Aktuelle Informationen

Update: 69 Personen nach Afghanistan abgeschoben – 51 davon aus Bayern

Am Dienstagabend, den 03.07.2018 wurden 69 afghanische Geflüchtete vom Flughafen München nach Kabul abgeschoben.  Dies war die mittlerweile 14. Sammelabschiebung nach Afghanistan. Neben Bayern beteiligten sich noch die Länder Hamburg, Baden-Würrtemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Hessen und Schleswig-Holstein an der Sammelabschiebung. 51 der betroffenen Personen kamen aus Bayern. Gegen die Abschiebungen sowie in einigen Fällen angeordnete Abschiebehaft im Vorfeld, liefen diverse Rechtsmittel. Auch dieser Abschiebeflug wurde von zahlreichen Protestaktionen und Kundgebungen begleitet. Letztlich ohne Erfolg – dies war die bisher größte Sammelabschiebung nach Afghanistan seit Beginn im Dez. 2016. Anfang Juni hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das sog. „Abschiebemoratorium“ sowie die Einschränkungen (Straftäter, Gefährder und sog. Identitätstäuscher) mündlich aufgehoben. Abschiebegefährdet sind nun wieder alle rechtskräftig abgelehnten afghanischen Geflüchteten in Bayern (andere Bundesländer halten sich nach wie vor zurück). Ob zukünftig auch Frauen und Familien betroffen sind, können wir leider nicht abschließend sagen.
Wir empfehlen allen rechtskräftig abgelehnten Afghan*innen und Afghanen dringend eine Beratungsstelle oder Rechtsanwält*innen aufzusuchen und ihren Fall noch einmal prüfen zu lassen.
Für weitere Informationen hier unsere aktualisierten Warnhinweise in dari und deutsch:

Warnhinweise Dari >>>

Warnhinweise Deutsch >>>

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

Warnung: Hinweise auf nächsten Abschiebetermin nach Afghanistan am 03. Juli 2018

Bisher gab es verschiedene Meldungen über einen möglichen nächsten Abschiebetermin. Nun ist jedoch bekannt, dass der nächste Sammelabschiebetermin voraussichtlich am Di, 03. Juli, vom Münchner Flughafen, stattfindet.

Mehr Informationen zu Abschiebungen nach Afghanistan >>>

 

منابع مختلف خبری اعلام کرده اند که در روز سه شنبه مطابق با سوم ماه جولای دیپورتی دسته جمعی به افغانستان انجام خواهد شد. در اینجا میتوانید اطلاعات بیشتر در برای دیپورت به افغانستان بخوانبد.

So far there where various information on the next deportation to Afghanistan. But now we found out, that the next collective deportation flight probably ist expected on Tuesday, 3th of July, from Munich Airport.

More Information about deportations to Afghanistan >>>

 

Weitere Informationen und Handreichungen:

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (dari/persisch) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Demos und Proteste

Demonstrationen:

München | 03. Juli 2018 | 18.00 Uhr | Flughafen München, Terminal 1, vor Check in Ebene 3 | Facebookveranstaltung

Nürnberg | 03. Juli 2018 | 18.00 Uhr | Ort wird noch bekanntgegeben

 

Banner Protestaktion:

Gemeinsam mit der Karawane München haben wir ein Banner konzipiert, mit dem wir einen Abschiebestopp nach Afghanistan fordern. Wir rufen dazu auf, dieses Banner an den Tagen der nächsten Abschiebeflüge öffentlichkeitswirksam aufzuhängen. Die Banner können gegen eine Spende von 55,- Euro bzw 30 Euro beim Flüchtlingsrat bestellt werden. Alle weiteren Infos hier >>>

 

Hier findet ihr einen Überblick über die vielen Gruppen und Einzelpersonen, die sich deutschlandweit an der Banneraktion beteiligen, um ein deutliches Zeichen gegen die aktuelle Abschiebepolitik zu setzen. Beteiligt euch auch und meldet euch unter: kontakt@fluechtlingsrat-bayern.de

Facebook >>>

Homepage >>>

 

Aktualisierte Warnhinweise Afghanistan

Es gibt nun mehrere Hinweise, dass am Dienstag, 03. Juli 2018 der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan geht. Nach einem Sprengstoffattentat auf die deutsche Botschaft in Kabul im Mai 2017 gab es einige Monate keine Abschiebungen. Von September 2017 bis Mai 2018 fanden wieder Sammelabschiebungen statt, jedoch mit der Einschränkung auf Straftäter, Gefährder und sog. Identitätsverweigerer. In Bayern wurde diese Einschränkung jedoch nicht eingehalten, weil plötzlich ganz viele als Identitätstäuscher eingestuft wurden. Diese Einschränkung wurde nun im Juni 2018, mit Verweis auf den neuen Lagebericht des Auswärtigen Amtes, wieder aufgehoben.

Wir haben dementsprechend unsere Warnhinweise aktualisiert >>>. Die Übersetzung auf Dari folgt demnächst.

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen (dari/persisch) >>>

 

Informationen zu dem neuen Bericht des Auswärtigen Amtes über die Lage in Afghanistan

Anfang Juni 2018 hat das Auswärtige Amt nach langer Verspätung einen neuen Regierungsbericht zur Situation in Afghanistan vorgelegt. Der Bericht ist als "Verschlusssache" eingestuft und deshalb nicht veröffentlicht. Wir haben einige Stellungnahmen zusammengestellt, die sich mit dem Lagebericht auseinandersetzen. Während einige in dem Bericht die Bestätigung dafür sehen, dass die Situation in Afghanistan keine Abschiebungen dorthin zulässt - äußern sich manche Unionspolitiker*innen gegenteilig. Die verschiedenen Einschätzungen zur Lage in Afghanistan sind nach wie vor uneindeutig. Der Bericht des Auwärtigen Amtes gibt keine generellen Empfehlungen, sondern soll als Informationsgrundlage bei Entscheidungen und Abschiebungen dienen.

 

Statement des UN-Flüchtlingshilfswerks zur Situation in Afghanistan (07.06.2018) >>>

Stellungnahme von Pro Asyl zum Lagebericht des Auswärtigen Amtes (04.06.2018) >>>

Pressemitteilung von Pro Asyl zum Lagebericht des Auswärtigen Amtes (02.06.2018) >>>

Neuer Lagebricht zeigt weiter große Probleme in Afghanistan (Tagesspiegel, 04.06.2018) >>>

Statement des UN-Flüchtlingshilfswerks zur Situation in Afghanistan (07.06.2018) >>>

Neuer Bericht von EASO (Europäisches Unterstützungsbüro für Asylfragen) zur Lage in Afghanistan (Mai 20189 >>>

 

Update: 15 Personen nach Afghanistan abgeschoben

Am Dienstag Abend, den 22.05.2018 wurden 15 afghanische Geflüchtete vom Flughafen Frankfurt nach Kabul abgeschoben.  Dies war die mittlerweile 13. Sammelabschiebung nach Afghanistan. Bisher wissen wir noch nicht abschließend welche Bundesländer sich neben Bayern beteiligten. Ebenso ist noch unklar, wieviele der 15 Personen aus Bayern kamen. Drei bayerische Abschiebungen konnten durch eingelegte Rechtsmittel gestoppt werden. Dies zeigt nun wiederholt, wie fragwürdig und rücksichtslos Bayerische Behörden bei den Abschiebungen vorgehen und vielfach deren konstruierte Argumentationen menschlich aber auch rechtlich nicht haltbar sind.

