Anlass wollen wir noch ein Mal auf die Lage von Flüchtlingen in Bayern aufmerksam machen und unsere Solidarität mit den Flüchtlingsprotesten bekunden. Die Lebensumstände von Flüchtlingen in Bayern sind besonders schäbig. Geflüchtete haben jedes Recht und jeden Grund, gegen die regide und teils verächtliche Flüchtlingspolitik zu protestieren. 

Hier finden Sie unsere ausführliche Stellungnahme.

 

SCHULE FÜR ALLE – Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

Unterstützen Sie die Kampagne der Landesflüchtlingsräte, dem BumF e.V. und Jugendlichen ohne Grenzen – unterstützt von der GEW und Pro Asyl

 

Das neue Schuljahr hat begonnen, doch viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind außen vor. Für sie herrscht Lageralltag statt Schulalltag – obwohl sie seit Monaten, zum Teil schon über einem Jahr in Deutschland leben. Bundesweit sind zehntausende junge Menschen betroffen.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Landesflüchtlingsräte über den tatsächlichen Bildungszugang für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland belegt die strukturelle Ausgrenzung Zehntausender vom Lernort Schule. Lageberichte des Bundesfachverband umF, erstellt im Auftrag von UNICEF, zeigen, dass insbesondere Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen monatelang systematisch vom Regelschulbesuch ausgeschlossen werden. In vielen Bundesländern werden Personen aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ langfristig oder dauerhaft in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht. Sie erhalten, wenn überhaupt, einen Ersatzunterricht für wenige Stunden am Tag, eine Schule besuchen sie meist nicht.

Diese Praxis ist ein gleich mehrfacher Rechtsverstoß. Das Recht auf Bildung ist ein Grundrecht.
Es ist im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und auch in Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33) festgeschrieben.

Daher fordern wir: Schule für alle ohne Ausnahmen!

  • Es müssen unverzüglich ausreichende Regelschulplätze für neu zugezogene schulpflichtige Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt werden und dafür geeignete strukturelle und personelle Rahmenbedingungen geschaffen werden.
  • Die Umsetzung der Schulpflicht bzw. des Rechts auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung ab dem ersten Tag, spätestens zwei Wochen nach Ankunft. Voraussetzung hierfür ist ein zügiges Ankommen von Neueinreisenden in Kommunen und Bezirke.
  • Der Zugang zu Bildungsangeboten muss passend zum Lern- und Bildungsstand der Kinder und Jugendlichen sowie ihren sonstigen Voraussetzungen gewährleistet werden.
  • Junge Menschen bis 27 Jahre brauchen flächendeckend und systematisch die Möglichkeit schulische Bildung und Abschlüsse nachzuholen – etwa über die Erweiterung der (Berufs-)Schulpflicht.
  • Die Bildungsförderung (BAföG und BAB) muss für alle Jugendliche und junge erwachsene Geflüchtete geöffnet werden.

Die Kampagne unterstützen können Sie unter: http://kampagne-schule-fuer-alle.de/

Roma besetzen Dom in Regensburg

Am 05.07.2016 besetzten rund 40 Flüchtlinge aus den Balkanstaaten, meist Familien mit Kindern, den Regensburger Dom. Ihre Asylanträge wurden ohne gründliche Prüfung abgelehnt, da sie aus Ländern geflohen sind, die zu "sicheren Herkunftsstaaten" erklärt wurden. Nun sind sie von Abschiebung bedroht. Um für sich und ihre Kinder eine Perspektive aufzubauen, fordern sie Kirchenasyl ein.
Bayern steht schon lange in der Kritik dafür, in Manching und Bamberg Abschiebelager für Balkan-Flüchtlinge zu betreiben. Ohne Zugang zu asylrechtlicher Beratung werden sie in Fließbandverfahren mit Ablehnungsvordrucken abgefertigt und außer Landes geschafft. Dass darunter eine große Zahl von Sinti und Roma ist, scheint der bayerischen Staatsregierung egal zu sein. Sie will die Nachfahren der Opfer des nationalsozialistischen Völkermords mit entwürdigenden Lebensbedingungen in großen Abschiebelagern abschrecken und vertreiben. Bayern setzt die Diskriminierung von Roma fort, jedoch nicht mit körperlicher Gewalt und offener Anfeindung, wie auf dem Balkan, sondern mit der kalten Gründlichkeit deutscher Bürokratie.

Die Flüchtlinge wurden vom Bistum Regensburg überredet, in die kleine Pfarrei St. Emmeram umzuziehen. Dort stellte die Kirche zuletzt auch die Lebensmittelhilfe ein und untersagte Unterstützern, Essen zu den Flüchtlingen zu bringen. Das Bistum stellte Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch. Am 8. August ließ das Bistum die Pfarrei durch ein Großaufgebot an Polizei räumen. Zuletzt hatten die verbliebenen Flüchtlinge darum gebeten, freiwillig in ihre Herkunftsländer zurückkehren zu dürfen. Die Kirche aber lehnte alle weiteren Gespräche ab. Zwei der verbliebenen 12 Flüchtlinge, beides Familienväter, sind nun in Abschiebehaft.