 

Die Abschiebung fand unter großem zivilgesellschaftlichen Protest statt. So wurde unter anderem in München, Nürnberg, Würzburg, Augsburg und auch am Frankfurter Flughafen demonstriert. Zudem gab es eine ganztägige Banner-Protest-Aktion, an der sich mehr als 30 Organisationen und Einzelpersonen beteiligten.

Warnung: Nächste Abschiebung nach Afghanistan voraussichtlich am Di, 22.05.2018

Wir haben Hinweise dass der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan voraussichtlich am Dienstag, den 22.05.2018, vom Flughafen Frankfurt, stattfinden wird.
Mehr Informationen zu Abschiebungen nach Afghanistan finden Sie hier >>>

We have indications that the next deportation flight to Afghanistan is probably planned for Tuesday, the 22 of May from Frankfurt Airport.

More Informations about deportations to Afghanistan >>>

 

Weitere Informationen und Handreichungen:

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen (dari/persisch) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Proteste:

Nürnberg | 21.05.2018 | 14:00 Uhr | Lorenzkirche

München | 22.05.2018 | 18:30 Uhr | Lenbachplatz | Facebookveranstaltung >>>

Augsburg | 22.05.2018 | 18:30 Uhr | Rathausplatz | Facebookveranstaltung>>>

Würzburg | 22.05.2018 | 18:00 Uhr | Bahnhofplatz | Facebookveranstaltung>>>

Frankfurt | 22.05.2018 | 18 Uhr | Flughafen Frankfurt/Terminal 1, Abflug B)

 

 

Update: Sammelabschiebung - 21 Personen nach Afghanistan abgeschoben

Am Dienstag Abend, den 24.04.2018 wurden 21 afghanische Geflüchtete vom Flughafen Düsseldorf nach Kabul abgeschoben. 11 Personen kamen aus Bayern. Dies war die mittlerweile 12. Sammelabschiebung nach Afghanistan. Bisher wissen wir noch nicht abschließend welche Bundesländer sich neben Bayern beteiligten.

Die Abschiebung fand unter großem zivilgesellschaftlichen Protest statt. So wurde unter anderem in München, Nürnberg, Neu-Ulm, Augsburg und auch Düsseldorf demonstriert. Im München gab es eine ganztägige Banner-Protest-Aktion, an der sich mehr als 30 Münchner Organistanionen beteiligten.

 

Warnung: Nächste Abschiebung nach Afghanistan voraussichtlich am Di, 24.04.2018

Wir haben Hinweise dass der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan voraussichtlich am Dienstag, den 24.04.2018, vom Flughafen Düsseldorf, stattfinden wird.
Mehr Informationen zu Abschiebungen nach Afghanistan finden Sie hier >>>

We have indications that the next deportation flight to Afghanistan is probably planned for Tuesday, the 24 of April from Duesseldof Airport.

More Informations about deportations to Afghanistan >>>

 

Weitere Informationen und Handreichungen:

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen (dari/persisch) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Proteste:

Nürnberg, Hallplatz | Montag, 23.04.18 | 18.30 | Facebookveranstaltung >>>

Augsburg, Königsplatz | Dienstag, 24.04.18 | 18.30 | Facebookveranstaltung >>>

München | Dienstag, 24.04.18 | ganztägige Banneraktion | mehr Infos >>>

München | Dienstag, 24.04.18 | 18 Uhr Max Josephs Platz | Facebookveranstaltung >>>

 

Update: Sammelabschiebung - 10 Personen nach Afghanistan abgeschoben

Am Montag Abend, den 26.03.2018 wurden 10 afghanische Geflüchtete vom Flughafen Leipzig/Halle nach Kabul abgeschoben. Dies war die mittlerweile 11. Sammelabschiebung nach Afghanistan. Diesmal beteiligten sich neben Bayern, Baden Württemberg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz.  Bayern schob 4 Personen nach Afghanistan ab.

Den meisten für die Abschiebungen vorgesehenen Afghanen wird vorgeworfen, Strafttäter oder hartnäckigke Identitätstäuscher zu sein. Mindestens drei der vier bayerischen Kandidaten fallen wohl unter die Kategorie Identitätstäuscher. Dazu reicht es regelmäßig aus, einer Aufforderung zur Passbeschaffung nicht nachgekommen zu sein.

 

Die Abschiebung fand unter breitem zivilgesellschaftlichen Protest statt. Gegen die Sammelabschiebung aus Deutschland wurde unter anderem in Nürnberg, Göttingen, Würzburg, München, Leipzig, Köln, Bamberg, Augsburg oder Bayreuth, demonstriert.

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

Warnung: Nächste Abschiebung nach Afghanistan vermutlich am Montag den 26. März

Wir haben nun mehrere Hinweise darauf, dass am Montag den 26. März - die nächste Afghanistan-Sammelabschiebung vom Flughafen Leipzig / Halle stattfinden wird. Mindestens eine Person in Bayern ist in Abschiebehaft.
Bitte informiert auch die Personen, die nicht betroffen sind. Außerhalb Bayerns sind in der Regel nur Straftäter betroffen. In Bayern vor allem Personen, die a) rechtskräftig abgelehnt worden sind und b) entweder Straftaten begangen haben, trotz Aufforderung keine Tazkira vorlegen können oder als Gefährder eingestuft wurde. Hier können die Informationen gegen die Angst oder unsere Warnhinweise helfen.

 

We now have several indications that the next Afghanistan deportation could take place on Monday, the 26th of March. At least one person in Bavaria is in detention. Please inform also people who are not affected. Outside Bavaria, only offenders are usually affected. In Bavaria people may be endangered who a) have been legally rejected and b) have either committed criminal offenses, are unable to submit a tazkira despite a request or have been classified as a threatener. The Information against the fear or our warnings may can help.

 

Weitere Informationen und Handreichungen:

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen (dari/persisch) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Update: Sammelabschiebung - 14 Personen nach Afghanistan abgeschoben

Am Dienstag Abend, den 20.02.2018 wurden 14 afghanische Geflüchtete vom Flughafen München nach Kabul abgeschoben. Dies war die mittlerweile 10. Sammelabschiebung nach Afghanistan. Dieses Mal beteiligten sich vermutlich weitaus weniger Bundesländer an der Afghanistanabschiebung. Bayern schob 10 Personen nach Afghanistan ab - die übrigen Bundesländer vier.

Den meisten für die Abschiebungen vorgesehenen Afghanen wird vorgeworfen, Strafttäter oder Identitätstäuscher zu sein. Auch bei diesem Flug trifft das in vielen Fällen nicht zu. Ebenfalls wurden auch dieses Mal wieder Abschiebungen von Gerichten gestoppt. Dies zeigt nun wiederholt, wie fragwürdig und rücksichtslos Bayerische Behörden bei den Abschiebungen vorgehen und vielfach deren konstruierte Argumentationen menschlich aber auch rechtlich nicht haltbar sind. 

 

Die Abschiebung fand unter breitem zivilgesellschaftlichen Protest statt. Bereits am Wochenende gab es in über 40 europäischen Stadten Proteste gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Gegen die Sammelabschiebung aus Deutschland wurde unter anderem in Nürnberg, Göttingen, Würzburg und München demonstriert.

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

Medien:

Wochenend-Lektüre: Abschiebungen nach Afghanistan – „Gefährder“ gefährlich für wen? (Thruttig Wordpress, 24.02.2018)

"Joachim Herrmann täuscht beharrlich die Öffentlichkeit" (Tagesspiegel, 21.02.2018)

Deutschland schiebt 14 abgelehnte Asylbewerber ab (Spiegel Online, 21.02.2018)

Afghanistanabschiebung wurde zur „Air Bavaria“ (Bayerischer Flüchtlingsrat, 21.02.2018)

Abschiebeflug mit 14 Afghanen von München gestartet (Bayerischer Rundfunk, 21.02.2018)

14 Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben (Süddeutsche Zeitung, 21.02.2018)

Deutschland schiebt weitere Afghanen ab (Deutsche Welle, 21.02.2018)

 

Warnung: Nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan voraussichtlich am Di, 20.02.2018

Wir haben Hinweise dass der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan voraussichtlich am Dienstag, den 20.02.2018 stattfinden wird. Der Flug wird vom Flughafen München starten.
Mehr Informationen zu Abschiebungen nach Afghanistan finden Sie hier >>>

 

ما تذکراتی دریافت کرده ایم که مبنی بر آن هستند که دیپورت های دسته جمعی بعدی به افغانستان در روز سه شنبه .20.02 انجام خواهند یافت. مکان پرواز بعدی هنوز مشخص نمی باشد

اطلاعات بیشتر در زمینه ی دیپورت ها به افغانستان را میتوانید در اینجا دریافت نمایید

 

We have indications that the next deportation flight to Afghanistan is probably planned for Tuesday, the 20 of February. The flight will leave from Munich Airport.

More Informations about deportations to Afghanistan >>>

 

Weitere Informationen und Handreichungen:

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen (dari/persisch) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Proteste:

Nürnberg | 19.02.2018 | 17 Uhr | Karl-Bröger-Zentrum | zur Facebookveranstaltung >>>

München | 20.02.2018 | 18 Uhr | Marienplatz | zur Facebookveranstaltung >>>

Würzburg | 20.02.2018 | 18 Uhr | Oberer Marktplatz | zur Facebookveranstaltung >>>

 

Medien:

Weiter protestieren und blockieren (Taz, 20.02.2018)

"Pro Asyl" fordert Abschiebestopp nach Afghanistan (Spiegel Online, 20.02.2018)

Sammelabschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Kabul geplant (Bayerischer Rundfunk, 20.02.2018)

Abschiebeflug nach Afghanistan soll noch heute in München starten (Nordbayern.de, 20.02.2018)

Das vierte Jahr in Folge mehr als 10.000 zivile Opfer in Afghanistan (Pro Asyl, 19.01.2018)

Air de Maizière-Flug Nr. 10 (Thruttig Wordpress, 10.02.2018)

Land außer Kontrolle? (Bayerischer Rundfunk, 07.02.2018)

Afghanistan ist so sicher, dass es keiner wissen darf (Pro Asyl, 03.02.2018)

Neue Erkenntnisse über Afghanistan-Abschiebungen (Bayerischer Rundfunk, 03.02.2018)

Update: Sammelabschiebung - 19 Menschen nach Afghanistan abgeschoben

 

Am Dienstag Abend, den 23.01.2018 wurden 19 afghanische Geflüchtete vom Flughafen Düsseldorf nach Kabul abgeschoben. Dies war die mittlerweile neunte Sammelabschiebung nach Afghanistan. Dieses Mal beteiligten sich auch Bundesländern, die sich bisher noch nicht an den Sammelabschiebungen beteiligt haben. So haben dieses Mal neben Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen auch Thüringen und Schleswig-Holstein Personen für den Flieger gemeldet.

 

Aus Bayern wurden acht, der 15 für vrmtl. aus Bayern für den Flug vorgesehenen, Männer abgeschoben.

Den meisten für die Abschiebungen vorgesehenen Afghanen wird vorgeworfen, Strafttäter oder Identitätstäuscher zu sein. Auch bei diesem Flug trifft das in vielen Fällen nicht zu. In fünf Fällen wurden die Abschiebungen gerichtlich gestoppt. Dies zeigt nun wiederholt, wie fragwürdig und rücksichtslos Bayerische Behörden bei den Abschiebungen vorgehen und vielfach deren Argumentationen menschlich aber auch rechtlich nicht haltbar sind. 

 

Die Abschiebung fand unter breitem zivilgesellschaftlichen Protest statt. In vielen deutschen Städten gab es Kundgebungen und Demonstrationen - unter anderem in München, Fürth, Würzburg oder Düsseldorf.

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

Medienberichte:

Zweifel an der Identitätsverweigerung (Bayerischer Flüchtlingsrat, 25.01.2018)

Unzumutbar für Polizisten (Neues Deutschland, 24.01.2018)

Proteste gegen Abschiebung: "Afghanistan ist nicht sicher" (Deutsche Welle, 24.01.2018)

Abschiebeflug in Kabul angekommen (Zeit Online, 24.01.2018)

Jede Woche Dutzende von Toten in Afghanistan - doch es wird weiter abgeschoben (Pro Asyl, 23.01.2018)

 

 

Warnung: Nächste Abschiebung nach Afghanistan voraussichtlich am Di, 23.01.2018 vom Flughafen Düsseldorf

Die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan ist - laut einem Artikel der Deutschen Welle Dari - wohl für Dienstag, den 23.01.2018 vom Flughafen Düsseldorf angesetzt.
Mehr Informationen finden Sie hier >>>

 

طبق بیانیه ی دیچه وله دری اخراج دسته جمعی بعدی مهاجران به افغانستان روز سه شنبه مطابق با 23 جنوری از شهر دوسلدرف می باشد. در لینک های ذیل میتوانید اطلاعات لازم را دریافت نمایید. 

 

According to a article from Deutsche Welle Dari the next deportation flight to Afghanistan is probably planned for Thuesday, 23.01.2018 departing from Duesseldorf Airport.

More Informations >>>

 

 

Thomas Ruttig über Afghanistan - Aktualisiert - Abschiebeflug Nr. 9 nach Afghanistan für 23.01.2018 angekündigt
Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - Warnhinweise und Informationen (dari/persisch) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Proteste:

19.01.2018, 15.00 Uhr | Stadtplatz, Kehlheim | Mahnwache des Bündnis für Menschenwürde

21.01.2018, 15.30 Uhr | Unterer Markt, Würzburg | Kundgebung der Initiative Bleiberecht | Facebookveranstaltung

22.01.2018, 18 Uhr | Dreiherrenbrunnen/Schwabacher Str., Fürth | Interventionistische Linke Nbg/Antifaschistische Linke Fürth | Facebookveranstaltung

23.01.2018, 16 Uhr | Flughafen, Düsseldorf | Nedaje Afghan - Afghanischer Aufschrei | Facebookveranstaltung

23.01.2018, 18 Uhr | Marienplatz, München | Bayerischer Flüchtlingsrat/Karawane München | Facebookveranstaltung

 

Update - 27 Personen nach Afghanistan abgeschoben

 

Am Dienstag Abend, den 06.12.2017 wurden 27 afghanische Geflüchtete vom Flughafen Frankfurt nach Kabul abgeschoben. Dies war die mittlerweile achte Sammelabschiebung nach Afghanistan. An der Abschiebung beteiligte Bundesländer waren Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfahlen.