Medienberichte:  

Die Kirche zeigt ihr hartes Herz  (Süddeutsche Zeitung, 09.08.2016)

Zwei Flüchtlinge aus Regensburger Pfarrheim sitzen in Abschiebehaft (Süddeutsche Zeitung, 09.08.2016)

Von Lebensmittelversorgung abgeschnitten (FOCUS 08.08.2016)

Polizeieinsatz in Regensburger Pfarrheim (Bayerischer Rundfunk, 20.07.2016)

"Wenn wir abgeschoben werden, sind wir tot" (Süddeutsche Zeitung, 07.07.2016)

Dombesetzung in Regensburg dauert an (Katholische Nachrichtenagentur, 06.07.2016)

Protest gegen Abschiebung - Flüchtlinge besetzen Dom (Die Welt, 06.07.2016)

Roma-Familien erhalten Kirchenasyl im Regensburger Dom (Neumarkter Nachrichten, 06.07.2016)

Flüchtlinge wollen im Dom ausharren (Mittelbayerische Zeitung, 06.07.2016)

45 Flüchtlinge bleiben im Dom (Bayerischer Rundfunk, 06.07.2016)

Asylbewerber übernachten im Dom (Mittelbayerische Zeitung, 06.07.2016)

Dutzende Roma besetzen Regensburger Dom (n-tv, 05.07.2016)

Flüchtlinge besetzen Regensburger Dom (Frankfurter Rundschau, 05.07.2016)

Neue Broschüre "Mal ehrlich! Flucht und Asyl in Bayern"

 

Unsere neue Broschüre "Mal ehrlich! Flucht und Asyl in Bayern" bringt auf ca. 35 Seiten in anschaulicher Form grundlegende Informationen, aktuelle Zahlen, Fakten und Hintergrundwissen zum Thema Flucht und Asyl auf den Punkt. Außerdem bietet die Broschüre Argumentationshilfen, um gängigen Vorurteilen entgegen zu treten und gibt darüber hinaus praktische Tipps, zum selbst aktiv werden. Die Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit der Petra-Kelly-Stiftung verfasst.


Die Broschüre steht hier zum Download (4MB) bereit und kann ab sofort unter versand@fluechtlingsrat-bayern.de zum Preis von Euro 0,20/St. zuzüglich Porto bestellt werden.
 

Falter „Flüchtlinge sind an allem schuld“ - jetzt bestellen!

 

Das Faltblatt „Flüchtlinge sind an allem schuld“ konfrontiert die gängigsten Vorurteile, Vorbehalte und Wissenslücken über geflüchtete Menschen mit den nüchternen Fakten. Zudem enthält der Falter wichtige Kontaktadressen zu regionalen Beratungsstellen in ganz Bayern. Diese vom Bayerischen Flüchtlingsrat herausgegebene Argumentationshilfe erfreut sich äusserst großer Beliebtheit - bereits über 40.000 Exemplare wurden bereits in ganz Bayern verteilt. Nachdem die zweite Auflage mittlerweile vergriffen ist, geht nächste Woche die dritte, aktualisierte Auflage in den Druck.

Ab sofort kann daher beim Bayerischen Flüchtlingsrat das Faltblatt bestellt werden. Bestellungen bitte per Mail an: versand@fluechtlingsrat-bayern.de Das Faltblatt wird zum Herstellungspreis von 0,10 Euro pro Exemplar (plus Portokosten) abgegeben. Bei Bestellungen über 1.000 Exemplare entfallen die Portokosten.

ACHTUNG: Größere Bestellungen (ab 500 Stück) die uns bis zum 7. März erreichen, werden von der Druckerei bearbeitet und gehen umgehend in den Versand und können bis zum 14.3. zugestellt werden.

 

Das pdf zum Faltblatt >>>

 

 

Kaum zu glauben, aber wahr: Den Bayerischen Flüchtlingrat gibt es nun seit 30 Jahren!

 

Was in Kellerräumen mit ehrenamtlichen Kräften begonnen hat, ist mittlerweile eine bayernweit agierende Organisation mit zwei Büros und 16 MitarbeiterInnen geworden. Mit Einzelfall-, Kampagnen-, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzen wir uns für die Rechte der Flüchtlinge ein.

So weit gekommen sind wir nur dank Euch. Denn mit Spenden und Fördermitgliedschaften finanzieren wir den Großteil unserer Arbeit und können dadurch unabhängig bleiben!

 

Unsere Arbeit ist mit gestiegenen Flüchtlingszahlen, einer vielfach ablehnenden Haltung in der Politik und zahlreichen Gesetzesverschärfungen komplexer, schwieriger und anstrengender geworden. Um hier noch mithalten zu können, haben wir uns im vergangenen Jahr etwas modernisiert und vergrößert und können uns nun gestärkt an die Arbeit machen.

 

Damit wir diese notwendigen Änderungen beibehalten können, brauchen wir erneut Euch. Denn unsere Anpassungen kosten Geld. Und damit wir diese erhalten können, brauchen wir 250 neue Fördermitglieder, um die 1.000 zu schaffen.

Helft uns, dieses Ziel zu erreichen! Werdet Fördermitglied, werbt Fördermitglieder und helft damit, unsere unabhängige Arbeit für die Rechte der Flüchtlinge auch in den kommenden Jahren zu ermöglichen!

 

 

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