Aus Bayern wurden 17 Männer abgeschoben. Den meisten für die Flüge vorgesehenen Afghanen wird vorgeworfen, Strafttäter oder Identitätstäuscher zu sein. Auch bei diesem Flug trifft das in vielen Fällen nicht zu. Eine Person wurde ohne jegliches Gepäck in den Flieger nach Kabul gesetzt.

 

Die Abschiebung fand unter breitem zivilgesellschaftlichen Protest statt. In vielen deutschen Städten gab es Kundgebungen und Demonstrationen - unter anderem in München, Nürnberg, Würzburg, Berlin oder Frankfurt.

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

Medienberichte:

Ohne Gepäck direkt nach Kabul (Frankfurter Rundschau, 13.12.2017)

„Flüchtlingshelfer und stolz darauf!“ (Bayerischer Flüchtlingsrat, 12.12.2017)

Abschiebeflug mit abgelehnten Asylbewerbern gestartet (Frankfurter Neue Presse, 06.12.2017)

Abschiebeflug nach Kabul gestartet (Frankfurter Rundschau, 06.12.2017)

Gut integrierter Afghane aus Bayreuth wird abgeschoben (Bayerischer Rundfunk, 06.12.2017)

Vom Ausbildungsplatz in den Abschiebeflieger? (Spiegel Online, 06.12.2017)

Flug ins Kriegsgebiet (TAZ, 06.12.2017)

Was gilt das politische Wort? (Bayerischer Flüchtlingsrat, 06.12.2017)

Warnung: Nächste Abschiebung nach Afghanistan voraussichtlich am 06.12.2017

Die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan ist - laut einem Artikel des Spiegel - wohl für Mittwoch, den 06.12.2017 vom Flughafen Frankfurt angesetzt.
Mehr Informationen finden Sie hier >>>

 

به گفته ی روزنامه ی شپیگل، دیپورتی دسته جمعی بعدی به افغانستان روز چهارشنبه مطابق با 06.12.2017 از فرودگاه بین المللی شهر فرانکفورت میباشد.


The next deportation flight to Afghanistan is probably planned for Wednesday, 06.12.2017 departing from Frankfurt.

More Informations >>>

 


Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Infomrationen (dari) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Protestaktionen:

Traunstein, Maxplatz | Mahnwache, Samstag, 02.12.2017, 11 - 12 Uhr |

Würzburg, Vierröhrenbrunnen | Kundgebung, Montag, 04.12.2017, 17 Uhr | Initiative Bleiberecht | zur

Veranstaltung >>>

Nürnberg, Hallplatz | Kundgebung, Dienstag, 05.12.2017, 17 Uhr | Antifaschistische Linke Fürth/Interventionisitsche Linke Nürnberg | zur Veranstaltung >>>

München, Sendlinger Str. 8 | Demonstation, Mittwoch, 06.12.2017, 19 Uhr | Karawane München | zur Veranstaltung >>>

Frankfurt, Flughafen | Kundgebung, Mittwoch, 06.12.2017, 18 Uhr | ‎Afghan Refugees Movement | zur

Veranstaltung >>>

Kehlheim | Mahnwache, Mittwoch, 06.12.2017, 17 Uhr |

 

Medienberichte:

Vom Ausbildungsplatz in den Abschiebeflieger? (Spiegel Online, 06.12.2017)

Hamid Karzai kritisiert Abschiebungen nach Afghanistan (Die Zeit, 06.12..2017)

Demo gegen Abschiebung nach Afghanistan (Frankfurter Rundschau, 06.12.2017)

Erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan (Bayerischer Rundfunk, 06.12.2017)

Abschiebung nach Kabul: Bayern bricht Absprache und will sogar einen Azubi abschieben (Bayerischer Flüchtlingsrat, 05.12.2017)

GEW fordert ein Ende der Abschiebung von Schüler*innen (GEW Bayern, 04.12.2017)

Zum Nikolaus: Abschiebung nach Pakistan und Afghanistan (Neues Deutschland, 30.11.2017)

Neue Abschiebung nach Afghanistan geplant - auch Flug nach Pakistan (Augsburger Allgemeine, 30.11.2017)

Bundespolizei sucht Beamte für Abschiebeflug (Spiegel, 23.11.2017)

Update: Sammelabschiebung - 14 Personen nach Afghanistan abgeschoben

Am Dienstag Abend wurden 14 afghanische Geflüchtete vom Flughafen Halle/Leipzig nach Kabul abgeschoben. An der Abschiebung beteiligte Bundesländer waren Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Hessen und Nordrhein-Westfahlen.

 

Aus Bayern wurden fünf Männer abgeschoben, darunter einer schwer psychisch kranker Mann der dringend auf therapeuthische und medikamentöse Behandlung angewiesen ist, sowie ein junger Mann der mitten in den Hochzeitsvorbeitungen mit seiner Lebensgefährtin steckte.

 

Die Abschiebung fand unter breitem zivilgesellschaftlichen Protest statt. In vielen deutschen Städten gab es Kundgebungen und Mahnwachen - in Leipzig ein mehrtätiges Protestcamp sowie eine Demonstration.

 

Diverse Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl oder Amnesty International warnen, unter anderem vor dem Hintergrund der sich stetig verschlechternden Sicherheitslage, seit vielen Monaten dringend vor Abschiebungen nach Afghanistan. Nur ein paar Tage vor der Abschiebung am Dienstag, 24.10.2017 kamen in ganz Afghanistan mehr als 250 Menschen durch eine Anschlagsserie der Taliban und des IS ums Leben.

Unlängst sprach das Bundesverkehrsministerium eine Warnung an alle deutschen und europäischen Fluglinien aus, aufgrund drohender Raketenangriffe den Flughafen Kabul nicht anzusteuern oder nur in großer Höhe zu überfliegen. Auch für die mitfliegenden Bundespolizisten gilt die Regel, den Flughafen augrund der fragilen Sicherheitslage nicht zu verlassen.

 

Gerechtfertigt werden die Abschiebungen vom Deutschen Inneniministerium damit, dass alle Abgeschobenen Straftäter, Gefährder oder hartnäckige Identitätstäuscher waren - eine Rechtfertigung, die unter menschenrechtlichen Prinzipien nicht vertretbar ist. Auch sind diese Kategorien nicht klar definiert und werden in Bayern mitunter besonders weit ausgelegt.

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

 

Warnung: Nächste Abschiebung nach Afghanistan voraussichtlich am 24.10.2017

Die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan ist  wohl für Dienstag, 24.10.2017 vom Flughafen Leipzig angesetzt.
Mehr Informationen finden Sie hier >>>


The next deportation flight to Afghanistan is probably planned for Tuesday, 24 of Oktober departing from Leipzig.

More Informations >>>

 

.دیپورتی های دست جمعی بعدی در روز سه شنبه مطابق با 24 اکتبر از فرودگاه شهر لایپزیگ می باشد

 


Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Infomrationen (dari) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

 

Protestaktionen:

Fürth, Drei-Herrenbrunnen | 24.10.2017, 17 Uhr | Kundgebung | zur Veranstaltung >>>

München, Max-Joseph-Platz | 24.10.2017, 18 Uhr | Kundgebung | zur Veranstaltung >>>

Leipzig, Augustusplatz | 21.10. - 24.10.2017 | Protestcamp | zur Veranstaltung >>>

Lübeck, Schrangen | 24.10.2017, 18 Uhr | Mahnwache | zur Veranstaltung >>>

Ravensburg, Marienplatz | 24.10.2017, 18 Uhr | Kundgebung

 

Medienberichte:  

Sammelabschiebungen nach Afghanistan sind verantwortungslos (Bayerischer Flüchtlingsrat, 25.10.2017)

Sammelabschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan (Bayerisches Innenministerium, 25.10.2017)

Fürth: Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan (Nordbayern.de, 24.10.2017)

Diese Abschiebung ist ignorant, sie ist mörderisch! (Pressemitteilung von Zendegi, 24.10.2017)

Bundesregierung warnt vor Raketenbeschuss und will dennoch Abschiebeflieger nach Afghanistan schicken (Vice, 24.10.2017)

Innenminister verteidigen Abschiebungen nach Kabul (Die Zeit, 24.10.2017)

Nicht nur Straftäter werden abgeschoben (Deutsche Welle, 24.10.2017)

Zweifelhafte Abschiebung nach Afghanistan (Tagesschau, 23.10.2017)

Innenressort plant trotz konkreter Warnung neuen Abschiebeflug (Spiegel Online, 23.10.2017)

Sollen Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt werden? (Die Welt, 23.10.2017)

Abschiebung nach Afghanistan: PRO ASYL und der Bayerische Flüchtlingsrat fordern Absage des für Dienstag geplanten Abschiebeflugs (Pro Asyl und Bayerischer Flüchtlingsrat, 23.10.2017)

Keine Abschiebung nach Afghanistan (MDR, 22.10.2017)
Nächster Abschiebeflug nach Kabul geplant (Pro Asyl, 19.10.2017)

Auf hartem Kurs (Tagesspiegel, 19.10.2017)

Nächster Abschiebeflug nach Kabul steht an (DPA, 19.10.2017)

Gemeinsame Stellungnahme verschiedener Verbände „Keine Abschiebung nach Afghanistan! Perspektiven für junge Geflüchtete schaffen" (BumF, 18.10.2017)

Update: Nürnberger Berufsschüler*innen verhindern Abschiebung

Kritische Prozessbegleitung | Mi, 20.06.18 | ab 11.00 Uhr | Amtsgericht Nürnberg

Am 31.05.2017 sollte Asef N. nach Afghanistan abgeschoben werden. Nachdem die Polizei ihn nicht in seiner Unterkunft aufgefunden hat, suchte sie ihn in seiner Berufschule und wurde dort fündig. Doch aus der Abschiebung wurde nichts: In einem großartigen Akt der Zivilcourage widersetzten sich seine Mitschüler*innen und hinderten mit einer Sitzblockade das Polizeiauto, mit dem Asef N. zum Flughafen transportiert werden sollte, an der Abfahrt.
Nachdem die Zahl der Blockierenden und Protestierenden auf ca. 300 Personen angewachsen war, versuchte die Polizei, Asef N. mit einem Überraschungscoup doch noch abzutransportieren. Alle, die sich auch nur ansatzweise in den Weg stellten oder die Maßnahme zu behindern versuchten, wurden mit Schlagstöcken, Pfefferspray und scharfen Hunden aus dem Weg geräumt.
Der Abschiebeversuch aus dem Unterricht wie auch die brutale Reaktion der Polizei auf die solidarischen Demonstrant*innen sorgte bundesweit für Empörung und Entsetzen. Das Bayerische Innenminsterium reagiert indem es der Polizei einen besonnenen Einsatz bescheinigt und die Verantwortung für die Eskalation linksextremistisch motivierten Krawallmacher*innen zuweist - mehrere Augenzeugen widersprechen entschieden dieser Darstellung. Gegen etliche Protestierende laufen Ermittlungsverfahren - mehrere Personen wurde wegen Widerstand gegen Polizeibeamte und Körperverletzung angeklagt. Dem bereits abgeschlossenem Prozess im Oktober sollen nun weitere folgen. Am 04. April startete der 2. Prozess gegen einen Nürnberger Protestierenden. Der mittlerweile 5. Verhandlungstermin findet am Mi, 20.06.2018, 1100 Uhr  im Amtsgericht Nürnberg statt.

 

Menschenrechte können nicht verwirkt werden - warum auch Straftäter nicht abgeschoben werden dürfen

 

Gute Gründe gegen die Abschiebung von Straftätern

 

Die Forderung, Straftäter konsequent abzuschieben, genießt eine hohe Popularität. So findet der Abschiebeflug, der am 12. September acht Afghanen nach Kabul brachte, viel Zustimmung, vor allem, weil es ja Straftäter sind, die abgeschoben wurden. Pro Asyl und Bayerischer Flüchtlingsrat wurden heftig kritisiert, weil sie diese Abschiebungen kritisiert haben. Aus diesem Anlass möchten wir die Gründe darlegen, aus denen wir vom Bayerischen Flüchtlingsrat auch gegen die Abschiebung von Straftätern sind.

 

Die ausführliche Dartstellung finden Sie hier >>>

Update: 12.09.2017 - 8 Personen wurden nach Afghanistan abgeschoben

Am Dienstag Abend wurden acht der dreizehn für den Abschiebeflieger gemeldeten Personen vom Düsseldorfer Flughafen nach Afghanistan abgeschoben. Die Abschiebung fand unter viel Protest der Zivilgesellschaft, unter anderem mit knapp 200 Personen am Flughafen Düsseldorf statt.

 

Dies war die erste Abschiebung nach Afghanistan, nachdem die für den 31. Mai geplante Sammelabschiebung aufgrund des Sprengstoffanschlag auf die deutsche Botschaft in am 30 Mai 2017, sowie der großen Emotionen, die der Protest gegen die versuchte Abschiebung aus der Berufsschule in Nürnberg und die Bilder seiner gewaltsamen Beendigung auslösten, abgesagt wurde.

 

Gerechtfertigt wurde die Abschiebung von Seiten des Deutschen Innenministeriums mit dem Hinweis, dass alle abgeschobenen Personen Straftäter waren.

 

Medienberichte:

„Straftäter haben Menschenwürde nicht generell verwirkt“ (Die Welt, 14.09.2017)

Abgeschobene Afghanen haben "erhebliche Straftaten" begangen (Spiegel Online, 13.09.2017)

Deutschland schiebt wieder nach Afghanistan ab (Süddeutsche Zeitung, 13.09.2017)

Maschine in Düsseldorf gestartet - offenbar Straftäter an Bord
Maschine in Düsseldorf gestartet - offenbar Straftäter an Bord
Maschine in Düsseldorf gestartet - offenbar Straftäter an Bord

Abschiebeflug nach Afghanistan gestartet (Die Zeit, 12.09.2017)

Warnung: Nächste Afghanistanabschiebung am 12.09.2017

 

Warnung: Die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan ist für den kommenden Dienstag, 12.9.2017 vom Flughafen Düsseldorf angesetzt. Es seien 15 Afghanen gemeldet worden. Bisher wissen wir von einer versuchten Festnahme in Bayern. Vorsicht ist geboten!

Mehr Informationen finden Sie hier >>>


Warning: The next deportation flight to Afghanistan is planned for Tuesday, 12th of September departing from Düsseldorf airport. 15 Afghans are supposed to be on the flight. We know about one attempted arrest of an Afghan in Bavaria. Caution is advised!

For more information click here >>>

Nürnberger Berufschüler*innen verhindern Abschiebung

Staatsanwaltschaft und LKA ermitteln wegen Körperverletzung im Amt gegen Polizei

Am 31.05.2017 sollte Asef N., ein zu diesem Zeitpunkt 20-jähriger Flüchtling, nach Afghanistan abgeschoben werden. Nachdem die Polizei ihn nicht in seiner Unterkunft aufgefunden hat, suchte sie ihn in seiner Berufschule und wurde dort fündig. Doch aus der Abschiebung wurde nichts: In einem großartigen Akt der Zivilcourage widersetzten sich seine Mitschüler*innen und hinderten mit einer Sitzblockade das Polizeiauto, mit dem Asef N. zum Flughafen transportiert werden sollte, an der Abfahrt.
Nachdem die Zahl der Blockierenden und Protestierenden auf ca. 300 Personen angewachsen war, versuchte die Polizei, Asef N. mit einem Überraschungscoup doch noch abzutransportieren. Ein zweiter Streifenwagen fuhr vor, Asef N. wurde aus dem ersten Polizeiauto gerissen und in den zweiten bugsiert. Alle, die sich auch nur ansatzweise in den Weg stellten oder die Maßnahme zu behindern versuchten, wurden mit Schlagstöcken, Pfefferspray und scharfen Hunden aus dem Weg geräumt.
Während es der Polizei zunächst gelang, die Abschiebung von Asef N. weiter zu betreiben, wurde sie später abgebrochen: Nach einem Sprengstoffanschlag auf die deutsche Botschaft in Kabul am Tag zuvor und aufgrund der großen Emotionen, die der Protest in Nürnberg auslöste, wurde der Sammelabschiebeflug abgesagt, später die Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt.
Doch der Polizeieinsatz in Nürnberg hat ein Nachspiel: Während das bayerische Innenministerium der Polizei einen besonnenen Einsatz bescheinigt und die Verantwortung für die Eskalation linksextremistisch motivierten Krawallmacher*innen zuweist, widersprechen Augenzeugen entschieden dieser Darstellung. Nun ermitteln Staatsanwaltschaft und LKA wegen Körperverletzung im Amt gegen die Polizei.

Medienberichte:  

Schüler protestierten gegen Abschiebung: Asef N. darf neuen Asylantrag stellen (Fokus, 26.07.2017)

Abschiebung vorerst gestoppt: Etappensieg für Asef N. (Nürnberger Nachrichten, 25.07.2017)

Diese Fragen zum Fall Asef N. sind noch offen (Nürnberger Nachrichten, 14.07.2017)

Abschiebung von Asef N.: "Polizeieinsatz wird verharmlost" (Nürnberger Nachrichten, 12.07.2017)

Zeugen kritisieren Polizeieinsatz an Nürnberger Berufsschule als unnötig aggressiv (Süddeutsche Zeitung, 12.07.2017)

Fall Asef N. sorgt für Streit in der bayerischen SPD (Nürnberger Nachrichten, 09.07.2017)

Nürnberger Abschiebe-Eklat: Ermittlungen gegen Polizisten (Nürnberger Nachrichten, 07.07.2017)

Nach geplatzter Abschiebung in Nürnberg: Ermittlung wegen Polizeigewalt (Süddeutsche Zeitung, 07.07.2017)

CSU und SPD: Polizeieinsatz wie aus dem Lehrbuch (Süddeutsche Zeitung, 05.07.2017)

Ministerium verteidigt Polizeieinsatz bei Abschiebung (Die Welt, 05.07.2017)

Fragen zum Abschiebungseinsatz an Nürnberger Schule (Bayerischer Rundfunk, 05.07.2017)

Abschiebestopp für Afghanistan durchsetzen! (Bayerischer Flüchtlingsrat, 26.06.2017)

Abschiebeflug nach Afghanistan abgesagt (Zeit Online, 24.06.2017)

Bundesregierung setzt offenbar Abschiebungen nach Afghanistan fort (Spiegel Online, 21.06.2017)

Landgericht kritisiert Regierung scharf (Süddeutsche Zeitung, 06.06.2017)

Abschiebungen: Ein Akt der Barbarei (Frankfurter Rundschau, 03.06.2017)

Zivilcourage: Die Mutbürger (Süddeutsche Zeitung, 03.06.2017)

Ohrfeige für die Ausländerbehörde (Bayerischer Flüchtingsrat, 02.06.2017)

Nürnberg: Demo gegen Abschiebungen von Afghanen (Nordbayern.de, 02.06.2017)

500 Demonstranten gegen Abschiebungen (Bayerischer Rundfunk, 02.06.2017)

Stellungnahme vom Mimikri e.V. zu den Vorwürfen des Innenministeriums (Mimikri e.V. 02.06.2017)

"Da war mir klar: Die Menschenwürde ist doch antastbar" (Süddeutsche Zeitung, 01.06.2017)

Bundesregierung setzt Abschiebungen nach Afghanistan aus (Zeit.de, 01.06.2017)

Abschiebungen zumutbar oder nicht? (Tagesschau.de, 01.06.2017)

Zur Pressemitteilung von Innenminister Herrmann (Bayerischer Flüchtlingsrat, 01.06.2017)

Junger Afghane muss nicht in Abschiebehaft (Spiegel Online, 01.06.2047)

20-jähriger Afghane muss nicht in Haft (Süddeutsche Zeitung, 01.06.2017)

Amtsgericht Nürnberg lehnt Abschiebehaft für Nürnberger Schüler ab (Bayerischer Flüchtlingsrat, 01.06.2017)

Heftige Diskussionen über Abschiebungen (Bayerischer Rundfunk, 01.06.2017)

Deutschlands unglaublicher Zynismus (Tagesschau.de, 01.06.2017)

ProAsyl begrüßt den Stopp des heutigen Abschiebflugs (ProAsyl, 31.05.2017)

Abschiebung Kabul: Nur aufgeschoben? (Nordbayern.de, 31.05.2017)

Geplante Abschiebung löst Tumulte an Nürnberger Berufsschule aus (Nordbayern.de, 31.05.2017)

Protest gegen Abschiebung eskaliert (Bayerischer Rundfunk, 31.05.2017)

Abschiebedebatte: Afghanistan ist nicht sicher (Nordbayern.de, 31.05.2017)

Pressemitteilung der GEW zur Abschiebung aus Nürnberg (GEW, 31.05.2017)

Abschiebung Kabul: Nur aufgeschoben? (Bayerischer Flüchtlingsrat, 31.05.2017)

Update - Die mutmaßlich für den 26.07. angesetzte Abschiebung wurde abgesagt

 

Nachdem die letzten geplanten Abschiebungen im Mai und im Juni bereits abgesagt wurden, plante die Bundesregierung offenbar im Juli wieder einen Abschiecharter nach Afghanistan. Dieser wurde jedoch ebenfalls vom Innenministerium abgesagt. Wann und ob in den nächsten Monaten wieder eine Sammelabschiebung geplant ist - ist derzeit noch offen.

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

 

Aktuelle Warnhinweise und weitere Informationen:

Flüchtlinge aus Afghanistan sind von Abschiebung bedroht - jedoch nicht alle, die Mehrheit von ihnen ist vor der Abschiebung sicher. Hier finden Sie Informationen und Materialien wer überhaupt von der Abschiebung bedroht ist und welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, doch noch eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen.


Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Infomrationen (dari) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>
Heinhold: Afghanistan Abschiebungen und Folgeantrag >>>

Leitfaden der GEW und RA Hubert Heinhold Bayern zu Abschiebungen aus Schulen und Betrieben >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

Zur Facebookseite von not safe >>>

Update - Die für den Mittwoch, 28.06.2017 angesetzte Sammelabschiebung nach Afghanistan wurde abgesagt!

Die Vermutung das es bis Sommer erstmal keinen Abschiebeflieger nach Afghanistan geben wird, hat sich leider nicht bewahrheitet. Die Bundesregierung hatte für den Mittwoch, 28.06.2017 erneut eine Sammelabschiebung, diesmal von Leipzig nach Kabul angesetzt. Dieser Flug wurde nun abgesagt. Wann und ob in den nächsten Monaten wieder eine Sammelabschiebung geplant ist - ist derzeit noch offen.

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

 

Aktuelle Warnhinweise und weitere Informationen:

Flüchtlinge aus Afghanistan sind von Abschiebung bedroht - jedoch nicht alle, die Mehrheit von ihnen ist vor der Abschiebung sicher. Hier finden Sie Informationen und Materialien wer überhaupt von der Abschiebung bedroht ist und welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, doch noch eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen.


Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (deutsch) >>>

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen (dari) >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>
Heinhold: Afghanistan Abschiebungen und Folgeantrag >>>

Leitfaden der GEW und RA Hubert Heinhold Bayern zu Abschiebungen aus Schulen und Betrieben >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>

Zur Facebookseite von not safe >>>

 

 

Medienberichte:  

Abschiebestopp für Afghanistan durchsetzen! (Bayerischer Flüchtlingsrat, 26.06.2017)

Abschiebung über Umwege (Süddeutsche Zeitung, 26.06.2017)

Abschiebeflug nach Afghanistan abgesagt (Zeit Online, 24.06.2017)

Bundesregierung setzt offenbar Abschiebungen nach Afghanistan fort (Spiegel Online, 21.06.2017)

Landgericht kritisiert Regierung scharf (Süddeutsche Zeitung, 06.06.2017)

Pressemitteilung des Bezirksjugendrings Unterfranken (Bezirksjugendring Unterfranken, 06.06.2017)

Abschiebungen: Ein Akt der Barbarei (Frankfurter Rundschau, 03.06.2017)

Zivilcourage: Die Mutbürger (Süddeutsche Zeitung, 03.06.2017)

Ohrfeige für die Ausländerbehörde (Bayerischer Flüchtingsrat, 02.06.2017)

Nürnberg: Demo gegen Abschiebungen von Afghanen (Nordbayern.de, 02.06.2017)

500 Demonstranten gegen Abschiebungen (Bayerischer Rundfunk, 02.06.2017)

Stellungnahme vom Mimikri e.V. zu den Vorwürfen des Innenministeriums (Mimikri e.V. 02.06.2017)

"Da war mir klar: Die Menschenwürde ist doch antastbar" (Süddeutsche Zeitung, 01.06.2017)

Pressemitteilung der GEW zur Abschiebung aus Nürnberg (GEW, 31.05.2017)

offener Brief der GEW Bayern zur Mitwirkung bei Abschiebungen (GEW, 24.05.2017)

offener Brief der GEW Bayern an den Nürnberger Bürgermeister vom 23.05.2017 (GEW, 23.05.2017

Bundesregierung setzt Abschiebungen nach Afghanistan aus (Zeit.de, 01.06.2017)

Abschiebungen zumutbar oder nicht? (Tagesschau.de, 01.06.2017)

Zur Pressemitteilung von Innenminister Herrmann (Bayerischer Flüchtlingsrat, 01.06.2017)

Junger Afghane muss nicht in Abschiebehaft (Spiegel Online, 01.06.2047)

20-jähriger Afghane muss nicht in Haft (Süddeutsche Zeitung, 01.06.2017)

Amtsgericht Nürnberg lehnt Abschiebehaft für Nürnberger Schüler ab (Bayerischer Flüchtlingsrat, 01.06.2017)

Heftige Diskussionen über Abschiebungen (Bayerischer Rundfunk, 01.06.2017)

Deutschlands unglaublicher Zynismus (Tagesschau.de, 01.06.2017)

ProAsyl begrüßt den Stopp des heutigen Abschiebflugs (ProAsyl, 31.05.2017)

Abschiebung Kabul: Nur aufgeschoben? (Nordbayern.de, 31.05.2017)

Geplante Abschiebung löst Tumulte an Nürnberger Berufsschule aus (Nordbayern.de, 31.05.2017)

Protest gegen Abschiebung eskaliert (Bayerischer Rundfunk, 31.05.2017)

Abschiebedebatte: Afghanistan ist nicht sicher (Nordbayern.de, 31.05.2017)

Abschiebungen nach Afghanistan gehen weiter (Bayerischer Flüchtlingsrat, 29.05.2017)

Tipps gegen Abschiebung: Ministerium droht Flüchtlingshelfern (Münchner Merkur, 17.05.2017)

Protestnote (Süddeutsche Zeitung, 15.05.2017)

Abschiebungen in Bayern vereitelt? (Fokus Online, 17.03.2017)

Empörung über Sozialministerium (Süddeutsche Zeitung, 08.03.2017)

Asylsozialberatung: Was dürfen die Flüchtlingsberater? (Bayerischer Rundfunk, 08.03.2017)

Ministerium mahnt Wohlfahrtsverbände (Süddeutsche Zeitung, 07.03.2017)

Sozialministerium droht Wohlfahrtsverbänden (Bayerischer Rundfunk, 07.03.2017)

Sozialministerium wird nervös und droht den Wohlfahrtsverbänden, den Geldhahn zuzudrehen (Bayerischer Flüchtlingsrat, 07.03.2017)

 

Update: Die Bundesregierung plant neuen Abschiebeflieger nach Afghanistan - voraussichtlich am Mi, 28.06.17

 

Die Vermutung das es bis Sommer erstmal keinen Abschiebeflieger nach Afghanistan geben wird, hat sich leider nicht bewahrheitet. Die Hinweise verdichten sich dass es wieder einen Abschiebecharter nach Afghanistan geben soll. Dieser soll wohl am 28.06.2017 gehen.
Laut Bundesregierung beschränken sich Abschiebungen auf Gefährder, Straftäter und Personen die über ihre Identität täuschen - wie dass im jeweiligen Bundesland ausgelegt wird, bleibt fraglich - Vorsicht ist geboten

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

 

 

Aktuelle Warnhinweise und weitere Informationen:


Flüchtlinge aus Afghanistan sind von Abschiebung bedroht - jedoch nicht alle, die Mehrheit von ihnen ist vor der Abschiebung sicher. Hier finden Sie Informationen und Materialen wer überhaupt von der Abschiebung bedroht ist und welche rechtlichen Möglichkeiten es noch gibt, doch noch eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen.


Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

Materialien und Handreichungen zur Situation von afghanischen Geflüchteten >>>



Weitere Informationen:


Heinhold: Afghanistan Abschiebungen und Folgeantrag >>>

Leitfaden der GEW und RA Hubert Heinhold Bayern zu Abschiebungen aus Schulen und Betrieben >>>

Den Drohbrief des Bayerischen Sozialministeriums an die Wohlfahrtsverbände in Bayern  >>>

Unser Schreiben an das Sozialministerium  >>>

Zur Facebookseite von not safe >>>

Update: 14 Afghanen nach Kabul abgeschoben - darunter drei Personen aus Bayern

Die mittlereweile 5. Sammelabschiebung nach Afghanistan ist am Montag, 24.04.2017, vom Münchner Flughafen aus gestartet.

 

Betroffen waren deutschlandweit 14 Afghanen, darunter drei Personen aus Bayern. Einer der jungen Männer kam aus München, einer aus Nürnberg und einer aus dem Großraum Nürnberg. Die betroffenen Personen hatten zum Teil eine feste Arbeit oder wollten heiraten.

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!

Hier finden Sie Informationen und Materialen zur Kampagne not safe - Keine Abschiebungen nach Afghanistan, zur Situation afghanischer Geflüchteter sowie laufende und vergangene Aktionen gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Zur Facebookseite der Kampagne >>>
Die Kampagnenbeschreibung in Dari und Englisch >>>

 

Wer betroffen sein könnte und welche Möglichkeiten es gibt, wird hier erläutert >>>

Information against the fear (Dari) >>>

Information against the fear (Paschtu) >>>

 

Medienberichte:

Abschiebungen nach Kabul: Christlich-Soziale Familientrennung (Bayerischer Flüchtlingsrat, 25.04.2017)

14 abgelehnte Asylbewerber nach Kabul abgeschoben (Zeit online, 25.04.2017)

Die fünfte Sammelabschiebung nach Afghanistan (Bayerischer Flüchtlingsrat, 24.04.2017)

Politischer und menschlicher Skandal (Bayerischer Rundfunk, 24.04.2017)

Münchner demostrieren gegen Abschiebung nach Afghanistan (TZ, 24.04.2017)

Flüchtlingshelfer*innen sind keine Abschiebehelfer*innen!

Wir fordern: Schluss mit Einschüchterungsversuchen gegenüber Ehrenamtlichen!

Trotz bundesweiter Proteste hält die Regierung an ihrer menschenverachtenden Abschiebepraxis nach Afghanistan fest und plant voraussichtlich für Ende März die vierte Sammelabschiebung nach Kabul. Bei den vorangegangenen Terminen hat der Bayerische Flüchtlingsrat Unterstützer*innen über das Datum des Abschiebefluges informiert und dazu aufgerufen, potentiell Gefährdete zu warnen. Trotz Drohgebärden von Behördenmitarbeiter*innen und aus dem bayerischen Sozialministerium werden wir auch in Zukunft an dieser Praxis festhalten. Wir hoffen, Sie auch!

Es mag Abschiebebefürworter*innen nicht schmecken, dass die Sammelabschiebungen nach Kabul nicht wie geplant stattfinden können. Dennoch ermächtigt es Behördenmitarbeiter*innen nicht dazu, Ehrenamtliche mit diffusen Sanktionsandrohungen unter Druck zu setzen, indem Aktionen der Flüchtlingssolidarität als Straftaten deklariert werden. So geschehen in mindestens zwei uns bekannten Fällen in Oberfranken und Oberbayern, in denen die Warnung von potentiell gefährdeten Afghanen als ‚Beihilfe zum illegalen Aufenthalt‘ oder gar ‚Untertauchen‘ umgedeutet wird. Nicht genug, dass aus einer Warnung bereits ein Straftatbestand konstruiert wird, so wird darüber hinaus suggeriert, dass Geflüchtete 24 Stunden am Tag in ihrer Unterkunft anzutreffen sein müssen. Beides ist falsch! Die Weitergabe frei zugänglicher Informationen ist noch keine Beihilfe und auch abgelehnten Asylbewerbern ist es trotz Lagerpflicht erlaubt, eine Nacht außerhalb der Unterkunft zu schlafen. Dies bestätigt auch Asylrechtsanwältin und Vorständin des Fördervereins Bayerischer Flüchtlingsrat e.V., Iris Ludwig: „[…] wenn jemand eine Duldung hat, oder Duldungsgründe vorliegen, macht er sich nicht des illegalen Aufenthalts strafbar“. Bezüglich der ‚Beihilfe zum Untertauchen‘ stellt Ludwig klar: „Erforderlich ist zunächst eine strafbare Haupttat Wenn der Betroffene jedoch eine Duldung oder einen Duldungsanspruch hat, dann fehlt es bereits an einer teilnahmefähigen Haupttat, d.h. dann ist schon keine strafbare Haupttat gegeben, zu der Beihilfe geleistet werden kann. D.h. ohne strafbare Haupttat […] ist keine Beihilfe möglich. […] Ein spontanes, kurzzeitiges (drei Tage oder weniger) Übernachten bei Freunden oder Bekannten, ohne einen konkreten Abschiebetermin zu kennen (Gerüchte sind nicht Kennen), ist daher ohne Probleme möglich und kein ‚Untertauchen‘.“

Es ist nur verständlich, dass Menschen, die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft unterstützen, oft jahrelang in Deutschland begleiten und Beziehungen zu ihnen aufbauen, es nicht hinnehmen und schon gar nicht aktiv unterstützen, wenn diese Personen in Kriegsgebiete abgeschoben werden sollen.
Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen ersetzen seit Jahren staatliche Strukturen, indem sie Flüchtlinge in Gemeinden aufnehmen, beraten und sie bei der Integration unterstützen, und werden hierfür mit Urkunden und Preisen ausgezeichnet. Gleichzeitig soll dieses Ehrenamt unpolitisch sein, was jedoch angesichts der bayerischen Asylpolitik kaum möglich ist. Denn diese Ausgrenzungspolitik konterkariert die tägliche Arbeit, die Ehrenamtliche in Bayern leisten.   
 
Flüchtlingshelfer*innen sind keine Abschiebehelfer*innen! Und das ist auch gut so!

Abschiebungen nach Afghanistan - aktualisierte Warnhinweise und Informationen